Samstag, 12. September 2015

#dieDurchstarter - Workshop mit Felix Klemme - Teil 3

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Zwischen dem zweiten und dem dritten Workshop-Termin liegen einige Wochen. Anfang September treffen wir uns in netter kleiner Runde mit Felix Klemme ein letztes Mal - wegen Urlaub und Krankheit fallen einige Teilnehmer aus.


Es ist gefühlt der erste Herbsttag: ein bisschen grau und usselig, ich habe Jacke und Schal aus dem Schrank geholt und spaziere quer durch die Stadt zum Tagungsort, weil mein Rad (das olle Stadtrad) ja geklaut wurde. 


Schon beim Reinkommen fällt auf, bei wem sich was verändert hat - nicht unbedingt optisch, aber mit einem Haufen positiver Energie, die einfach spürbar ist. Ich bin gespannt, was sich dahinter verbirgt. Wir bilden kleine Gruppen und sollen uns gegenseitig von unseren Zielen, Erfolgen und Problemen in den letzten Wochen berichten. Wir verschwenden die ersten Minuten, um ein Farbschema für die Kärtchen zu entwickeln ("Ich will rote Probleme!" - "Erfolge müssen aber grün sein!"). Schließlich hat jeder was aufgeschrieben und stellt seine Entwicklung der letzten Wochen allen vor.


Interessanterweise sprechen wir dabei überhaupt nicht über Bewegung oder Ernährung: Alles dreht sich ums Natural Network. Den positivsten Wandel will ich Jürgen attestieren, der durch eine kleine berufliche Veränderung eine Sorge weniger hat - was man ihm absolut anmerkt. Mein Lieblingszitat von ihm: "Wenn da Kuchen da ist, ist da Kuchen da." und "Wenn ich über Gummibärchen stolpere - also, das passiert jetzt nicht soo oft - dann nehme ich die auch." Die Devise: nicht stressen lassen. Das klappt offensichtlich hervorragend.


Wir sprechen viel über Kommunikation, sowohl mit sich selbst als auch mit anderen. Wenn man nämlich A sagt, kann es sein, dass das Gegenüber trotzdem B versteht. Felix empfiehlt, gedanklich das Blitzdings von Men in Black zu benutzen - sich selbst also frei zu machen von Erfahrungen und dem Gesprächspartner neu zu begegnen. Ist einen Versuch wert!

Und dann gibt es da noch diesen Unterschied zwischen sagen und fühlen: Fühlen wir das, was wir behaupten? Oder fühlen wir eigentlich das eine und reden uns das andere ein? Wer sich dabei ertappt, sollte darauf hören, was wirklich los ist und versuchen, sagen und fühlen wieder in Einklang zu bringen.


Ein Thema, das viele von uns betrifft, ist die Sache mit der Perfektion. Wenn man immer 100 % geben will, wird man sein Leben lang Stress haben - weil wir einfach nicht in allen Bereichen jederzeit perfekt sein können. Wenn dieser Anspruch an sich selbst aber da ist und dann nicht erfüllt werden kann, entsteht Frustration - und die lässt uns zu Schokolade greifen. Oder Gummibärchen. Und so weiter. Ich dachte eigentlich, das sei schon lange bei mir angekommen - weil zurzeit Sport und Arbeit recht viel Energie brauchen, stelle ich die gesunde Esserei etwas zurück. Ich kann mich darauf nicht auch noch in dem Maße konzentrieren, in dem ich es gerne würde und finde das dann für einen gewissen Zeitraum auch ok, natürlich nicht für immer. Ob ich das wirklich so sehe oder ob hier wieder der Unterschied mit sagen und fühlen eine Rolle spielt, finde ich noch heraus - wenn die aktuell stressigen Phasen vorbei sind. Was mir laut Felix nämlich gerade fehlt, ist das hier:


Schließlich geht es um Entscheidungen. Wenn wir die einmal gefällt haben, nehmen wir die üblicherweise so an und erkennen nur schwer, dass eine falsch sein könnte. Die Entscheidung: "ich bin ein Stadtmensch" ist erst mal stärker als der Wunsch, aufs Land zu ziehen - schließlich haben wir es mal so beschlossen. Allen Wünschen steht auch immer eine Angst gegenüber, die vom Kopf her kommt und uns in Entscheidungen hemmt. Eine gute Anregung, um hier etwas nachzuforschen: Vielleicht steht dem einen oder anderen ja eine nicht erkannte falsche Entscheidung oder eine Angst im Weg.


Zuletzt noch die Empfehlung von Felix für alle, die abnehmen wollen (das erste Mal heute, dass wir über Ernährung und Bewegung sprechen): drei Workouts pro Woche, die Spaß machen und keinen Stress bedeuten. Und das seit meinen beiden letzten Berichten viel diskutierte Dinner Skipping 2x pro Woche. Nicht jeden Tag, na immerhin!

Nach drei Workshops, von denen vor allem der letzte sehr intensiv und persönlich war, haben wir alle Impulse mitgenommen und auch schon Veränderungen angestoßen. Felix wünscht uns für die Zukunft, dass wir zufrieden sind, unseren Gefühlen vertrauen und uns vor Ängsten nicht verschließen. Klingt wie ein Masterplan. Und noch eine Floskel: Mut wird immer belohnt. Mehr aufs Gefühl zu hören (und nicht aufs sagen) ist auch mein Ziel auf dem Weg zu mehr Leichtigkeit. Außerdem nehme ich ein paar ganz tolle Bekanntschaften mit, bei denen ich mich freue, auf dem Laufenden zu bleiben. Vielleicht schaffen wir ja nächstes Jahr die Reunion, mal sehen, wen wir dann noch wieder erkennen ;-) Hat Spaß gemacht mit euch! Vielen Dank an die AOK Rheinland/Hamburg und vor allem an Felix - wir haben nicht die gleiche Meinung, was Ernährung betrifft, aber ich habe trotzdem andere Anregungen bekommen, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Dankeschön!

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