Sonntag, 26. Februar 2017

Superfood-Frühstücksideen [Sponsored Post]

1 Kommentar :

Vielleicht erinnert ihr euch an Obstsalat zum Frühstück - oder: "Davon wirst du satt?" Nachdem das Anfang letzten Jahres eigentlich ganz gut funktioniert hat, bin ich seit einer Weile wieder davon abgekommen, nur Obst und Nüsse zu frühstücken. Auf Dauer vor allem im Winter doch nicht abwechslungsreich genug, der Kopf meint, der Bauch hätte mehr Hunger und so bin ich meistens wieder bei verschiedenen Sorten Müsli mit Sojajoghurt und Früchten gelandet. Nicht so geil, weil ungefähr jede Sorte Müsli, die ich gut finde, Zucker enthält. Ganz zu schweigen vom Sojajoghurt, der in der ungesüßten Natur-Variante einfach - naja, eben ziemlich beschissen schmeckt und die leckeren Versionen eben gezuckert sind. Weil ich sowieso an den Frühstücksgewohnheiten mal wieder etwas ändern will, freue ich mich über das Angebot von Fitmart, mich durchs Sortiment der Hausmarke ESN zu futtern.


Ich suche mir aus der Superfood-Ecke Kokosmehl, Weizengraspulver und Maulbeeren aus, außerdem noch Instant Haferflocken. Dazu später, erst mal der lustige grüne Kram:

Kokosmehl
Vom Kokosmehl verspreche ich mir großartige Low Carb Pancakes. Wenn ich morgens etwas mehr Zeit habe, backe ich unheimlich gerne Pfannkuchen - vegan und mit so wenig Mehl wie möglich.


Kokosmehl enthält extrem wenig Kohlenhydrate, dafür recht viel Eiweiß und sehr viele Ballaststoffe. Die Zusammensetzung ist erst mal ziemlich spannend für mich - wie könnte es leichter sein, den Anteil von Kohlenhydraten zu reduzieren, wenn es einfach ein anderes Mehl gibt, das normales Mehl ersetzt? "Wir empfehlen die Verwendung als Mehlersatz für Backwaren und zum Kochen. Ebenfalls gut geeignet als Zusatz für Cerealien, Smoothies und Shakes." Aha.

Nährwertepro 100 g Pulver
Brennwerte1658 kJ / 396 kcal
Fett11,7 g
davon gesättigte Fettsäuren11,6 g
davon ungesättigte Fettsäuren0,1 g
Kohlenhydrate8,9 g
davon Zucker8,9 g
Ballaststoffe45,4 g
Protein18,4 g
Natrium60 mg

So weit so gut. Wer allerdings nicht weiter recherchiert (so wie ich!), weiß möglicherweise nicht, dass Kokosmehl glutenfrei ist. Wenn man versucht, vegane Pfannkuchen mit glutenfreiem Mehl zu backen, sieht das ungefähr so aus:


Sieht nicht nur kacke aus, schmeckt auch so. Ich wills wenigstens probieren, aber die bröselige Masse wird im Mund immer mehr. Ein Hoch auf den hohen Ballaststoffanteil. Ich weiß, wieso ich kein Foodblogger bin, aber schließlich finde ich dann doch noch raus, dass ich Ei-Ersatz brauche. Und zwar einen, der ein bisschen mehr klebt als ein paar mickrige Chia-Samen. Banane ist super. Das Ergebnis sieht langsam etwas mehr nach Pfannkuchen aus. Ganz ohne Mehl geht es dann aber doch nicht. Nur Kokosmehl allein funktioniert nicht - viel zu gehaltvoll, viel zu bröselig.

Mit dieser Mischung bin ich zufrieden:

Kokos-Pancakes 
2 EL Kokosmehl
2 EL Weizen- oder Dinkelmehl
1 TL Backpulver
1 TL Agavendicksaft
1 Banane
1/2 Apfel
etwas Sojamilch

Die Banane ist zerdrückt im Teig gelandet, der Apfel in dünne Scheiben geschnitten oben auf den Pfannkuchen. Proteinpulver lässt sich natürlich auch noch im Teig unterbringen, wenn man möchte. Nach dem Backen habe ich ein paar Walnüsse, Zimt und einen Klecks Mandelmus dazu gegeben, dann sieht das Ganze so aus:


Die Pfannkuchen schmecken nicht aufdringlich nach Kokos, sondern nur leicht - für mich eine angenehme Abwechslung. Im Moment verwende ich das Kokosmehl auch zum Backen und ersetze zum Beispiel bei Bananenbrot 1-2 EL Mehl dadurch.

Weizengraspulver 
Ich stehe auf grüne Smoothies. Gerne zum Frühstück, gerne auch mal als Ersatz für Müsli & Co. Allerdings habe ich das Problem, dass Spinat (oder Grünkohl ... ich nehme an, Menschen mixen auch Grünkohl in ihre Smoothies) - jedenfalls wird das Grünzeug offenbar nur tonnenweise in Familienpackungen verkauft. Die Hälfte wird bei mir also schlecht.


Ich bin gespannt, ob mir grüne Smoothies mit Weizengraspulver schmecken. Klar, frisches Grünzeug ist immer gut, aber geht halt nicht immer. Das Pulver wird wenigstens nicht schlecht, hat einen hohen Proteingehalt und liefert außerdem deutlich mehr Eisen als beispielsweise Spinat.

Nährwertepro 100 g Pulver
Brennwerte1078 kJ / 257 kcal
Fett1,3 g
davon gesättigte Fettsäuren0,24 g
Kohlenhydrate12,7 g
davon Zucker12,6 g
Ballaststoffe28,7 g
Protein28,7 g
Natrium52 mg
Vitamin B15,35 mg
Vitamin B23,51 mg
Vitamin C2,9 mg
Eisen23,4 mg

Na dann mal ab mit dem pulverisierten Gras in den Smoothie! Örgs! Das Zeug riecht wie Heu. Mein Pferd würde es mögen. Ich nicht. Aber wie mit sämtlichem Grünzeug in Smoothies gilt: Zusammen mit Obst geht das klar.

Was aussieht wie Kartoffeln mit Staub sind Äpfel mit Weizengraspulver
Weizengras Smoothie
2 Äpfel
Saft einer Orange
2 TL Weizengraspulver
etwas frischer Ingwer
etwas Wasser

Das hellgrüne Pulver wird bei Kontakt mit Wasser sofort dunkelgrün und färbt den gesamten Smoothie. Ich habe zwischendurch mal probiert - nur Weizengras und Apfel geht gar nicht und schmeckt wie einmal in die Wiese gebissen. Frischer Orangensaft fängt das allerdings super auf. Ich kann mir auch gut anderes süßes Obst wie Banane oder Mango dazu vorstellen. Weil ich noch mit dem Rest einer Erkältung zu kämpfen habe, gebe ich etwas Ingwer dazu - das gibt dem Ganzen eine schöne leichte Schärfe und Frische, finde ich. Weizengraspulver im Smoothie geht absolut klar!


Maulbeeren
Ich stehe total auf Beeren. Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Erdbeeren (jaja, ich weiß, die heißen nur so und sind gar keine, die miesen fiesen Dinger). Liegt also auf der Hand, dass ich auch die getrockneten Maulbeeren probieren muss. Schön sind sie ja nicht gerade:


Wie auch die anderen getesteten Produkte aus der Superfood-Reihe haben auch die Maulbeeren Bio-Qualität. Die Nährwert-Tabelle ist nicht so wahnsinnig spannend - natürlich enthalten getrocknete Früchte unheimlich viel Fruchtzucker, aber ich habe ja auch nicht vor, sie in rauen Mengen zu verschlingen. Was außerdem noch drin ist: Vitamin C, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink und Mangan. Ich mische die kleinen schrumpeligen Freunde ins Frühstück, also unter frisches Obst und Joghurt, ins Müsli oder ins Porridge. Auch pur als Snack zwischendurch finde ich die Maulbeeren super - zum Beispiel wenn mir kurz vor einer Trainingseinheit noch einfällt, dass ich eigentlich mal was essen könnte.

Instant Oat Flakes
Das größte Mysterium bei der Fitmart-Lieferung sind für mich die Instant Oat Flakes. Was soll ich mit Haferflocken, die mal welche waren, dann pulverisiert worden sind und nun wieder in Haferflocken-Form gepresst sind? Schräg. Als erstes überrascht mich allerdings die Größe des Pakets - 2,5 Kilo sind verdammt viel!


Wahrscheinlich gehöre ich gerade nicht unbedingt zur Instant-Haferflocken-Zielgruppe. Die Dinger zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass sie in kalten und warmen Flüssigkeiten sofort löslich sind und daher als zusätzliche Kohlenhydratquelle beispielsweise in Proteinshakes eingesetzt werden können. Wenn man Masse zulegen möchte. Das würde ich nach Möglichkeit lieber vermeiden.


Komplexe Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischem Index (ja, darüber kann man streiten, ich weiß) schaden ja prinzipiell trotzdem nicht - ich will sie ja schließlich nicht vollständig vom Speiseplan verbannen. Wie immer kommts auf die Menge an. Die Instant Oat Flakes bestehen aus Vollkorn-Haferflocken und haben gegenüber normalen Haferflocken eben den Vorteil, dass sie sich ratzfatz auflösen. Wenn man das denn will. Außerdem enthalten sie etwas weniger Fett und etwas mehr Kohlenhydrate als Instant Haferflocken aus dem Supermarkt.

Nährwertepro 100 g Pulver
Brennwerte1486 kJ / 355,4 kcal
Fett6,6 g
davon gesättigte Fettsäuren1,4 g
davon ungesättigte Fettsäuren2,6 g
davon mehrfach ungesättigte Fettsäuren2,6 g
Kohlenhydrate60 g
davon Zucker1 g
Protein14 g
Salz2 mg

Weil ich keinen Shake daraus machen will, frühstücke ich die Instant-Flocken einfach. Vermischt mit Wasser ergibt sich sofort eine Pampe, die das Obst ein bisschen sättigender macht, wenn das zur Abwechslung mal so sein soll. Die Version mit Erdbeeren, Maulbeeren, ein paar Cashews und Kakaonibs reicht auf jeden Fall absolut für ein Frühstück. Wer es nicht ganz so flüssig mag, kriegt mit weniger Wasser auch ein super schnelles Porridge hin. Zum Backen eignen sich die Instant Oat Flakes auch perfekt, weil sie sich im Teig einfach sofort lösen - ziemlich praktisch und somit auch ein heißer Kandidat fürs nächste Bananenbrot.



Fazit
Wenn ich mir die Social-Media-Kanäle von Fitmart und ESN so anschaue, fühle ich mich von sich auf dem Küchentisch räkelnden Damen mal so gar nicht angesprochen. Fragwürdige Bildsprache, aber: Gut zu wissen, dass hier aber auch normalsterbliche Sportler fündig werden.

Die grüne Reihe mit den Superfoods ist auf jeden Fall eine angenehme Ergänzung zu den üblichen Bodybuilder-Produkten im Shop. Die einzige Kleinigkeit, die mich stört: Alle grünen Packungen sehen von vorne gleich aus. Um zu wissen, was drin ist, muss ich also erst mal hinten das Kleingedruckte studieren. Anscheinend hat sich das inzwischen geändert - zumindest im Shop sind unterschiedliche Aufschriften auf den Verpackungen zu sehen. Die sind übrigens alle wiederverschließbar, was sich bei der Größe auch absolut anbietet. Bei sehr feinkörnigem Pulver wie dem Weizengras ist es allerdings gar nicht so einfach, den Verschluss wieder zusammen zu friemeln - ständig setzt sich Staub dazwischen, so dass man das Ganze nicht so richtig zudrücken kann. Mit etwas Geduld gehts dann aber doch.

Mein Favorit aus dem Testpaket ist definitiv das Kokosmehl. Seit ich rausgefunden habe, dass man das eben nicht alleine verwenden kann, sondern nur Anteile anderen Mehls damit ersetzen sollte, bin ich ein ziemlicher Fan. Die Instant Oat Flakes sind, wenn man sie in Wasser, Saft oder Milch lösen möchte, wirklich gut - ob ich jetzt für Porridge oder zum Backen wirklich Flocken brauche, die sich so schnell auflösen, ist ein anderes Thema. Die Maulbeeren sind eine nette Ergänzung zum frischen Obst im Frühstück und auch in Lernphasen ein prima Snack. Das Weizengraspulver ist von den Nährwerten her absolut interessant und funktioniert in grünen Smoothies für mich gut - das werde ich definitiv auch weiterhin benutzen.


Dieser Artikel ist Kooperation mit Fitmart entstanden. Er spiegelt unabhängig davon meine eigene Meinung wider.

1 Kommentar :

  1. Hallo Liebes,
    Sehr interessant, was du da alles getestet hast. Das Kokosmehl habe ich heute auch im Rewe bei uns gesehen. Will ich demnächst auch mal ausprobieren.
    Maulbeeren sind total super. Wenn du mal eine Idee brauchst, was man damit machen kann: http://www.littletigersblog.de/2016/06/kochbuchvorstellung-gesund-kochen-ist.html
    Sehr lecker!

    Liebe Grüße
    Nika

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