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Mittwoch, 6. April 2016

Laufgeschichten von... Lena von durchhalten ist alles

Die April-Laufgeschichte kommt von Lena von durchhalten ist alles - danke dafür! Lena kenne ich noch aus meiner amateurhaften Musikjournalismus-Zeit in Köln, mittlerweile hat es sie nach Bremen verschlagen und sie tastet sich gerade ziemlich eifrig an ihre ersten Triathlons ran. Übrigens habe ich im Gegenzug Lena auch ein paar Fragen beantwortet, schaut mal rein!


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern?
Der erste Lauf…ja der hat eigentlich nicht stattgefunden. Ich hatte mich für den Deutsche Post Ladies Run angemeldet und war auch schon meine Startunterlagen abholen und hatte mein tolles, gelbes T-Shirt an, habe bei Starbucks gewartet, weil ich viel zu früh war und als ich 30 Minuten vor dem Start raus bin, wurde mir mitgeteilt, dass der Lauf abgesagt wurde wegen einer Unwetter-Warnung. Mein zweiter Lauf, die 10 km beim Bremen Marathon, musste ich übrigens auch känzeln, weil ich krank war. Seitdem habe ich mich noch nicht für was neues angemeldet, wollte eigentlich bei uns in Bremen die Winterlaufserie mitmachen, aber das hat auch mal wieder wegen Krankheit und Knie nicht richtig hingehauen. Beim Laufen ist der Wurm drin bei mir. Deshalb dieses Jahr im Mai dann irgendwo hier in der Umgebung ein 10-km-Lauf. Mal sehen. Je weniger Stress ich mir da mit Terminen mache, desto besser läuft es irgendwie.

Warum läufst du?
Ich werde 2016 meine ersten Triathlons starten, bin jetzt für drei Wettkämpfe im Zeitraum zwischen Juli und September angemeldet - natürlich nur die Volksdistanz erstmal, aber das reicht ja auch fürs erste Jahr denke ich und danach mal sehen. Da ich jetzt seit knapp einem halben Jahr dabei bin, merke ich immer mehr, wie wichtig es ist, dass das ganze Spaß macht und das man sich von seinem eigenen Trainingsplan nicht zu sehr stressen lässt und damit die Motivation verliert. Ich mache das ja für mich und das muss ich mir manchmal schon vor Augen halten, damit es passt. Außerdem ist die Prioritätenliste über die Zeit etwas angepasst worden :-D


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen? Was ist momentan dein wöchentliches Pensum?
Mein Ziel ist natürlich in erster Linie, Spaß zu haben. Die drei Triathlons möchte ich daher vor allem erst mal beenden, eine Zeit ist momentan noch nebensächlich, wobei ich glaube, dass das nach dem ersten schon anders sein wird, denn man will ja immer schneller sein als vorher ;-) Mein wöchentliches Pensum ist momentan, wenn ich es zeitlich schaffe so, dass ich ein bis zweimal in der Woche schwimmen, zwei bis dreimal versuche zu laufen und je nach Wetter noch ein oder zweimal versuche aufs Rad zu kommen. Jetzt ist langsam auch die Zeit gekommen, wo ich zumindest ein oder zweimal in der Woche morgens und abends laufen und schwimmen oder laufen und Rad kombinieren will und dann ab Mai auch mal anfangen möchte zu koppeln, aber mal sehen, wie es läuft.

Muss Training Spaß machen oder weh tun?
Beides. Man muss über seine Grenzen gehen und das tut weh, aber es muss im Rahmen sein, sodass man es nicht zu sehr übertreibt und dabei der Spaß auf der Strecke bleibt oder man sich wohlmöglich noch verletzt.


Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke?
Ich habe gar keine richtige Lieblingslaufstrecke. In Bremen wohne ich nur 1,5 km vom Bürgerpark entfernt und der bietet einen ca. 9 km Rundkurs durch schönste Natur sowie ganz viele kleine Wege, sodass man seine Strecke, wenn man will und was ich auch gerne tue, immer variieren kann. Egal welche Strecke ich da also laufe, auf dem Rückweg komme ich oft am Streichel-Zoo vorbei - vielleicht ist das mein Highlight, wenn ich die Esel sehe ;-)

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast?
Das kann ich erst beantworten, wenn ich den ersten Lauf oder Triathlon absolviert habe, aber ich weiß schon, wie es sich anfühlt, Zuschauerin zu sein und das Gefühl ist schon wahnsinnig bei so Wettkämpfen. Wie wird es dann erst, wenn ich selber angefeuert werde?!


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?
Ohje…das klappt manchmal besser und manchmal schlechter. Je mehr Erfolge ich an mir selber körperlich feststelle, sei es an meiner Figur oder wie fit ich zum Beispiel endlich mal wieder Treppen hochlaufe, desto besser bekomme ich ihn zum Schweigen. Ich weiß außerdem bei mir selber, dass nach einer schlechten Phase immer eine super Gute kommt und verliere einfach nicht den Spaß an der Sache, denn deshalb mache ich das Ganze ja.

Was würdest du Anfängern raten?
Ich bin selber Anfängerin, deswegen bin ich es, die die Ratschläge braucht. Ich weiß für mich aber jetzt schon vor allem eins: Es lohnt sich, durchzuhalten und dabei sollte man nie den Spaß verlieren, denn Überehrgeiz ist nicht so gesund.

Samstag, 12. März 2016

Laufgeschichten von... Paula von Laufvernarrt

Juhu, neuer Monat, neue Laufgeschichte! Dieses Mal mit Paula von Laufvernarrt - und das ist sie wirklich. Auf ihrem Blog und Instagram bekommt ihr das Komplettpaket aus Laufen, Ernährung, Krafttraining und Motivation - gepaart mit einem Haufen Fachwissen und echt beeindruckenden Bauchmuskeln. Schaut mal vorbei! Liebe Paula, vielen Dank, dass du mitmachst!


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern? Wie hat sich das angefühlt?
Ja, das war in Frankreich, als ich bei meiner Gastfamilie war. Da bin ich mit dem Gastvater laufen gegangen, habe mich völlig selbst überschätzt und fand es furchtbar. Allerdings hab ich es trotzdem noch einige Male dort durchgezogen, zu der Zeit aber nur sehr unregelmäßig.

Warum läufst du? 
Meine anfängliche Motivation war definitiv Gewichtsverlust, aber inzwischen steht das völlig im Hintergrund. Laufen ist für mich inzwischen Leben, weil es mir so viel Energie und Lebensfreude gibt. Man kann so gut abschalten, den Kopf frei kriegen und sich Ziele setzen. Es ist spannend zu sehen, zu wie viel mein Körper in der Lage ist und es reizt mich, immer neue Herausforderungen mit dem Laufen auf mich zu nehmen.


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen? 
Derzeit ist mein Ziel, meine Verletzung komplett auszukurieren und dann mich allmählich wieder zu steigern, sodass ich in der ersten Jahreshälfte ein paar 10er und Halbmarathons laufen kann und Ende des Jahres hoffentlich den Frankfurt Marathon! Im Sommer steht auf jeden Fall auch noch Tough Mudder auf dem Plan. Ende 2015 habe ich nur Alternativtraining gemacht - ca 7-8 Stunden die Woche - und bin wegen eines Ermüdungsbruchs nicht gelaufen, der am Ausheilen war. Seit Anfang des Jahres lege ich langsam wieder laufend los und will mich bald wieder an ein Pensum von 50-60 Wochenkilometern gewöhnen.

Muss Training Spaß machen oder weh tun?
SPASS MACHEN! Definitiv. Schmerzen sind nie ein gutes Zeichen und das hab ich letztes Jahr zu oft ignoriert, das endet nie sonderlich gut. Was ich gelernt habe, ist auf jeden Fall körperlichen Schmerzen zu glauben und einen Gang zurückzufahren. Klar, am Ende einer harten Einheit muss man sich manchmal kopfmäßig überwinden und dadurch tut es vielleicht 'weh' - aber das sind eben nur Schweinehundschmerzen, die sind gut und hilfreich ;-) 


Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke?
Meine Lieblingslaufstrecke beginnt am Hafen, geht weiter am Strand entlang, dann durch den Wald und einen kleinen Rest Stadt wieder zurück. Das ist einfach ein Traum, besonders bei tollem Wetter! Und die ist wunderbar zu variieren zwischen 16 und 30 Kilometer.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast?
Da fühle ich mich wie Hulk. Bin geflasht und voller Stolz von meiner Leistung, habe das Gefühl, dass mich nichts stoppen kann und ich alles erreichen kann, was ich will. Bisher war jeder Zieleinlauf erfüllt von Glücksgefühlen und einer guten Portion Adrenalin, deshalb liebe ich Wettkämpfe so.


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?
Ich habe selten Probleme mit dem Schweinehund, weil ich den Sport liebe und es für mich ein ganz fester und bereichernder Bestandteil meines Lebens ist. Wenn sich der Schweinehund doch mal meldet, gönne ich mir manchmal auch einfach eine Pause - denn meistens bin ich dann überlastet und habe bei dem/den letzten Training(s) übertrieben :D Ansonsten motivieren mich diverse Läufer-/Fitnessblogs und Instagrammer sowie meine persönlichen Ziele.

Was würdest du Anfängern raten?
Beginnt langsam und lauft erstmal nur mit Geh-Intervallen. Steigert euch von Zeit zu Zeit und probiert Neues aus! Lasst das Training niemals langweilig werden und kauft euch gutes Schuhwerk ;-)


Donnerstag, 4. Februar 2016

Laufgeschichten von... Kate von WILD & FIT

Ich steh ja überhaupt nicht auf Berge. Ich liebe plattes Land. Aber bei Kates Bildern auf WILD & FIT werde sogar ich ganz sehnsüchtig. Ich folge ihr deshalb unheimlich gerne auch auf Instagram und Facebook, schaut mal rein! Los gehts mit ihrer Laufgeschichte:


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern? 
Mein aller erster Lauf war kurz. Damals bin ich eine Strecke von 2 Kilometern gelaufen und gegangen. Für mich hat es sich angefühlt wie 100 Kilometer. Der erste offizielle Lauf war bombastisch. Fünf Kilometer durch den Englischen Garten und es hat sich angefühlt, als würde ich fliegen.

Warum läufst du?
Mit dem Laufen habe ich angefangen, weil ich abnehmen wollte. Mittlerweile laufe ich, weil es mir erstens Spaß macht und zweitens, weil ich mich dabei wohl fühle und mich fit halte.


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen? Was ist momentan dein wöchentliches Pensum? 
Mein nächstes Ziel ist der Halbmarathon in Wien im April. In der Regel mache ich solche Sachen immer recht spontan, deswegen habe ich keinen großen Laufplan für das neue Jahr. Mein wöchentliches Pensum schwankt von Woche zu Woche. Meistens laufe ich zwei bis drei Mal die Woche etwa 6-7 Kilometer. In der Vorbereitung erhöht sich das Pensum natürlich. (sagte sie im November, jetzt dürften die Kilometer etwas gestiegen sein, schätze ich ;-) )

Muss Training Spaß machen oder weh tun?
Spaß machen! Wenn es weh tut und man sich quält, verliert man die Lust daran!


Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke?
Sie verläuft entlang der Isar. Ich liebe München!

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast?
Zum Heulen! Natürlich Freudentränen.


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?
Indem ich einfach laufe und mich an das Gefühl, das man nach einem Lauf bekommt, erinnere.

Was würdest du Anfängern raten?
Starte langsam und orientiere dich nicht an den anderen, wenn sie schneller sind. Jeder hat mal klein angefangen!


Sonntag, 10. Januar 2016

Laufgeschichten von... Judith von veganmarathon

Neues Jahr, neuer Name: Meine 8 Fragen heißen jetzt Laufgeschichten - das klingt schöner und außerdem halte ich mir so die Möglichkeit offen, vielleicht noch Fragen dazu zu nehmen. Im Moment bleiben sie erst mal gleich und ich freue mich riesig - und das ist nicht übertrieben! - dass sich Judith die Zeit genommen hat, sie zu beantworten. Judith hat die Turtlerunner ins Leben gerufen, das Turtlerunner's Trainingsbuch geschrieben und bloggt auf veganmarathon.com. Sie hat eine absolut beeindruckende Veränderung hinter sich, sowohl körperlich als auch geistig, wie sie selbst sagt - danke, dass du uns daran teilhaben lässt! Für den weiteren Weg (der Marathon kommt bestimmt!) wünsche ich dir viel Gesundheit und freue mich, mitzulesen. Vielleicht verschlägt es dich ja mal ins Rheinland oder mich nach Österreich? Los gehts mit Judiths Laufgeschichte:


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern? 
Ja, ich erinnere mich. Ich habe an diesem Tag noch im Halbschlaf beschlossen, einen Marathon zu laufen. Zu diesem Zeitpunkt war ich unsportlich, über 30 Kilo zu schwer und hatte mit Laufen überhaupt nix am Hut. An dem Tag bin ich einfach mal losgetrabt, in Jeans (Sportklamotten hatte ich noch nicht) und es war ziemlich ernüchternd. Nicht so cool, wie ich mir das vorgestellt hatte - aber ich hatte den ersten Schritt getan und das wiederum gab mir ein unglaublich gutes Gefühl.

Warum läufst du? Haben sich deine Motive mit der Zeit verändert?
Warum ich laufe ... gute Frage! Mittlerweile - und damit beantwortet sich schon deine zweite Frage - weil es mir ein Bedürfnis ist, meinen Körper zu bewegen. Und das tue ich am liebsten laufend. Ich mag es, die Füße auf den Boden aufzusetzen, mich selbst vorwärts zu bringen, die Luft zu atmen, den Regen zu spüren - das alles eben. Ich sortiere meine Gedanken beim Laufen, lerne mich selbst besser kennen. Am Anfang war die Motivation die, eine Läuferin zu werden - statt eines Couchpotato. Ich wollte unbedingt mein komplettes bisheriges (unsportliches) Leben auf den Kopf stellen und was bewegen. Mich selbst.


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen? Was ist momentan dein wöchentliches Pensum? 
Ziele im Hinblick auf konkrete Laufereignisse habe ich momentan - verletzungsbedingt - hinten angestellt. Irgendwann mal einen Marathon. So wie ich es im Traum gesehen habe. Vielleicht schaff ich das ja vor dem 40. Geburtstag. Und wenn nicht, auch egal. Ich geh davon aus, dass ich noch ein paar Jahre länger lebe und laufe - irgendwann läuft der Marathon schon mal rein und in der Zwischenzeit nutze ich die Zeit, andere Couchpotatoes zu bewegen mit meinem Blog und diversen anderen Aktivitäten. Ich selbst laufe derzeit 3x pro Woche - wobei ich nicht alles laufe, sondern auch mal walke. Kilometer sind mir inzwischen egal, das war früher anders - da war ich ein Kilometerjunkie ;-) Im Moment ist das alles sehr entspannt bei mir - es gehört jetzt zu meinem Leben dazu. Auch das war früher anders.


Muss Training Spaß machen oder weh tun?
Wieso oder? Haha, nein Spaß beiseite - in erster Linie Spaß. Immer Spaß. Es soll mir helfen, mich gut zu fühlen, meinen Körper zu spüren. Dazu gehört, zumindest in meinem Fall, hin und wieder auch ein Schmerz. Gerade Ende letzten Jahres war ich wieder verletzungsbedingt mehr am Walken. Schmerzen sind wichtige Hinweise. So lerne ich, was gerade nicht optimal läuft in meinem Training und in meinem Körper. Deswegen würde ich sagen, dass Schmerzen vermutlich dazu gehören - aber nicht Sinn und Zweck des Trainings sind. Sie sind aber für mich sehr wichtig, um meinen Körper und seine Grenzen besser kennen zu lernen. Spannende Sache. 

Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke?
Die Luft. Der Wald. Der Schotter. Die Kühe. Es ist mein Zuhause, da fühle ich mich wohl, so wie ich bin.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast?
Unbesiegbar :)


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?
Ach, der darf schon ein Wörtchen mitreden. Meist gehen wir dann zusammen zum Laufen und sprechen uns aus. Wenn er keinen Bock hat, durchgehend zu laufen, dann gehe ich eben ein paar Schritte, schieße ein paar Fotos und mach sonst noch ein paar lustige Dinge, die der Schweinehund gern hat. Bäume umarmen und sowas.

Was würdest du Anfängern raten?
Den Gedanken abzulegen, dass Laufen nur Laufen ist, wenn man alles am Stück durchläuft. Draußen sein, sich bewegen, sich spüren - darum geht es. Außerdem ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass jeder Weg ein wenig holprig wird dann und wann. Und genau dann wird es spannend. Jetzt bloß nicht aufgeben, sondern weitergehen. Bei Verletzungen nicht alles hinschmeißen, sondern nach Alternativen & Unterstützern suchen. Und zum Schluss noch ein Rat: lies meinen Blog! Haha ;-)

Mittwoch, 2. Dezember 2015

8 Fragen an... Nadin von Eiswuerfelimschuh

Nadin von Eiswuerfelimschuh tanzt ein kleines bisschen aus meiner Interview-Reihe. Gefühlt ist sie schon immer gelaufen und hat die beschwerlichen Anfänge längst vergessen - ein Glück, wenn man als Kind beginnt und die Leichtigkeit behält. Trotzdem - oder vielleicht auch deshalb? - finde ich sie unheimlich inspirierend und folge ihr schon lange auf Instagram und Twitter. Beim Triathlon in Hamburg habe ich sie in diesem Jahr zum ersten Mal im echten Leben getroffen - wenn auch nur ganz kurz zum Quatschen - und schließlich am nächsten Tag während des Rennens angefeuert. Zuletzt war sie auf Hawaii und hat die Daheimgebliebenen unter anderem mit solchen Bildern und Geschichten neidisch gemacht. Aber jetzt zu den Lauf-Fragen, dankeschön fürs Mitmachen! Los gehts:


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern? 
Ehrlich gesagt kann ich mich daran nicht erinnern. Ich war bereits als Kind sehr aktiv und in Vereinen immer auch mit laufen beschäftigt. Es gab aber einen Moment, den ich für mich als den Moment beschreiben würde, als ich wusste, dass ich eigentlich eine Läuferin bin und auch nur laufen möchte. Ich muss etwa 16 Jahre alt gewesen sein. Ich war in einem Handballverein und trainierte mehrmals die Woche. Ich bildete mir ein, dass das Training allein nicht ausreichte und die kurze Zeit der Erwärmung mich nicht weiterbrachte. Also entschied ich mich kurzerhand etwa 5 km zur Halle zu laufen und nach dem Training auch wieder zurück. Eine Freundin, die mit mir im Verein war, begleitete mich mit dem Rad und nahm meine Sachen mit. Als ich ein Jahr später umzog, verließ ich die Mannschaft. Ich wohnte dann auf dem Land und hatte keine andere Möglichkeit Sport zu treiben. Also lief ich – und es war großartig. Wir hatten einen Hund, der mich begleitete und die Runden wurden immer länger und immer länger. Damals noch ohne technisches Zubehör und immer nur mit einer groben Schätzung, was die Strecke anging.

Warum läufst du? Haben sich deine Motive mit der Zeit verändert?
Nein, im Prinzip lief ich schon immer einfach nur ums Laufen Willen. Ich trainierte immer schon recht viel, um vor allem mein Asthma in Schach zu halten. Natürlich gab es auch Zeiten, als ich mir meinen Hintern, Bauch, meine Oberschenkel und was nicht alles ablaufen wollte. Aber eigentlich geht es mir um Ausgleich, Gesundheit und Wohlbefinden. Dass ich mittlerweile auch so intensiv Wettkämpfe bestreite, ist ein sehr schöner Nebeneffekt, eine besondere Herausforderung und auch Motivation.


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen?
Im Prinzip richten sich meine sportlichen Ziele immer ein wenig nach dem Saisonverlauf. Manchmal muss ich sie aufgrund meines Asthmas revidieren oder möchte einen Wettkampf einfach nur genießen, weil er an so einem besonderen Ort stattfindet. Da ist das Ziel dann einfach wirklich nur das Ziel. Aber natürlich möchte ich hin und wieder auch Bestzeiten aufstellen. Das gilt für jeden Bereich – sowohl bei Laufwettkämpfen als auch bei Triathlons.

Was ist momentan dein wöchentliches Pensum?
Momentan trainiere ich etwas weniger, weil ich mich in meinem Regenerationsmonat befinde. Da kommen vielleicht um die sechs Stunden in der Woche zusammen. Ich lasse mich etwas treiben und nehme meinen Trainingsplan nicht ganz so ernst. Wenn es dann aber wieder losgeht mit meiner Saisonvorbereitung für das nächste Jahr, werde ich recht zügig das normale Pensum auf 8-10 Stunden in der Woche erhöhen. Wenn es dann richtig ernst wird, können 9-12 Stunden zusammenkommen. In sehr intensiven Trainingswochen oder im Trainingslager auch schon einmal deutlich mehr.
Anmerkung: Nadin hat die Fragen im Oktober beantwortet. Mittlerweile ist sie wieder stärker im Training und hat auch ihr Run-Swim-Run wieder gestartet, was ich immer gerne auf diversen Kanälen verfolge und bewundere ;-)


Muss Training Spaß machen oder weh tun?
Training muss Spaß machen, kann aber auch mit Zähne zusammenbeißen kollidieren. Für mich ist das ganz einfach. Was mir keinen Spaß macht, mache ich nicht. Es ist mein Hobby und soll mir Freude und Ausgeglichenheit schenken. Ich möchte dadurch noch ein Stückchen glücklicher werden. Aber ich bin auch bereit, dafür zu kämpfen und hart an meinen Zielen zu arbeiten. Natürlich bin ich auch mal enttäuscht, wenn etwas nicht gut läuft, ich mir Träume nicht erfüllen kann. Mittlerweile habe ich aber zumindest eine gewisse Ruhe erlernt, die alles relativiert und ich habe Wege gefunden, trotz harter Zeiten den Spaß nicht zu vernachlässigen.

Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke?
Das ich alles haben kann: Natur, Stadt, Ruhe, Menschen. Ich kann hinaus aufs Land laufen und stundenlang niemanden sehen und hören. Ich kann aber die Strecke auch so wählen, dass ich andere Läufer treffe. Ich kann durch die Stadt laufen oder ein Stück weiter zum Wasser. Ich kann mich draußen im Wind auf Feldern austoben oder durch stille Wälder laufen. Ich kann auch zu Sportplätzen laufen und dort trainieren. Die Strecken können so lang sein, wie ich laufen kann. Sie lassen eigentlich nichts vermissen und bieten alles, was ich mir wünschen könnte.



Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast?
Ich bin jedes einzelne Mal froh, in Ziel gekommen zu sein. Dann kommt es immer darauf an, was mein Ziel war. Wollte ich einfach nur denn Wettkampf genießen? Ging es um eine Zeit? Ging es um eine Platzierung? Konnte ich all das erreichen, was ich wollte? In diesem Jahr hatte ich alles. Jedes Gefühl war irgendwie vertreten – Glück, Zufriedenheit, Enttäuschung. All das gehört aber auch dazu. Selbst in Wettkämpfen, die enttäuschend enden, gab es garantiert immer auch Momente, die Spaß machten, die vor Euphorie strotzten, die mich glücklich machten.

Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?
Machen. Einfach machen. Mein Trainingsplan ist mein bester Partner in diesen Momenten. Wenn gar nichts helfen will, bitte ich meine Familie um Hilfe. Die schafft mich dann schon vor die Tür.

Was würdest du Anfängern raten?
Nicht zu übertreiben und keine Angst vorm Hinfallen zu haben. Realistische Ziele sind sicher ebenso wichtig wie ein Maß an Willen.

Dienstag, 10. November 2015

8 Fragen an... Susi von runskills

Es gibt wohl niemanden, der die Selfie-Stange so selbstverständlich verwendet wie Susi von runskills - sie kann aber nicht nur tolle Fotos machen, sondern ist auch noch eine Rakete auf sämtlichen Distanzen der Laufstrecke (was sie jetzt sicher sofort revidieren wird). Ich folge Susi und Dennis schon lange auf Instagram und habe letztes Jahr sogar ein kleines Weihnachts-Überraschungspaket von den beiden erhalten, weil sie sich kurzerhand überlegt hatten, Sportler mit besonderen Geschichten aus ihrer Timeline zu überraschen. Da denke ich immer noch dran, wenn ich die Kiste bei mir hier stehen sehe! Schade, dass es die beiden jetzt so weit weg nach München verschlagen hat, aber vielleicht begegnen wir uns ja trotzdem demnächst mal im richtigen Leben ;-)

Während ich meinen Lauf vom Sonntag noch etwas sacken lasse und am Artikel tippe, könnt ihr Susis Antworten auf meine Interviewfragen lesen. Los gehts:


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern?
Oh ja, mein erster Lauf nach über 10 Jahren Laufabstinenz war im Sommer 2012. Ich war ja als Kind und Jugendliche im Leichtathletik und hatte seitdem ein kleines "Lauftrauma". Es ging damals nur um Siege und Bestzeiten, der Spaß blieb dabei auf der Strecke. Deshalb hat es ein ganzes Jahrzehnt gedauert, bis ich mich wieder in Laufschuhe getraut habe. Mir war das Ganze so peinlich, dass ich mit dem Fahrrad zum Park gefahren bin und dort in den dunkelsten Ecken meine Runden gedreht habe. Nach knapp zwei Kilometern war Schluss - nix ging mehr. Ich bin natürlich viel zu schnell losgelaufen, mit Schuhen die über 6 Jahre alt waren und so einer dicken Jogging-Hose. Währenddessen und danach ging es mir, auf gut deutsch gesagt, beschissen. Mir tat alles weh, ich hatte tierischen Muskelkater und ich dachte, dass ich niemals im Leben fünf Kilometer schaffen würde. Ehrlich gesagt, ich war ein bisschen deprimiert. Aber ich bin am Ball geblieben und hab nicht aufgegeben, denn mein Ehrgeiz war stärker als mein Schweinehund.


Warum läufst du?
Als ich wieder mit dem Laufen angefange habe, wollte ich eigentlich nur einen Ausgleich zum Bürojob finden. Dieses 8-Stunden-Sitzen war total neu für mich, da ich ja vorher noch studiert hatte. Ich habe gemerkt, dass ich einen Ausgleich brauche und mich nach Möglichkeiten umgesehen. Ein Verein kam für mich nicht in Frage, da das für mich nur wieder Druck bedeutete. Also habe ich mir das Einfachste gesucht - Laufen. Natürlich hat sich meine Motivation in den letzten Jahren verändert. Zuerst wollte ich mich "nur" bewegen, dann wollte ich unbedingt eine halbe Stunde durchlaufen können und schon bald kam der Wunsch nach meinem ersten Halbmarathon. Ehrlich gesagt will ich immer mehr. Entweder müssen die Distanzen länger werden oder ich setze mir neue Zielzeiten. Manchmal ist es ganz nett, einfach "nur" zu laufen, aber meistens ist ein Plan schon ganz gut, um neue Ziele zu definieren. Mittlerweile bin ich einen Marathon gelaufen und grübele schon die ganze Zeit, was als nächstes kommt. Ich brauch einfach neue Herausforderungen und möchte wissen, wozu mein Körper noch in der Lage ist.


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen und was ist momentan dein wöchentliches Pensum? 
Ich habe dieses Jahr alles erreicht, was ich erreichen wollte - meinen ersten Marathon zu absolvieren. Leider läuft es dieses Jahr, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht so gut. Ich habe häufig mit Verletzungen zu kämpfen und deshalb ist mein aktuelles Ziel: Schmerzfrei Laufen! Denn das ist die Grundvorraussetzung für neue Ziele. Im Herbst werde ich nochmal einen Halbmarathon laufen (ist sie auch! Und zwar in Köln) und ein paar kleinere Läufe inklusive Staffel. Darauf freue ich mich schon sehr. Für nächstes Jahr ist ein Triathlon geplant, denn das ist totales Neuland für mich. Und ein längerfristiges Ziel wäre der Ironman. Im Moment trainiere ich 4 bis 6 mal die Woche.

Muss Training Spaß machen oder weh tun? 
Ein Training sollte in erster Linie Spaß machen, denn sonst ist man schnell gefrustet und schmeißt alles hin. Ich bin aber der Meinung, dass man häufiger seine Komfortzone verlassen sollte - dann kann's auch schonmal weh tun. Aber so lernt man auch seinen Körper besser kennen und kann seine Grenzen testen. Deshalb rate ich jedem, mal ein Intervalltraining einzubauen oder alternative Sportarten wie Schwimmen zu integrieren.


Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke? 
Ich habe direkt hinter meinem Haus einen Park und einen großen See, dort fühlt es sich oft an wie im Urlaub - vor allem am Morgen. Keine Menschenseele, man sieht viele Tiere, hört Vogelgezwitscher und kann einfach die Ruhe genießen.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast? 
Unbeschreiblich. Genau auf diesen Moment trainiert man Wochen oder Monate hin. Eigentlich kann ich diesen Moment nicht in Worte fassen, man muss DIESEN Moment selbst erleben. Nach meinem Zieleinlauf beim Marathon habe ich innerhalb weniger Sekunden alle Gefühlslagen durchlebt, die es gibt. Von Erleichterung, über Wut bis hin zu Stolz, war alles dabei. Da kommen einem auch schonmal die Tränen, denn man durchlebt in einem Rennen eine wahre Gefühlsachterbahn.


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen? 
Ich glaube ich habe gar keinen mehr. Es gibt zwar Tage, an denen ich nicht soooo große Lust habe, aber mittlerweile ist Sport so stark in mein Leben integriert, dass ein Tag ohne Sport ein verlorener ist. Falls sich der Schweinehund aber doch mal meldet, dann denke ich immer an den Moment NACH dem Sport. Dieses Gefühl, dass man aktiv war und sich dann ein leckeres Stück Kuchen verdient hat, ist einfach unbezahlbar!

Was würdest du Anfängern raten? 
Anfängern rate ich immer, es langsam angehen zu lassen. Gerade Laufen ist ein Ausdauersport, die Disziplin erfordert. Die Erfolge stellen sich nicht von heute auf morgen ein, es dauert schon ein paar Wochen, bis man sich verbessert hat. Außerdem sind Ruhetage sehr wichtig. Leider wird das oft vergessen, aber der Körper wird nicht während des Trainings besser, sondern in den Ruhephasen. Vor allem Anfänger sollten 2-3 sogenannte Restdays einplanen. Am Ball bleiben! Nicht gleich aufgeben, nur weil es mal nicht so läuft. Rückschläge gehören dazu und schlechte Läufe auch, denn auch daraus lernt man wieder. Hol dir wichtige Ratschläge von Leuten, die bereits aktiv sind, denn sie können oft aus Erfahrung wertvolle Tipps geben. Und last but not least: Glaub immer an dich selbst und setz dir Ziele!

Mittwoch, 21. Oktober 2015

8 Fragen an... Ann-Kathrin von Triathlove

Heute steht Ann-Kathrin mir Rede und Antwort. Ich kenne sie von Twitter und sie bloggt auf Triathlove unter dem wunderbaren Motto "Drei Sportarten, zwei Wechsel, eine Liebe". Auf Facebook hat sie mich in den letzten Wochen mit Fotos aus Hawaii neidisch gemacht. Den Profis zugucken und von Rennen berichten ist ja die eine Sache - wie läufts denn bei dir selbst, Ann-Kathrin?


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern?
Ehrlich gesagt: An den allerersten nicht. Aber natürlich gibt es Läufe, die einem im Gedächtnis bleiben. So zum Beispiel mit meiner damaligen Uni-Freundin Anne, die von der Leichathletik kam und mit mir „locker laufen“ wollte. Pustekuchen, könnt euch ja vorstellen, wie es mir dabei erging.

Warum läufst du? Haben sich deine Motive mit der Zeit verändert?
Ich laufe vor allem, weil es im Triathlon eben dazu gehört. Früher habe ich Laufen gehasst, mittlerweile sind wir sogar einigermaßen Freunde geworden. In den vergangenen Monaten trainiere ich wesentlich strukturierter und mit einem Trainer an meiner Seite, da purzeln die Bestzeiten gerade dahin.

Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen?
Im nächsten Juni steht meine erste Mitteldistanz an, dafür braucht man eine gute Grundlage, sonst tut es am Ende nur weh und ich will ja auch Spaß dabei haben.


Muss Training Spaß machen oder weh tun?
Sowohl als auch. Klar ist, dass der Spaß nicht auf der Strecke bleiben sollte. Aber nur kichernd mit einer Freundin ein paar Runden zu drehen, ist für mich nicht ernsthaft Laufen. Tut ein Training auch mal weh, weiß ich wenigstens, dass ich etwas getan habe und meistens macht es einen auch schneller. Oftmals sind es doch die harten Einheiten, die einen am glücklichsten machen.

Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke?
Ich habe gar keine Lieblings-Laufstrecke. In der Stadt ist meistens immer irgendetwas, was mich an der Strecke stört. Aber was wirklich geil ist: abends oder früh morgens am Main in Frankfurt laufen und Sonnenauf- bzw. untergang erleben. Das ist immer wunderschön.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast?
Ziemlich gut, meistens zumindest. Ich bin zwar völlig leer, was die Muskulatur etc. angeht, aber trotzdem kann man stolz auf seine Leistung sein.


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?
Meistens erpresse ich mich selbst mit neuen Schuhen… Ich habe ein ausgeprägtes Sneaker-Problem.

Was würdest du Anfängern raten?
Langsam und Schritt für Schritt anfangen. Nicht gleich nach den Sternen greifen. Manchmal dauert es Wochen, Monate oder manchmal auch Jahre, bis der Knoten platzt. Ich mache jetzt seit 2012 Triathlon und habe nach drei Jahren zum ersten Mal jemanden auf der Laufstrecke überholt. Ehrgeiz ist gut, aber man braucht auch Geduld.

Donnerstag, 24. September 2015

8 Fragen an... Mandy von Go Girl! Run!

Nach dem Triathlon-Trubel kann die Interview-Reihe endlich weitergehen. Als ich die Aktion gestartet und schon mal langsam überlegt habe, wer auf keinen Fall fehlen darf, stand Mandy von Go Girl! Run! sofort auf der Liste. Und sie macht mit, hurra! Kurze Zeit später haben wir uns in Hamburg beim ITU World Triathlon auch mal im richtigen Leben getroffen - ich habe selten eine auf der Stelle so sympathische Person kennengelernt. Wir haben gleich den ganzen Tag gequatscht, als würden wir uns schon ewig kennen. Lest unbedingt ihre Antworten, schaut mal bei ihrem E-Book vorbei und folgt ihr auf allen Kanälen, sofern noch nicht geschehen. Liebe Mandy, ich danke dir und hoffentlich bis bald! Los gehts:


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern?
Oh ja! An meinen ersten Lauf kann ich mich zu gut erinnern. Es war Ende März 2013. Bis dahin hatte ich schon etliche Male meinen „ersten Lauf“ hinter mir nach dem ich regelmäßig die Laufschuhe schnüren wollte. Doch dieses Mal war etwas anders: Ich hatte einen Trainingsplan und eine Freundin, die mich unterstützte und den Plan für mich zusammengestellt hatte. Er begann mit einem 1-Kilometer-Lauf. Ich hatte vorher bei Google Maps rausgesucht, wo ich genau lang laufen musste, um auf 1000 Meter zu kommen und ich hatte gelesen, dass ich entspannt laufen sollte. Entspannt war anders… Die ersten Meter war es okay, aber dann war es echt anstrengend rund zehn Minuten am Stück zu laufen. Natürlich verging die Zeit super fix und ich dachte: Okay, das war es jetzt? Aber ich wusste, dass ich mich langsam steigern sollte und so trat ich zwei Tage später wieder für einen Kilometer an und das Gefühl verbesserte sich. Gleich blieb, dass ich am Ende stolz war, vor die Tür gegangen zu sein!

Warum läufst du?
Als ich mit dem Laufen begann, war mein Hauptanliegen fitter zu werden. Ich wollte nicht mit Mitte 30 die ersten Wehwehchen haben. Zu der Zeit arbeitete ich in einer Werbeagentur, mehr als 40 Stunden die Woche vor dem Rechner, eingezwängt auf einem Bürostuhl. Bewegung war Mangelware, stattdessen hatte ich dauernd Rückenschmerzen. Ich radelte zwar regelmäßig zur Arbeit, aber das war einfach nicht genug. Mit der Zeit kamen weitere Ziele hinzu. Als ich für meinen ersten Halbmarathon trainierte, war klar, dass ein paar Kilos weniger hilfreich und auch gesünder sein würden. Mittlerweile ist Laufen aber auch Ausgleich und Entspannungsphase für mich. Da ich mich gerade in einer Aufbruchphase befinde und sich vieles in meinem Leben ändert, hilft mir Laufen die Balance zu halten. Über allem steht aber immer noch die Motivation, gesund und fit zu bleiben.

Mandy und ich beim Triathlon in Hamburg
Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen und was ist momentan dein wöchentliches Pensum?
Dieses Jahr steht bei mir ganz im Zeichen des Triathlons. Nachdem ich im letzten August meinen ersten Halbmarathon lief, ereilte mich ein kleines Läufertief. Im Winter verletzte ich mich, war lange krank. Der Wiedereinstieg war zäh. Und so brauchte ich eine neue Herausforderung, da ich mich nur schwerfällig wieder für Laufevents begeistern konnte. Triathlon schwirrte schon lange in meinem Kopf. Und so meldete ich mich für die Super-Sprintdistanz in einem kleinen Ort nahe Berlin an. Beim Kallinchen Triathlon startete ich Ende August über 300 Meter Schwimmen, 13,3 Kilometer Fahrradfahren und 3 Kilometer Laufen. Das hört sich erst mal gar nicht so viel an, aber mir war wichtig, ohne Probleme ins Ziel zu kommen. Herausforderung war es, dass ich Angst vorm Freigewässer hatte. Mein wöchentliches Trainingspensum sah daher so aus, dass ich einmal die Woche für 30 bis 60 Minuten zum Schwimmtraining gegangen bin, ein oder zwei Mal 60 Minuten intensiv Fahrrad gefahren bin und zwei Mal die Woche gelaufen bin. Oft habe ich Fahrrad und Laufen auch im Koppeltraining trainiert, d.h. direkt hintereinander wie es am Ende auch im Wettkampf abläuft. Und so war Mandys erster Triathlon.

Muss Training Spaß machen oder weh tun? 
Training sollte Spaß machen, tut es aber nicht immer. Keine Trainingseinheit gleicht der anderen. Es gibt Tage, da ist Sport kein Problem. An anderen möchtest Du gar nicht erst vor die Haustür. Solange es alles in allem Spaß macht, ist es gut. Merkst Du jedoch, dass Du Dich immer wieder zum Laufen zwingen musst, solltest Du mal nachdenken, ob es Sinn macht. Wehtun sollte Sport jedoch keineswegs. Klar, musst Du auch an Deine Grenzen gehen, um besser zu werden. Aber alles in allem bin ich der Meinung, geht’s nicht darum sich bis zum Erbrechen zu triezen.


Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke? 
Mittlerweile habe ich gar keine richtige Lieblingslaufstrecke mehr, sondern viele. Ich liebe es neue Laufstrecken zu entdecken. Gerade, wenn ich auf Reisen bin oder zu Besuch in einer anderen Stadt, liebe ich es, die Gegend laufend zu entdecken. Am liebsten laufe ich in der Natur und genieße dort die Ruhe. Da ich mitten in Berlin wohne, ist das gar nicht so einfach. Daher versuche ich oft an der Rummelsburger Bucht und um die Halbinsel Alt-Stralau zu laufen, wenn nicht so viel los ist. Dort findet man zeitweise Ruhe zum Abschalten. Aber ich brauche auch Wasser um mich herum, das mich beruhigt. Das liegt mir als Ostseekind irgendwie im Blut.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast? 
Mittlerweile ist mir die Ziellinie nicht mehr so wichtig. Letztes Jahr war das anders. Da bin ich von einem Ziel zum nächsten. Nichtsdestotrotz: Das Überqueren der Ziellinie ist die Belohnung aller Mühen. Für mich bedeutet ein Laufevent wochenlange Vorbereitung. Nur selten laufe ich so spontan mit, dass es keines Trainingsplans bedarf. Daher wartet am Ende immer der große Topf des Glücks, wenn ich es geschafft habe. Aber ich kenne auch Momente in denen ich enttäuscht war, weil ich beispielsweise die Leistung, die ich bringen wollte, nicht erreichen konnte. Einmal musste ich sogar ins Sanitäterzelt, weil ich mich einfach übernommen hatte. Das ist kein cooles Gefühl und war auch der Grund, warum ich dieses Jahr zeitweise auf Triathlon umgesattelt bin und auch weniger an Laufevents teilgenommen habe.

Weils so schön war: Nochmal zwei Honigkuchenpferde in Hamburg
Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen? 
Der ist mal mehr, mal weniger laut. Und ich kämpfe zu oft und ungerne mit ihm. Es gibt so ein paar kleine Tipps ihn auszutricksen. Um morgens zu laufen lege ich mir am Abend vorher die Sachen raus und programmiere meinen Kopf so, dass ich einfach aufstehe und nicht nachdenke, bevor ich loslaufe. Überhaupt ist morgens zu laufen super, damit man nicht den ganzen Tag den Gedanken ans „ich muss heute Abend noch laufen“ mit sich rumschleppt.

Was würdest du Anfängern raten? 
Mir ist vor allem wichtig, dass Menschen, die erst mit den Laufen beginnen, sich bewusst werden, warum sie Laufen möchten. Dieser Grund wird sie nämlich bei Wind und Wetter auf die Straße bringen und sie bei Laune halten. So war es bei mir. Ein weiterer Rat ist, dass sie das für sich tun sollen und Laufen auch als Quality Time mit sich selbst sehen sollten. Darüber schreiben Carina von TRAVEL RUN PLAY und ich auch in unserem ersten gemeinsamen E-Book GET READY TO RUN – Dein Guide zum erfolgreichen Laufeinstieg. Alles Infos dazu gibt’s auf der Website www.getreadytorun.de.

Mittwoch, 26. August 2015

8 Fragen an... @narucoyo

Im letzten Herbst bin ich nach dem Triathlon in den Lauftreff meiner Kolleginnen Nadine und Anja eingestiegen. Das war die beste Idee, um im Winter dranzubleiben - offensichtlich hat es ja funktioniert. Während Anja und ich uns gequält haben, war Nadine immer überzeugt, dass noch was geht. Oder hat es zumindest glaubhaft behauptet. Diese Frau ist einen Marathon gelaufen, da kann man ja wohl mal nachfragen, wie das eigentlich so kam. 

Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern? Wie hat sich das angefühlt? 
Na klar! Ich war 17 oder 18, hatte so eine fesche Discman-Hüfttasche und war komplett in Baumwolle gekleidet. Ich hab 6 km in einer Stunde geschafft, die CD ist trotz Anti-Schock-Protection ständig gesprungen und ich war viel zu abgelenkt um es richtig scheiße zu finden.

Warum läufst du? Haben sich deine Motive mit der Zeit verändert? 
Die verändern sich ständig. Ich hab angefangen um einfach fit/schlank zu werden/bleiben. Irgendwann wollte ich mir ein Ziel setzen und das war dann gleich der Halbmarathon. Dann war es der schnellere Halbmarathon und irgendwann die volle Distanz. Ich bin lange nach dem Prinzip „höher, schneller, weiter“ gelaufen, bis mein Körper mir nen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Heute laufe ich gerne ohne alle tausend Meter auf die Uhr zu schauen. Ich mag das Gefühl, fit zu sein und laufen zu können. Eigentlich bin ich auch sehr lange dem Runner's High hinterhergelaufen. Dieses Gefühl, wenn die Welt um dich rum egal wird und du außer deiner Atmung und der Bewegung nichts mehr wahrnimmst. Ein Wahnsinnsgefühl. Heute finde ich das im Yoga.

 

Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen? Was ist momentan dein wöchentliches Pensum?
Aktuell bin ich da sehr reduziert. Ich laufe einmal die Woche in einer festen Gruppe, weil ich gerade einfach nicht mehr will. High Intensitiy Intervall Training, Yoga und Schwimmen sind aktuell starke Konkurrenten. Auf lange Sicht möchte ich aber gerne wieder mal einen Wettkampf bestreiten. Vielleicht noch mal nen Halbmarathon im Frühjahr 2016. Wenn's gut läuft dann vielleicht auch noch mal die ganze Distanz, aber aktuell sehe ich mich da einfach leistungsmäßig nicht.

Muss Training Spaß machen oder weh tun? 
Beides. Manchmal muss es so weh tun, dass du wütend wirst und es dich danach unglaublich glücklich macht. Und manchmal muss man einfach nur einen Fuß vor den anderen setzen und so laufen, wie es dem Körper gerade gerecht ist.

Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke? 
Ich hab verschiedene Strecken, die müssen sich regelmäßig ändern. Aber alle haben die Natur drumherum gemeinsam. Ich mag es gerne, wenn ich an der Schafherde am Rhein vorbeilaufe.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast? 
Hoffentlich komplett ausgepowert. Ist von Distanz zu Distanz unterschiedlich. Nach dem Marathon war ich einfach überwältigt. Ich wollte weinen, schreien, kotzen und lachen zugleich.


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen? 
Knallharte Disziplin.Der Trainingsplan hat immer Recht.

Was würdest du Anfängern raten? 
Sich keine zu hohen Ziele setzen. Akzeptieren, dass der Körper manchmal auch eine Pause braucht(!). Und am Wichtigsten ist vielleicht: Wenn eine Trainingswoche richtig scheiße läuft, stehst du vor dem Durchbruch, also gib nicht auf, beiß dich durch, die Belohnung kommt die Woche drauf.

Freitag, 31. Juli 2015

8 Fragen an... Lena von @triathlife

Heute gehts weiter mit meiner kleinen Interview-Reihe: Die Laufgeschichten von Katrin und Conny kennt ihr ja schon, dieses Mal steht Lena von triathlife Rede und Antwort. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast! Lena betreibt den Blog zusammen mit Ivo, beide sind Triathleten und durch meine Rookie-Brille sind sie verdammt gut trainiert und echt schnell, alle beide. Glaubt ihr kein Wort, wenn sie hier gleich was anderes erzählt!
Auf Instagram bin ich über die beiden gestolpert, später haben wir festgestellt, dass uns auch im echten Leben gemeinsame Bekannte verbinden. Das nächste Mal laufen wir uns spätestens beim Ratingen Triathlon über den Weg. Ich freu mich schon!
Meine Lieblingsantwort ist übrigens die zum Thema Spaß oder Schmerzen.... aber lest selbst:


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern?
Ja, an meinen ersten Lauf kann ich mich noch gut erinnern. Das war ein Halbmarathon im Oktober 2012. In einem Zustand geistiger Umnachtung hatte ich mich völlig untrainiert, mit leichtem Übergewicht und mit einem Zigarettenpensum von ca. 10 Stück pro Tag beim Röntgenlauf in Remscheid über die Halbmarathondistanz angemeldet. Für die, die diesen Lauf nicht kennen: Es geht nie geradeaus, sondern eigentlich immer nur bergauf und bergab. Vor allem bergauf, so gefühlt. Ich habe komplett unstrukturiert dafür trainiert und war oft krank - immerhin habe ich in dieser Zeit das Rauchen aufgegeben. Zwei Wochen vor dem Lauf war ich kurz vor einem Schienbeinkantensyndrom. Am Wettkampftag war aber zumindest gesundheitlich eigentlich alles gut und ich bin an den Start gegangen. Es waren ca. 3 Grad an diesem Oktobersonntag und ich hatte mehr als Angst vor dieser Distanz und der dazugehörigen Strecke. Zu erwähnen ist vielleicht auch noch, dass ich ein perfekt farblich passendes Laufoutfit inkl. abgestimmtem Nagellack und Lidschatten hatte – wenn schon sterben, dann mit Stil. Ein fleischgewordenes Blau-lila-Träumchen. Im Schneckentempo bin ich die Strecke dann abgelaufen, habe nichts riskiert und hatte sogar richtig Spaß dabei. Mein Ziel war es einfach nur anzukommen und das Beste aus diesem Tag zu machen. Bei Kilometer 16 ging es mir noch so gut, dass ich mich sogar zu einem kleinen Höhenflug verleiten ließ. Auf den letzten fünf Kilometern habe ich alles rausgehauen, was noch ging und einen Läufer nach dem anderen eingesammelt. Leider kam das Ziel 300m zu spät, kurz vor dem Zielbogen ging nichts mehr. Heulend latschte ich über den Waldweg, so fertig war ich. Bin dann aber irgendwie ins Ziel gekommen nach 2:16h und war unfassbar stolz, dass ich das geschafft hatte. Der Lauf an sich ist wirklich toll, kann ich jedem nur empfehlen, ich glaube ich werde ihn dieses Jahr noch mal laufen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja eine neue Bestzeit auf der Strecke ;-)


Warum läufst du?
Ich bin Triathletin – da gehört Laufen dazu. Ich muss gestehen, das Laufen fällt mir nicht leicht. Ich muss mir jede kleine Verbesserung hart erarbeiten und habe oft das Gefühl etwas „untalentiert“ zu sein. Immer wieder gibt es Situationen, besonders beim Tempotraining, wo ich am liebsten die Schuhe in die Ecke werfen würde. Aber ich habe gelernt, das Laufen zu lieben. Nicht an jedem Tag, aber an den meisten. Es ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden und ich genieße viele meiner Laufeinheiten. Laufen ist unkompliziert und wenig zeitintensiv. Es kann eine Möglichkeit sein, allein zu sein, nachzudenken und am nächsten Tag ist es ein soziales Event mit vielen Leuten. Es gibt mir Rückmeldung darüber, wie es meinem Körper gerade geht. Die Motive haben sich eigentlich kaum verändert: Ich laufe, um schneller zu werden. Und dabei kann man ziemlich oft ganz wunderbar abschalten. Immer öfter laufe ich um des Laufens willen.


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen und was ist momentan dein wöchentliches Pensum? 
Laufen ist nicht meine Hauptsportart und meine „Hauptziele“ beziehen sich daher immer auf den Triathlonsport als Ganzes. Meine Ziele für das Laufen sind vor allem: Schneller werden. Dazu arbeite ich z. B. viel an meiner - noch nicht besonders ökonomischen - Lauftechnik. Schön wäre es im nächsten Jahr die 10 km in einem 4:30er Schnitt laufen zu können. Mein wöchentliches Pensum sind ca. 30-40 Laufkilometer in Belastungswochen und ca. 15 km in Entlastungswochen.

Muss Training Spaß machen oder weh tun? 
Beides. Training ist meine Freizeit. Und meine Freizeit soll mir Spaß machen. Mir macht es vor allem Spaß, schneller und besser zu werden. Und das tut leider manchmal weh.


Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke? 
Das Schönste ist, dass sie unmittelbar neben meiner Haustür im Wald beginnt. Ich muss nirgendwo mit dem Auto hin, ich bin direkt auf wunderschönen Trails unterwegs. Leider immer erstmal 1-2 km berghoch, aber nach dem Unschönen wurde ja nicht gefragt. Die Landschaft hier ist wunderbar abwechslungsreich und fordernd, die Wälder sind riesig. Im Wald erlebt man jede Jahreszeit intensiv mit und hat stets neue Optionen, die Strecken zu variieren.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast? 
Ganz unterschiedlich, je nachdem wie das Rennen lief. Ein Gefühl ist aber immer da: Erleichterung, dass ich mich endlich hinsetzen kann und Durst auf ne Cola.


Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen? 
Das Laufen im Wettkampf ist immer anstrengend und ich komme oft an den Punkt mich zu fragen, warum ich mir das eigentlich antue. In Wettkämpfen, wenn es anstrengend wird, ist mein Schweinehund oft präsent: „Auf eine Minute kommt es nicht an“; „Komm, setz dich doch einfach hier an den Rand, das ist doch kein entspannender Sonntag.“ Er hat sehr viele tolle Sprüche. Es hilft mir dann, mir die Strecke in verschiedene kleine Abschnitte einzuteilen. Jeden Kilometer laufe ich für sich, von Punkt zu Punkt arbeite ich mich vor. Das lenkt vom Schweinehund gut ab. Im Alltag halte ich mir vor Augen, dass genau das Überwinden des inneren Schweinehundes zu früher Morgenstunde und bei miesem Wetter den Unterschied ausmacht. Deswegen lasse ich sehr selten Einheiten ausfallen. Ich bin sehr ehrgeizig und wenn ich etwas anfange, dann richtig. Halbe Sachen mochte ich noch nie. Und eigentlich weiß man ja auch: Wenn man seinen Schweinehund besiegt, ist es meistens auch ganz nett beim Training.


Was würdest du Anfängern raten? 
Ich sehe mich selbst noch eher als Laufanfänger, deswegen finde ich es schwer große Ratschläge zu geben. Ich glaube aber, ich habe ein ganz gutes Verständnis für die physiologischen Prozesse, die bei sportlichem Training und bestimmten damit verbundenen Reizen ablaufen. Das hilft mir oft, Entscheidungen zu treffen und zu bewerten, was im Training passiert. Deswegen würde ich fast jedem, der mit Laufen beginnt, raten: Mach eine Leistungsdiagnostik! Nur wer seine Trainingsbereiche kennt, kann steuern, wie intensiv er seinen Organismus belastet. Wenn man schon jahrelang Ausdauersport betreibt, mag man ein Gefühl dafür haben. Die meisten Menschen, die neu starten ins Läuferleben, haben es - meiner Ansicht nach - leider nicht.

Der zweite Punkt, den ich wichtig finde ist: Man sollte sich selbst nicht vormachen, dass man alles weiß und alles selbst kann. Ein guter Trainer, der eine Jahresperiodisierung und Strukturierung des Trainings inkl. Athletik- und Techniktraining vornimmt, ist Gold wert und die beste Verletzungsprophylaxe. Seit ich vernünftig trainiere bzw. trainiert werde, hatte ich keine Erkältung und keine Schmerzen mehr. Nicht mal im Ansatz. Alles an dem, wie ich trainiere, ist in erster Linie darauf ausgerichtet, langfristig Bestand zu haben und den Körper nicht zu schädigen. Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit steht erst an zweiter Stelle.

Der dritte und letzte Punkt ist: Mach dir bewusst, welches Ziel du hast. Willst du einfach Spaß haben und dich ein bisschen bewegen? Willst du Wettkämpfe machen? Was willst du erreichen? Was ist dir wichtig? Dementsprechend sollte man auch sein Training gestalten. Wer Spaß haben will und einfach nur ein bisschen Bewegung an der frischen Luft sucht, muss keine Wissenschaft daraus machen. Wer sich konkrete und größere Ziele setzt, sollte auch bereit sein, sich ein bisschen mit der Sache auseinander zu setzen und auch mal etwas durchziehen, wenn es nicht so läuft. Ja, ich glaub das würde ich Einsteigern raten.

Samstag, 11. Juli 2015

8 Fragen an... @conny_rennt

Es scheint so, als sei ich nicht die einzige, die sich für die Laufgeschichten anderer interessiert. Wieso lauft ihr überhaupt? Wie schlimm war der Anfang? Letzte Woche stand Katrin aka @Katitria Rede und Antwort. Danke dafür! Heute ist Conny dran - vor einer Weile bin ich über ihr Instagram-Profil @conny_rennt gestolpert und finde sie unheimlich motivierend. Sie hat sich in einem Jahr so sehr verändert - das schaffen andere in einem kompletten Leben nicht. Danke, dass du dabei bist und so ausführlich geantwortet hast! Los gehts:
Meine erste Medaille :)
Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern?
Mein allererster "Lauf" war völlig beschissen. Ich bin den Berg bei mir zu Hause runtergerannt (natürlich viel zu schnell) und konnte nicht mehr, kaum dass es flacher wurde. Also bin ich dann den Rest der vorgenommenen Strecke gewalkt. So ging das Anfang letzten Jahres ne ganze Weile, bis ich es wieder gesteckt hatte, weil ich keine Fortschritte sah. Von Anfänger-Trainingsplänen und ähnlichem hatte ich damals noch keine Ahnung.
Im Juni 2014 hab ich dann den Entschluss gefasst, mein Leben grundsätzlich zu verändern und im Fitness-Studio wie blöde jeden Tag trainiert. 5-mal die Woche reichte nicht mehr aus, dann hab ichs eines Samstags mal wieder versucht und ich kam schon deutlich weiter als bis zu dem Punkt, an dem der Berg unten zu Ende war. So ging das eine ganze Weile. Im August, genauer gesagt am 19. August 2014, bin ich dann zum ersten Mal 5 km "durchgelaufen" mit einer Pace von 8:25 min/km. Und ich hab Lunte gerochen, es hat sich so genial angefühlt, ich wollte mehr! Drei Tage später wollte ich wieder laufen gehen, hatte aber ganz üble Schmerzen in den Schienbeinen. Grund war, dass ich uralte Sportschuhe bei meinem ersten 5km-Lauf anhatte, die dafür alles andere als geeignet waren. Ich musste also nach 2,5 km abbrechen und konnte erst ein paar Tage später (mit neuen, richtigen Laufschuhen) einen neuen Versuch wagen. Von da an ging es immer besser und besser. Wie schon gesagt, einmal Blut geleckt, für immer dabei! :-)
Meine Laufgruppe - ganz rechts meine Trainerin Barbara Maier
Warum läufst du? Haben sich deine Motive mit der Zeit verändert?

Na klar, anfangs war das Ziel Kalorien zu verbrennen, keineswegs Wettkämpfe oder sowas, aber wie das im Leben manchmal so ist: Zeiten ändern dich! Nachdem ich mit dem "richtigen Laufen" angefangen hatte, fing ich auch an, Läufern bei Insta zu folgen - und das motiviert natürlich ungemein. Was sind eigentlich diese Wettkämpfe und wie schnell muss man eigentlich sein, dass man da mitmachen darf? Langsam aber sicher kamen solche Fragen auf. Dann entschied ich mich, das Laufen richtig professionell zu "lernen" und kam durch Zufall auf meine heutige Trainerin, eine erfahrene Ultratrail-Läuferin. Seit September 2014 trainiere ich regelmäßig mit ihr und sie macht mir auch Trainingspläne - dazu aber später mehr. Im September erlitt ich einen Hörsturz und lag einige Zeit im Krankenhaus. Dort merkte ich erst einmal, wie sehr mir das Laufen eigentlich fehlt. Außerdem hatte ich mich tatsächlich für einen ersten Wettkampf angemeldet gehabt, der aber genau in den Zeitraum fiel, in dem ich im Krankenhaus lag. Einen Tag nachdem ich entlassen wurde, bin ich dann das erste Mal wieder laufen gegangen - ganz langsam, wie von den Ärzten empfohlen, aber 10 km lang. Und es tat so gut. Seitdem ist Laufen auch meine ganz persönliche Therapie. Ich bin seit dem Vorfall auf einem Ohr taub und dort pfeift und rauscht es dafür recht doll. Wenn das schlimm wird, schnüre ich meine Laufschuhe und danach geht es meistens um Längen besser. Nach dem Hörsturz lief ich dann meinen ersten 10km-Wettkampf in 1:10 Std. und auch hier war es wie beim ersten Lauf: Ich wollte mehr. Das Gefühl nach der Ziellinie, die Euphorie und das Glücksgefühl, das vermutlich keiner nachvollziehen kann, der noch nie gelaufen ist, das ist unbezahlbar. Im Juni 2015 bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen – nicht in meiner Wunschzeit, aber um einige Erfahrungen und Erkenntnisse reicher. Heute ist mein Motiv zu laufen, stets besser zu werden – Gewicht reduzieren ist in den Hintergrund gerückt. Natürlich trägt das regelmäßige Laufen aber auch dazu bei, viele Kalorien zu verbrennen, sodass man sich auch mal das eine oder andere gönnen kann, ohne gleich wieder auseinanderzugehen. Der sportliche Ehrgeiz steht aber definitiv im Vordergrund.

Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen und was ist momentan dein wöchentliches Pensum?
Mein nächstes Ziel ist der Halbmarathon im Oktober in Köln. Hier möchte ich natürlich eine bessere Zeit laufen als beim letzten Mal. Durch meinen Trainingsplan hat sich meine Grundlagenausdauer und damit auch mein Puls beim Training schon wesentlich verbessert, aber auch daran arbeite ich gerade weiter – genauso wie am Tempo. Ich laufe derzeit circa viermal die Woche, bestehend aus einer Bergeinheit, einem Intervall- oder Tempotraining und zwei langen Läufen am Wochenende. Ich versuche, zusätzlich noch einen Tag pro Woche Krafttraining einzubauen, aber ich bin ehrlich – das schaffe ich gerade nicht immer. Manchmal stehen einfach andere Dinge im Vordergrund und ich finde das auch in Ordnung.
Bergläufe sind fester Bestandteil meines Trainingsplans
Muss Training Spaß machen oder weh tun?

Ich finde Training sollte schon überwiegend Spaß machen, aber man muss sich auch quälen. Ein Beispiel ist das verhasste Intervalltraining – ja genau, wer findet das schon nicht zum Kotzen, aber im Wettkampf profitiert man davon! Meine Trainerin Babs hat außerdem die Angewohnheit, uns Berge hochzujagen und Bergintervalle absolvieren zu lassen. Auch hiervon konnte ich bei der nicht wenig anspruchsvollen Strecke beim Halbmarathon unheimlich profitieren. Während die, die kurz vorher noch dem 2:10-Pacemaker hinterhergerannt sind, den Berg hochgegangen sind, konnte ich relativ locker hochtraben. Deshalb muss ich für mich sagen: Die Mischung macht’s! Ich genieße die langsamen Dauerläufe am Wochenende und quäle mich dann aber auch ganz gerne mal beim Intervall- oder Tempotraining und schimpfe wie ein Rohrspatz, wenn wir zwei Stunden lang einen Berg querfeldein hochrennen.

Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke? 

Meine Lieblingslaufstrecke geht mehr oder weniger durchgehend am Wasser entlang – gerade Sonntagmorgens siehst du da nicht viele Läufer und kannst entspannt dein Ding machen. Allerdings wechsle ich auch die Strecken desöfteren, damit es nicht langweilig wird. Irgendwann kann man dann auch die Strecke auswendig und weiß okay, noch 20 min bis zum Ende – da sind unbekannte Strecken immer ganz nett – wie sagte schon Forrest Gump, „Das Leben ist wie eine Praline – man weiß nie, was man kriegt.“
Die Belohnung ist die Aussicht
Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast?

Na wie schon, als könnte ich die ganze Welt erobern!

Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?

Ja, dieser sogenannte Schweinehund. Den kenne ich auch gut! Natürlich würde ich oft auch lieber mit dem Arsch auf der Couch sitzen bleiben, ein Eis essen gehen oder mich mit Freunden verabreden. Das passiert vor allem, wenn der Arbeitstag lange war oder draußen gerade zu heiß oder auch kein allzu tolles Wetter ist.
Mein Trick ist es dann, einfach mal die Laufsachen überzuwerfen. Hat man die erstmal an, ist der Weg nach draußen auch nicht mehr so weit. Wenn ich so richtig gar keinen Bock habe, hilft mir aber mein Trainingsplan. Der ist so aufgebaut, dass ich unter der Woche zwei kürzere Einheiten (30/45 Minuten) zu absolvieren habe und Samstag/Sonntag dann längere Läufe, die man ausgeruht besser hinkriegt. Ich kann nur jedem raten, sich einen solchen Plan zuzulegen. Und selbst wenn es an einem Tag mal gar nicht geht, dann läuft man das Pensum eben am nächsten Tag – da muss man dann aber, sonst wird’s echt eng, das Soll zu erfüllen. Und ich schreibe meiner Trainerin nur ungerne, dass ich eine Einheit hab sausen lassen – das fühlt sich nämlich überhaupt nicht gut an. Apropos gut fühlen. Meistens denke ich daran, wie gut ich mich danach fühle. Und mein Partner sagt das auch und wenn wir richtig unmotiviert sind, dann ziehen wir uns gegenseitig hoch. Einen solchen „Lauf-Freund“ kann ich nur jedem empfehlen – und jetzt im Sommer fällt es vielleicht dem einen oder anderen leichter, ganz früh morgens aus dem Bett zu krabbeln und loszulaufen, als abends, wenn die Luft immer noch sehr heiß vom Tag ist. Ausprobieren lohnt sich!
Ohne Schweiß kein Preis - so siehts nunmal aus nach einem Intervall-Lauf!
Was würdest du Anfängern raten?

Also aufgrund der Erfahrungen, die ich gemacht habe, kann ich nur jedem raten, sich professionelle Hilfe bei einem Trainer oder in einer Laufgruppe zu holen oder zumindest einen professionellen Trainingsplan aus dem Netz runterzuladen. Inzwischen gibt es sogar Apps, die einen an das Laufen erinnern und genau anzeigen, welche Einheit zu absolvieren ist. Außerdem ist es wichtig, langsam anzufangen. Der Körper muss sich erst an die Belastung gewöhnen, also wirklich starten mit gehen – langsam laufen – gehen – langsam laufen usw. Irgendwann kommt man dann an den Punkt, an dem sich das langsame Laufen (Traben) besser anfühlt, als das zwischenzeitliche Gehen – das ist der Punkt an dem man das Gehen seinlassen kann und einfach langsam und gleichmäßig vor sich hintrabt.
Ein weiterer Punkt ist der Trainingspuls. Wer läuft, sollte das meiner Meinung nach mit einer Pulsuhr tun. Für den Anfang reicht ja ein einfaches Modell auch ohne GPS-Funktion. Im Internet gibt es Formeln, mit denen man seine individuellen Pulsbereiche ausrechnen kann. Über 70-75% der maximalen Herzfrequenz sollte das langsame vor sich hintraben nicht gehen, sonst übersäuert man schnell und kommt vielleicht wieder an den Punkt, an dem das Laufen keinen Spaß macht. Ich finde erst, wenn man circa eine Stunde am Stück laufen kann, kann man anfangen, sich Gedanken über die Steigerung der Geschwindigkeit machen – und auch da gilt: Puls im Auge behalten! Auch hier leistet dann ein professioneller Trainingsplan wichtige Hilfe. Ihr seht schon: Laufen braucht Geduld, aber das Geschenk, das man dafür bekommt, ist riesig! Man braucht nur Laufschuhe einzupacken und kann überall auf der Welt einfach loslaufen. Ich kann mir nichts tolleres auf der Welt vorstellen! 

Donnerstag, 2. Juli 2015

8 Fragen an... @Katitria

Ich frage mich, ob es anderen eigentlich genauso geht wie mir. Ob der Einstieg ins Laufen auch so beschwerlich war, ob sie es auch gehasst oder vielleicht sogar sofort geliebt haben. Wie motivieren sich andere? Was für Ziele haben sie? Und weil ich da ja lange rumrätseln könnte, habe ich einfach mal gefragt. Ich starte heute eine Reihe, die in unregelmäßigen Abständen andere Läufer zu Wort kommen lässt. Dabei sind viele Menschen, die mir mit ihren Geschichten in diesem wunderbaren Online-Paralleluniversum ans Herz gewachsen sind genauso wie Läufer, die ich auch im echten Leben kenne. Mittlerweile überschneidet sich das oft. 

Den Anfang macht Katrin von Katrin goes Triathlon - oder inzwischen "Trailathlon". Katrin ist Triathletin auf Abwegen: Sie rennt Berge rauf und runter, bei denen mir als Rheinländer ganz anders wird. Außerdem hat sie eine ganz tolle Spendenaktion am Start und ich freue mich, dass sie meine Interview-Reihe beginnt.
 
Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern? 
Der allererste Lauf war eine Katastrophe. Ich kam gefühlt 200 Meter weit und habe alle 10 Schritte eine Gehpause einlegen müssen. Dabei sah ich aus wie der sterbende Schwan und habe geschnauft wie eine 80-jährige mit Asthma. Eine halbe Stunde habe ich das ausgehalten. Der Muskelkater, den das mit sich brachte, war so immens, dass ich mich nachts nicht mehr alleine umdrehen konnte.
Mein erster Laufwettkampf war eine noch größere Katastrophe. Ich hätte mit meinem Blut unterschrieben, dass ich nie wieder laufe, hätte man mir ein Angebot gemacht.
Warum läufst du?  
Warum ist eigentlich eine gute Frage.
Ich habe es gehasst. Anfangs. Abgrundtief. Es tat weh, nicht mehr und nicht weniger. Aber für mein Ziel Triathlon gehörte es einfach dazu. Frei nach dem Motto: Muss er durch, der Lurch.
Irgendwann kam der Punkt (und das dauert wirklich lange) an dem ich nicht mehr darüber nachdenken musste, was ich da mache. Ich bin einfach gelaufen. Das ist der Punkt an dem man den Kopf frei bekommt und es anfängt Spaß zu machen.


Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen und was ist momentan dein wöchentliches Pensum? 
Das nächste Ziel ist der Karwendelmarsch im August. Der erste Ultramarathon.
52 km mit 2000 Höhenmetern. Das nächste große jedenfalls. Das nächste kleine ist der Halbmarathon in Ehrwald in 3 Wochen. Als Wiedergutmachung für den verpatzten Zugspitz Basetrail XL, den ich aufgeben musste.
Das wöchentliche Pensum schwankt. Liegt aber meist zwischen 50-80 Kilometern. Zu Fuß. Das Radeln kommt momentan ein bisschen zu kurz.
Muss Training Spaß machen oder weh tun?
Es gibt guten und schlechten Schmerz. Habe ich mir sagen lassen. Gutes Training geht mit ein wenig gutem Schmerz und Spaß einher.

Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke? 
Sie geht bergauf. Was im Umkehrschluss heißt, es geht auch wieder bergab.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast? 
In der Regel erst einmal schmerzerfüllt. Nach meiner ersten olympischen Distanz musste ich nämlich feststellen, dass nichts so weh tut wie Stehenbleiben. Natürlich nur im ersten Moment. Wenn man dann geduscht ist und verschnaufen kann, stellt sich ein wenig Stolz ein.
Viel schöner ist der Moment, in dem du unterwegs realisierst, dass du im Ziel ankommen wirst. Dass deine Kraft reicht und dein Training sich auszahlt.
Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen?
Es kommt durchaus vor, dass ich das gar nicht schaffe. Nicht oft, aber manchmal. Auch diese Tage müssen sein. Man muss auch mal schwach sein dürfen. Sonst verliert man vielleicht irgendwann den Spaß am Sport. Und das ist es nicht wert.
Sonst: Einfach nicht über den Schweinehund nachdenken. Schuhe anziehen und los. Je mehr man darüber nachdenkt, desto größer wird er. In dem Fall ist es also gar nicht so schwer: Einfach machen.
(Ein bisschen Disziplin gehört da natürlich dazu. Sonst hilft es, sich an das Gefühl zu erinnern, welches man hat, wenn man eine Einheit hat sausen lassen.)

Was würdest du Anfängern raten?
Hör auf dein Gefühl. Wechsel Laufen und Gehen zu Anfang ab. Der Rest kommt von allein.