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Donnerstag, 20. Juli 2017

Raceday No. 40 - Hamburg Wasser World Triathlon 2017

1 Kommentar :

Hamburg, Baby! Aller guten Dinge sind drei, oder? 2015 war ich spontan zum Zuschauen beim Triathlon in Hamburg und war sofort hin und weg. 2016 bin ich zum ersten Mal selbst in Hamburg gestartet. Dieses Jahr wollte ich eigentlich nur anfeuern, aber irgendwie kommt es ja immer anders als gedacht und so stehe ich 2017 wieder an der Startlinie. Wieder Sprint. Zu mehr wäre ich vermutlich auch gar nicht in der Lage. Eigentlich habe ich absolut rein gar keine Lust auf Triathlon. Nach den Erlebnissen bei der Tour de France letzte Woche bin ich komplett auf Radfahren gepolt. Schwimmen? Laufen? Ach komm. Geht mir weg damit.


Vor lauter Tour-Euphorie habe ich in den letzten Wochen erfolgreich verdrängt, dass mir da noch ein Triathlon-Start bevorsteht. Geschwommen und gelaufen bin ich zuletzt in Düsseldorf beim T3, ansonsten habe ich in den letzten Wochen entweder selbst auf dem Rad gesessen oder den Profis dabei zugeschaut. Der Blick in die Ergebnisliste aus dem Vorjahr stimmt mich auch nicht gerade positiv: Insgesamt 1:32 Stunden habe ich gebraucht. Schneller wird kaum möglich sein und schon gar nicht ohne Lauf- und Schwimmtraining in den letzten Wochen. Nun ja. Selbst Schuld. Das Gute daran: Kein Ziel, kein Druck. Ich erwarte nichts und weiß, dass Hamburg selbst einfach immer geil ist. Also will ich Spaß haben, auf dem Rad Gas geben und ansonsten gucken, was geht.

Weil ich so unglaublich schlecht mit Neo schwimme, möchte ich mir vor Ort die Entscheidung ersparen, mit oder ohne zu starten und lasse ihn deshalb einfach mal zuhause in Düsseldorf. Blöd nur, dass es am Samstagmorgen in Hamburg mit ungefähr 14° Luft- und 19° Wassertemperatur alles andere als sommerlich warm ist. Um kurz vor 8 Uhr morgens hüpfe ich in die Alster und bereue das sofort. Warum konnte ich nicht noch fünf Minuten draußen warten? Scheiß aufs Einschwimmen! Wenn das Wasser allerdings wärmer ist als die Luft, kommt nochmal rausklettern nicht wirklich in Frage. Also frieren und auf den Start warten. Scheiße, warum mache ich das nochmal? Achja, weil hier nur 500 Meter zu schwimmen sind und ich danach radeln darf.

Unglaublich einladend: Wer würde da nicht gern ins Wasser hüpfen?
Countdown, Startschuss, keine Schlägerei. Ich kraule, bis es zu anstrengend wird, bis der Kopf nicht mehr will und habe heute keine Lust, diesen Kampf auszufechten. Also Brustschwimmen, worin ich zwar auch langsam bin, aber nicht langsamer als beim Kraulen - also was solls. Ich behalte lieber den Überblick. Vor der Boje tummeln sich alle, eiern drum herum, weiter geht's. 500 Meter sind echt verdammt überschaubar. Das Wasser kommt mir sogar minimal klarer vor als beim letzten Mal. Schmecken tuts trotzdem nicht. Die Brücke, unter der wir durch müssen, kenne ich schon. Tatsächlich überhole ich auf den letzten Metern noch den einen oder anderen Kraulschwimmer (was zur Hölle?) und steige dann auf die Sekunde genau zur gleichen Zeit aus dem Wasser wie vor einem Jahr: nach 13:01 Minuten. Keine Glanzleistung, aber auf jeden Fall sollte mich fehlendes Schwimmtraining zukünftig nicht aus dem Konzept bringen. Vollkommen überbewertet!

Ein schöner Ort: der Schwimmausstieg
Der Weg zur Wechselzone ist lang. Sehr lang. Das ist Hamburg. Mich tröstet einzig und allein, dass alle diesen unendlich weiten Weg laufen müssen. Außerdem stehen Christian und Denise am Rand und machen Lärm. Mein Rad ist schnell gefunden, praktischerweise zeigt ein Abbiegerpfeil auf dem Boden direkt auf Bruno. Sehr zu meiner Freude sind trotz der langsamen Schwimmzeit noch ganz schön viele Räder in der Nähe - fein. Weil ich ein Handtuch vergessen habe, muss ich Socken (ja, Socken!) und Schuhe einfach so anziehen. Geht auch. Demnächst also keine Zeit mehr auf Abtrocknen verschwenden. Was so richtig nervt, ist der ellenlange Weg bis zur Radstrecke. Die Wechselzone ist schmal, Athleten auf dem Weg zum Laufen kommen uns entgegen, einige schieben noch ihr Rad, andere vor mir schieben in Richtung Ausgang, manche laufen, andere gehen. Überholen ist bei Gegenverkehr unmöglich. Was ist das hier, ein Sonntagsausflug oder ein Triathlon?


Die Frage stelle ich mir auf der Radstrecke erneut. Prinzipiell ist es ja schön, dass irgendwie jeder mal einen Triathlon ausprobiert. Nur wenn ich mit Hollandrad inklusive Kindersitz oder Stadtrad mit Körbchen (mit Jacke und Trinkflasche drin!) antrete, dann wäre das ungefähr so, als würde ich bei einem Volkslauf mit Flipflops starten und dann 10 km spazieren gehen. Kann man man alles machen. Aber dann bitte nicht auf einer einspurigen Straße nebeneinander, wenn andere von hinten überholen wollen. Nebeneinander übrigens nur deshalb, weil die Nachbarin ja die Utensilien aus dem Körbchen nach vorne reichen muss.

Während ich mich frage, ob ich lachen oder weinen soll, kommt mir noch etwas anderes Bedauerliches in den Sinn: die geänderte Radstrecke. Letztes Jahr war eine 22-Kilometer-Runde zu fahren. Heute sind es zwei 10-Kilometer-Runden. Abgesehen von meinem Rundenhass und mehr Kurven liegt der Nachteil vor allem in der Überfüllung der Strecke. Ich fahre fast kein Mal ein paar Meter alleine geradeaus, weil ich permanent mit überholen oder überholt werden beschäftigt bin. Das ist stressig. Die Streckenänderung ergibt für den Sonntag allerdings auf jeden Fall Sinn - in den letzten Jahren gab es so viel Ärger mit Scherben auf der Reeperbahn, dass sich die Starter der Olympischen Distanz wahrscheinlich freuen, nicht durch die Schlagermove-Überreste fahren zu müssen. Trotzdem sind auch hier drei 13-Kilometer-Runden arg überfüllt und es wird permanent absichtlich und unabsichtlich im Windschatten gelutscht. Nicht wirklich der Sinn der Sache.

Genug gemeckert, das Radfahren ist und bleibt die Lieblingsdisziplin und so halte ich rein, was geht. 20 Kilometer sind verdammt kurz und es ist mir scheißegal, wie der Lauf danach wird, ich will einfach eine gute Radzeit hinlegen. Letztes Jahr bin ich auf der schönen größeren Runde einen guten 32er Schnitt gefahren. Die Hälfte der ersten Runde liegt über 33 km/h und ich bin gespannt, ob ich das halten kann. Das wäre absurd, weil ich beim Kriterium letzte Woche genauso schnell war - zwar mit mehr Kurven, aber dafür auch mit Windschatten. Der Tunnel, die anschließende Brücke und die Wendepunkte machen mir einen Strich durch die Rechnung. Ich freue mich über für Hamburger Verhältnisse fast windstille Bedingungen und bin nach 36:38 Minuten wieder in der Wechselzone. Im Schnitt 32,6 km/h, das reicht für Platz 42 von 1136. Danke, Bruno!

Besonderer Dank geht übrigens auch an Niklas von Laufen Liebe Erdnussbutter, der zwei Tage lang als Streckenposten eingesetzt ist und mir einen kämpferischen Blick beim Radeln bescheinigt. Stellvertretend an dich für alle Helfer: Ihr seid spitze! Danke!

Wenn die Wechselzone während des Rennens mal so schön leer wäre wie morgens ...
Wie immer finde ich es blöd, dass ich das Rad schon abstellen muss und nun Laufen auf dem Plan steht. Aber nur fünf Kilometer. Ich bin ehrlich gespannt, wie die werden, weil mich ja beim T3 in Düsseldorf relativ schnell die Lust verlassen hat, mich irgendwie nennenswert anzustrengen. Als kleinen Motivationsschub nehme ich mit, dass aus meiner Startgruppe noch nicht allzu viele Räder wieder zurück sind. Einmal nicht auf der Laufstrecke wieder von allen eingesammelt zu werden, das wäre ja mal was!

Zum ersten Mal schaue ich auf die Uhr: 59 Minuten. Huch. Die 1:32 aus dem Vorjahr zu unterbieten, sollte eigentlich locker drin sein. Ach krass! Na dann mal los. Ich habe wirklich überhaupt keinen Plan für den Lauf. Irgendwas unter 30 Minuten wäre schon okay, mit 29 Minuten nochwas könnte ich leben. Weil es keine Kilometermarkierungen gibt und meine Uhr mir ja keine Pace anzeigt, bleibe ich relativ ahnunglos und laufe so, wie es eben geht.


Und es geht. Oder läuft. Die Beine sind gut, der Kopf ist bei der Sache und so laufe und laufe und laufe ich. Ohne fluchen, ohne irgendwas in Frage zu stellen. Was, da ist schon der Wendepunkt? Okay, für fünf Kilometer bei herbstlichen Temperaturen brauche ich jetzt echt kein Wasser. Auch kein Iso, das Ziel ist nah! Vorher geht es noch vorbei an ein paar Cheerleadern, "Umdrehen wäre jetzt auch blöd"-Sprüchen und dann die letzten Meter durch die Innenstadt. Hier sind auch früh morgens schon Zuschauer, die ordentlich Gas geben beim Klatschen und Anfeuern. Auch das ist Hamburg!


Auf der Zielgeraden nehme ich noch einmal die Beine in die Hand und laufe dann nach 1:26:54 über die Ziellinie. Yeah! Das hat Spaß gemacht! Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Ich bin anstelle von Denise gestartet. Uns verbindet eine besondere Triathlon-Geschichte und es war uns beiden wichtig, dass das irgendwie ein guter Tag wird. Das war er!
2. Überhaupt kein Stress. Kein Zeitziel, kein Druck, dafür eine Menge Leichtigkeit. Der Spaß kommt dabei von alleine, allerspätestens beim Blick aufs Ergebnis: 5 Minuten schneller als im Vorjahr liegt zum Teil an der kürzeren Radstrecke, aber auch am deutlich schnelleren Lauf. Wahnsinn, was so eine Scheiß-egal-Einstellung bewirkt!


In letzter Zeit muss ich sehr oft die Frage beantworten, was als nächstes kommt. Ich weiß es noch nicht ganz genau. Möglicherweise war das der letzte Triathlon für dieses Jahr - ich finde, Hamburg wäre ein schöner Abschluss. Im August komme ich nochmal her und starte beim Rad Race Battle und den Cyclassics. Im Oktober steht noch ein Halbmarathon auf dem Plan, ansonsten werde ich den Fokus aufs Radeln setzen - wie sollte es auch anders sein? Und das kann ich schon mal verraten: Es geht ein kleines bisschen weg von der Straße und rein ins Gelände. Ich bin selbst gespannt!

In Hamburg trägt man schicke Hüte.
Monster-Franzbrötchen. Danke für alles, Denise!

Montag, 10. Juli 2017

Raceday No. 39 - Rund um Bockum

Kommentare :
Spontane Scheißhausidee der Woche: Warum eigentlich nicht mal ein Kriterium fahren?
Problem 1: Ich finde Runden echt ätzend. Bei Läufen mit mehr als zwei Runden komme ich schon ins Grübeln, ob ich mir das antun will. Andererseits radele ich ja auch auf der Bahn im Kreis - möglicherweise verhält sich der Rundenhass umgekehrt proportional zur Spaßigkeit der Aktivität.
Problem 2: Wahrscheinlich starten da nur superschnelle Raketen, die mir nach 100 Metern weg fahren, so dass ich keine Gruppe finde und die ganze Zeit alleine im Wind bin.
Problem 3: Rundkurs bedeutet Kurven. Kann ich nicht gut. Bei Ausfahrten komme ich fast immer schlechter um die Kurven als der Rest, fahre viel zu vorsichtig rein und muss danach viel zu sehr antreten. Das kostet unnötig viel Kraft.


Wie immer hilft es mir, gut zu überlegen, was genau mir Sorgen bereitet und dann das Herz in die Hand zu nehmen und voraus zu werfen. Situation analysieren und dann einfach mal machen. Runden? Musste halt durch. Abreißen lassen müssen? Ein Hoch auf den Rundkurs! Die Gruppe kommt nochmal vorbei, dann kannste dich wieder dran hängen. Kurven? Lieber vorsichtig angehen als einen Sturz riskieren. Nach den Kurven kurz hart antreten und dann in die nächste rein rollen. Der Plan steht. Nicht ganz unschuldig an meiner Zuversicht ist A-Lizenzfahrer Nico, der erst geduldig sämtliche doofen Fragen beantwortet und mich dann sehr genau darauf einstellt, was mich erwartet: "Dein Puls wird die ganze Zeit wahnsinnig hoch sein, aber das ist das Geile daran." Aha. Ob ich das so geil finde, werden wir ja sehen.



Im Nullkommanichts ist Annette von den Radflamingos angefixt. Dass sie ein Radsportproblem hat, durfte ich beim Grand Départ hautnah miterleben, also soll sie bloß nicht auf die Idee kommen, mir ihre Teilnahme am Kriterium in die Schuhe zu schieben. Laut Auskunft des Veranstalters am Vortag sind mit mir zwei Frauen gemeldet, mit Annette somit drei. Immerhin.

Wir radeln gemütlich - sofern der Gegenwind das zulässt - nach Krefeld Bockum und rollen eine Runde um die Strecke. Die ist etwa einen Kilometer lang und netterweise fast dreieckig. Es gibt also nicht vier Kurven, sondern nur drei. Dreieinhalb von mir aus, wobei die erste (halbe) die beste ist, weil man nämlich einfach geradeaus durchbrettern kann. Die erste richtige Kurve geht auch klar, dann kommt eine Gerade voller Gegenwind mit vielen Anwohnern, die in ihren Vorgärten grillen. Ziemlich hübsche Atmosphäre! Mit der zweiten Kurve kann ich mich genauso wenig anfreunden wie mit der Schlaglochpiste danach. Die dritte Kurve ist wieder einfacher und führt auf die Start-/Zielgerade. Das Rennen hieß früher Rund um den Kreuzberg, was glücklicherweise nur ein Straßenname und keine Erhebung ist. Streckencheck: done. Kann losgehen.


40 Runden sind zu fahren. Ich habe keine Ahnung, wie viele übrig bleiben, wenn man überrundet wird. Wann man aus dem Rennen genommen wird oder nicht. Was gibt's hier überhaupt für Regeln? In der Startaufstellung sortiere ich mich mit Annette hinten außen ein, auch die dritte Frau ist in unserer Nähe. Ich schaue mich um, wer sonst noch hier steht, auf einmal gehts los und ich finde irgendein Hinterrad. Nico behält Recht. Auf den ersten fünf Runden liegt der Schnitt irgendwo um die 36, ich eiere durch die Kurven, sprinte fast auf den Geraden und atme, sobald ich wieder einen Platz im Windschatten erwischt habe.


Dieses Tempo werde ich unter gar keinen Umständen halten können. Schon witzig, wie anders sich das im Vergleich zum "normalen" Rennen anfühlt, wo man sich einfach an irgendeine Gruppe ransaugt und mitziehen lässt. Den beiden Fahrern vor mir scheint es ähnlich zu gehen. Sie fallen aus der größeren Gruppe raus und sind nur noch zu zweit unterwegs. Wir schließen uns zusammen und wechseln uns mit der Führungsarbeit ab - sehr zur Freude der Zuschauer, die die Jungs anfeuern, das könnten sie ja wohl nicht auf sich sitzen lassen, wenn ich gerade vorne bin. Wäre mir auch lieber, die ganze Zeit an irgendeinem Hinterrad zu kleben, aber in einer 3er Gruppe ist es ja nur fair, wenn jeder mal ran muss.


Leider verlieren wir einen Fahrer ziemlich früh, so dass wir nur noch zu zweit sind. Wir wechseln alle zwei Runden, was viel zu wenig ist - aber Zeit zum Denken bleibt im Rennen nicht wirklich. Zwei Kilometer habe ich also Zeit, einfach mit zu rollen, zu atmen und mich so gut zu erholen, wie es eben geht. Was sich so langsam entwickelt, ist Vertrauen in die Kurven. Es dauert ganze 18 Runden, bis ich bemerke, dass ich eigentlich überhaupt nicht bremsen muss. Nach einer weiteren Runde stelle ich fest, dass ich in zwei von drei Kurven auch einfach weiter treten kann. Na guck an. Die beiden Kilometer vorn sind jedes Mal aufs Neue bitter, vor allem die Gerade mit Gegenwind geht an die Substanz. Es hilft immerhin ein klein wenig, dass ein kleiner Junge an der Kurve zuvor mit "Schneller! Wie ein Propeller!" anfeuert. Ich hätte gerne einen Propeller.


Bei Kilometer 20 überlege ich, wie ich möglichst elegant aussteigen kann. Leider fällt mir kein guter Grund ein. "Zu anstrengend" zählt nicht. Also weiter. Meinem Windschattenspender geht es genauso, wir verkürzen auf Abwechseln nach jeder Runde. Die Erleichterung, wenn er nach hinten geht, ist ihm jede Runde stärker anzumerken. Mir vermutlich auch. Mit einem Kopf voller Adrenalin und Beinen voller Laktat versuche ich dann doch, taktische Überlegungen anzustellen. Was, wenn der Kollege sich jetzt auch noch zurück fallen lässt? Vor uns ist weit und breit keine Gruppe in Sicht. Wenn es zu zweit schon so hart ist, will ich nicht wissen, wie es sich alleine anfühlt. Also besser leicht verlangsamen, damit er definitiv dran bleibt? Täte mir wahrscheinlich auch gut.


Die Entscheidung nimmt mir eine Gruppe ab, die uns überholt - allerdings nicht so wahnsinnig schnell wie die Spitzengruppe, die uns mit schöner Regelmäßigkeit überrundet. Was ist das hier? Ein Gruppetto aus Optimisten, die das Ganze zu schnell angegangen und jetzt geplatzt sind? Ist mir egal, das Tempo sieht okay aus und ich will da jetzt ran. Alex, mit dem ich aus Düsseldorf hier her gerollt bin, ist auch dabei. Das tut mir leid, weil ich ihn viel weiter vorne vermutet hätte, andererseits freue ich mich über ein bekanntes Hinterrad. Die Freude erlischt, als ich bemerke, dass das Tempo in und nach den Kurven doch ein etwas anderes ist als in unserer fluffigen Zweiergruppe eben. Ein paar Runden beiße ich mich durch, aber bei Kilometer 25 ist Schluss. Ich muss abreißen lassen.

Allein auf weiter Flur. Gar nicht mal so geil.
Gut: 25 Kilometer musste ich nicht allein fahren. Zwar auch oft genug im Wind, aber immerhin abwechselnd. Schlecht: Jetzt bin ich allein. Anscheinend bekommen die Zuschauer so langsam Mitleid, denn sie feuern noch lauter an als eben. Die Gerade voller Wind nutze ich zum Trinken. Jemand ruft "Prost!", ich proste ihm mit der Flasche zu, die Stimmung am Streckenrand ist prima. Ich würde mich gern zu einer der Grillparties setzen, ein bisschen über Radsport fachsimpeln, ein kühles Bier trinken ... Stattdessen fahre ich, so gut es noch geht, langsamer natürlich als eben, aber irgendwie noch vorwärts, immer weiter. Dann kommt die Ansage für alle überrundeten Fahrer: noch zwei Runden. Scheiße ja, es ist gleich geschafft! Oh Kacke, ist es dann schon vorbei? Schwupps, nur noch eine Runde. Ich verabschiede mich von den besten Zuschauern ("Prost!"), hopse ein letztes Mal über die Schlagloch-Buckelpiste, um die letzte Kurve, über die Zielgerade. 30 Kilometer. Im Schnitt 33,3 km/h. Schnaps!


Ich weiß nicht, ob die ersten schnellen Kilometer schlimmer waren oder die letzten fünf allein. Erst mal klar kommen, atmen. Annette finden, Cola trinken. Am liebsten in rauen Mengen. Geil, wir haben das geschafft! Ohne Angst, ohne Sturz, irgendwie doch halbwegs solide. Wir finden es so lange witzig, dass wir bei unserem ersten Kriterium gleich aufs Podium gefahren sind, bis wir feststellen: Es gibt zwar eine Siegerehrung, aber nur für die Männer. Frauenwertung? Fehlanzeige. Wir marschieren zur Startnummernausgabe und fragen mal doof nach, ab wie vielen Teilnehmerinnen es denn eine eigene Wertung gibt. Die Antwort lautet: Gar nicht. Schließlich starten wir ja alle im gleichen Rennen. Die Empanzipation habe uns das wohl eingebrockt, Männer und Frauen seien beim Radsportteam Bockum so gleichgestellt, dass die Frauen halt einfach nur gewinnen müssten, wenn sie denn mal aufs Treppchen wollten. So einfach ist das. Auf meinen Einwand, dass beim Laufen, Triathlon und übrigens auch bei anderen Radrennen auch alle im gleichen Rennen sind und es trotzdem zwei Wertungen gibt, heißt es: Nö. Das kennen wir so nicht aus dem Rennsport. Achso.

Siegerehrung für Frauen? In Bockum bleibt das Podium leer.
Ich wünsche mir genau deshalb, dass sich mehr Mädels auch zu kleineren Rennen trauen. Präsenz zeigen, an den Start gehen, für mehr Konkurrenz sorgen, Leistung bringen. Und dass Vereine und Veranstalter nicht so tun, als seien keine Frauen am Start. Dass sie es nicht vollkommen normal finden, dass nur die Männer geehrt werden. War ja schließlich schon immer so. Ich wünsche mir, dass sie im Jahr 2017 ankommen, dass sie das Ignorieren von geschlechterspezifischen Unterschieden nicht mit Gleichstellung verwechseln und dass sie stattdessen Anerkennung zeigen. Spannend übrigens der oben verlinkte Wikipedia-Eintrag: Die einzige olympische Sportart, in der Männer und Frauen gegeneinander antreten, sind sämtliche Reitdisziplinen. Selbst in Präzisionssportarten wie Schießen gibt es getrennte Wertungen, obwohl hier Männer nicht mal einen körperlichen Vorteil haben. Sollte doch also auch im Radsport auf dem Dorf möglich sein, ein zeitgemäßes Bild abzugeben. Wir kommen wieder und sind gespannt aufs nächste Jahr!

Das muss er sein, dieser komplett-im-Eimer-aber-glücklich-Zustand.
Danke für die Fotos an Christian Siedler (der beim nächsten Mal ruhig auch mal starten könnte ;-)
Hier geht es übrigens zu Annettes Bericht, den ich allein schon wegen ihrer legendären Bildunterschriften empfehlen kann.
Bei Coffee & Chainrings habe ich in der Fietsenmiezen-Ecke übrigens auch noch ein paar Sätze zum Thema verloren.

Montag, 3. Juli 2017

Grand Départ: Tour de France in Düsseldorf

Kommentare :
Tour de France. In Düsseldorf. Grand Départ direkt vor meiner Haustür. Monatelange Vorfreude, die ersten Events als Vorboten der Tour - mein absolutes Highlight bisher der Streckentest der zweiten Etappe mit acht Profis, von denen sieben nun tatsächlich die Tour fahren. Mittlerweile: ein vor Pressemeldungen überquellendes E-Mail-Postfach und mehr Veranstaltungen, als in den Kalender passen. Alle Augen schauen nach Düsseldorf. Kritiker hinterfragen Kosten und Sinn. Zwei positive Dopingproben kurz vor der Tour sind das beschissenste Signal, das ich mir vorstellen kann. Senden wir ein anderes.


Muss das wirklich sein, Tour de France in Düsseldorf? Was für mich gerade sein muss: Der Versuch, diese wahnsinnige Woche mit Worten zu beschreiben. Denn neben allem offiziellen Geschissel sind es vor allem die Menschen, die die Tour zum Erlebnis machen. In den letzten Monaten habe ich durchs Radfahren unheimlich viele Leute kennengelernt: Mit den einen fahre ich jede Woche zusammen, mit anderen eher zu besonderen Anlässen. Einige sind mir zu schnell, trotzdem kennt man sich. Düsseldorf ist ein Dorf, das eine Radsportszene beherbergt, die ich als extrem vielfältig empfinde - für jeden ist was dabei, Rennrad, MTB, Fixed, gefühlt kennt trotz der Größe der Szene jeder jeden und bei den offenen Ausfahrten tauchen immer mehr Leute auf. Die Familie wächst. Und sie hat eingeladen. Zur Tour de France nach Düsseldorf.


Auf meinem Tourmaker-Ausweis steht "Presse-/Medienassistenz", dazu bekomme ich noch einen angebermäßigen Presseausweis. Meine Aufgabe: Stimmung einfangen, ein paar Bilder machen, Spaß haben. Wirklich! Und wie das so ist mit den Sachen, auf die man sich schon eine Ewigkeit lang freut, überrumpeln sie einen dann plötzlich. Zack, schon wieder Weihnachten. Zack, Grand Départ. Bims Bams. Plötzlich finden eine Milljausend Dinge gleichzeitig statt, alle klingen vielversprechend und aufregend, die Zeit rast und die Angst, nicht am richtigen Ort zu sein und etwas zu verpassen, verkompliziert die Planung. Ich würde mich am liebsten aufteilen.


Den ersten Hauch einer Ahnung, was für ein gigantischer Wanderzirkus die Tour ist, bekomme ich bei Diskussionen mit Händen und Füßen mit den französischen Ordnern rund ums Pressezentrum. Da geht's am Mittwoch gleich los mit der Eröffnung und der Kinderpressekonferenz. Marcel Kittel, André Greipel, Simon Geschke und Nikias Arndt beantworten geduldig und witzig die Fragen von rund 30 französischen und deutschen Kindern. Alles dabei von "Wie werde ich Radprofi?" über "Mit wem trainiert ihr gern zusammen?", "Was macht ihr in eurer Freizeit?" bis zu "Was esst ihr so bei der Tour?" Spannend zu sehen, wer PR-taugliche, druckreife Antworten gibt und wer sich schon mal ein wenig auf dem Stuhl windet und sich dann ein bisschen auf die Zunge beißt. André Greipel empfiehlt übrigens in Tee aufgelöste Gummibärchen, wenn das mal jemand ausprobiert hat, möge er bitte berichten!


Der neue heiße Scheiß: Social Rides. Bedeutet: Irgendwer lädt ein und alle kommen zum Radeln. Meistens organisiert von Fahrradläden, gerne in Kooperation mit Unternehmen, mit Testprodukten und Schnick und Schnack. Wer Rennräder, Schaltgruppen, Navis, Helme oder was auch immer ausprobieren will, hat die Qual der Wahl. Jeden Tag finden gefühlt drölf Rides statt und ich bin das Kind im Süßigkeitenladen. Am Mittwoch geht's für mich zur Schicken Mütze. Teile des Cannondale-Teams verstärken die heute mal an die 50 Fahrer starke Rookie-Runde und der spontane Geleitschutz der Polizei über sämtliche linksrheinischen roten Ampeln perfektioniert diese einmalige Sache. Im Anschluss wird gegrillt, zusammen gesessen, über Radsport gefachsimpelt. Das Herz hüpft ein bisschen. Und das schon am Mittwoch.


Donnerstag, Tag der Teampräsentation. Nachmittags gibt es eine TV-Probe zum Test der Abläufe, für die neun Statisten mit Fahrrädern gebraucht werden. Natürlich will ich mitmachen, wann hat man schon einmal die Gelegenheit, über die Bühne zu radeln? Während ich mir denke, dass ich da einfach lässig hoch fahre, kurz rumstehe, dann wieder runter rolle und deshalb mit der zur Stadtschlampe umfunktionierten Gabi anrücke, tauchen meine acht Teamkollegen fast alle in Trikots und mit vernünftigen Rennrädern auf. Okay. Peinlich zum zweiten: Rampe unterschätzen. Dicksten Gang drin lassen. Kurz vor Ende absteigen müssen. So viel zum Thema lässig auf die Bühne rollen! Beim zweiten Versuch auf dem kleinen Blatt geht dann alles gut. Schon schön da oben! Ich werd jetzt übrigens Radprofi.



Die Weltspitze ist zu Gast bei uns in Düsseldorf. Da trifft einer Nairo Quintana beim Bäcker, dem nächsten kommt Marcel Kittel auf der Radrunde entgegen. Als sei es das Normalste der Welt. Spätestens bei den Menschenmassen, die während der Teampräsentation ihre Helden feiern, dämmert mir so langsam, was die Tour bedeutet. Größtes Radrennen. Drittgrößtes Sportereignis der Welt. 3500 Kilometer in 21 Etappen. Wer hier mitfahren darf, wer von seinem Team nominiert wird, gehört zu den besten der Welt. Jeder träumt davon, ob aktueller oder Ex-Profi, und wer es schafft, dabei zu sein, ist ein Held, kann Radsportgeschichte schreiben. Da kann man schon mal etwas Gänsehaut kriegen.







Egal, wo man hingeht: Alle paar Meter stolpert man in irgendwen aus der Düsseldorfer Radsportgang hinein. Bei der Teampräsentation, auf dem Burgplatz, an den Kasematten, am Apolloplatz, natürlich am Fortunabüdchen. Aber auch der Rest der Stadt ist im Tourfieber. Während meine Social-Media-Teamkollegin Annette von den Radflamingos Peter Sagan vor dem Hotel auflauert, gurke ich am Freitagmorgen die Rennbahnstraße zur Bergwertung hoch. Ein Krankenwagen überholt mich, der Beifahrer lehnt sich aus dem Fenster und ruft: "So wird das aber nichts mit dem gelben Trikot!" Bis zur Rennbahn kriege ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Noch besser wirds nur auf dem Rückweg an einer Ampel, als eine ältere Dame - ebenfalls auf dem Rad - neben mir anhält und fragt, ob ich diese Tour de France auch mitfahre. Ich sage ihr, dass da leider nur Männer starten dürfen (was natürlich auch der einzige Grund ist, weshalb ich nicht teilnehme, ist ja klar). Sie: "Achso. Naja, Sie sehen so professionell aus." Alles klar.



Der restliche Freitag: Rapha Ride mit Canyon, Mieke Kröger und 70 anderen Leuten. Der helle Wahnsinn, dieses Mal ohne Polizei-Eskorte. Dann Mützenfest, Herzdings, viele tolle Menschen. Altstadt. Ich möchte nicht, dass die Tour startet, weil die letzten Tage so wunderbar waren, weil die Vorfreude so schön ist. Beim Start des Zeitfahrens am Samstag stehe ich vor der Countdown-Uhr am Burgplatz und bedauere, dass sie keine Sekunden anzeigt. Der Sprung auf Null ist so unspektakulär wie die Sportschau: "Achja der erste Fahrer ist schon auf der Strecke, wir berichten mal irgendein belangloses Zeug über unsere Moderatoren und dann geht's gleich auch richtig los." Achja danke!


Zeitfahren also. Im Regen. Ich wandere an der Strecke entlang und da ist sie wieder: Die Sorge, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Auf der Suche nach Fotomotiven achte ich nur aufs Drumherum und stelle nach einer Weile fest, dass ich noch keinen einzigen Radfahrer gesehen und nicht die leiseste Ahnung von den gefahrenen Zeiten oder einem Ranking habe. Also Stopp vor einer Leinwand. Die Fotos gelingen nicht so, wie ich möchte und daher kehre ich zur besten Ecke zurück, an der ich bisher vorbei gekommen bin, um endlich mal selbst etwas zu sehen: Der Cycling Club Düsseldorf belagert schon seit morgens um 10 die Fankurve in einer Brückenauffahrt. Perfekt!


Endlich bin ich nicht mehr alleine unterwegs, sondern stehe mit guten Leuten an einer guten Stelle. Annette gibt eine sagenhafte Ansagerin ab, man könnte sie ohne Probleme beim Boxen einsetzen. Zum Ansagen, nicht zum Boxen. Nehme ich an. Der letzte Teil der Startliste liest sich wie das Who-is-who des Radsports. Alle warten auf Tony Martin, den Weltmeister, den absoluten Favoriten. Bis er endlich kommt, feuern wir alle anderen Fahrer lautstark an und versuchen, die Belgier neben uns zu übertreffen - wird schwer. Sprechchöre, Klatschen, Geschrei, Jubel. Gänsehaut. Der absolute Wahnsinn. André Greipel ist dran. Die Gruppe von schräg gegenüber skandiert schon minutenlang "AN-DRE!". Wir antworten mit "GREI-PEL!" Es schaukelt sich hoch und explodiert, als er endlich vorbei kommt. Nicht weit dahinter, endlich, Tony Martin. Schon wieder läuft mir ein Schauer über den Rücken. Er könnte das packen heute, hier zuhause in Deutschland, beim Tourauftakt das Zeitfahren gewinnen und ins gelbe Trikot fahren. Wir wollen noch Marcel Kittel sehen ("MAR-CEL! KIT-TEL!"), schreien ihn durch die Kurve und sprinten dann zur nächsten Leinwand.



Fühlt sich an wie Elfmeterschießen beim WM-Finale. Eine Sekunde Vorsprung bei der Zwischenzeit für Tony Martin. Junge!! Hol dir das scheiß Ding! Mitten in unsere Euphorie platzt die Info, dass Alejandro Valverde nach seinem Sturz nicht weiter fahren kann, sondern die Tour für ihn schon am ersten Tag vorbei ist. Scheiße. So bitter. Mittlerweile ist Nairo Quintana auf der Strecke und wir fragen uns: Wie viel weiß er von Valverde? Ich hoffe, so wenig wie möglich. Man weiß es nicht. Tony Martin biegt auf die Zielgerade, die letzte Woche noch Triathlonstrecke war. Die letzten vier Kilometer führen nur noch flach geradeaus, keine Brücken mehr, keine Kurven. Wie weh das tun muss. Und es wird eng. Mit weit aufgerissenem Mund fliegt er über die letzten Kilometer, während wir uns vor der Leinwand abwechselnd die Seele aus dem Leib schreien und auf die Fingerkuppen beißen. Am Ende reicht es nicht.




Die Enttäuschung ist groß, aber gleichzeitig schaurig-schön. Scheiße, dass es mit dem Etappensieg zum Start nicht geklappt hat, aber was für ein wahnsinniges Gefühl, wie viele mitfiebern, wie die Emotionen hoch kochen. Das geht den 16 deutschen Fahrern offenbar genauso. Marcel Sieberg twittert: "Unglaublich!! Gestartet mit Gänsehaut und im Ziel mit tauben Ohren. Was für ein Auftakt. Danke an alle, die es möglich gemacht haben." Simon Geschke schreibt, er habe jede Sekunde auf dem Kurs genossen. Christian Knees berichtet von Gänsehaut während der gesamten Strecke. Wie schön ist das bitte, ein Teil davon sein zu dürfen?


Dass Deutschland Radsport kann, wird allerspätestens am Sonntag klar. Mit der zweiten Etappe geht es gefühlt so richtig los. Während das Einzelzeitfahren ein geschickter Zug zum Auftakt war, weil dabei auch nicht so radsportaffine Zuschauer mehrere Stunden lang die Gelegenheit zum Zuschauen hatten, fühlt sich die erste "richtige" Etappe noch mehr nach Tour an. Der neutralisierte Start gibt mir die Gelegenheit, das Peloton zunächst an zwei Stellen in der Stadt zu sehen.



Während die Strecke dann (wie schon beim Test im September, dem Race am Rhein) raus aus Düsseldorf und über Mettmann und Ratingen wieder zurück führt, radele ich über die Oberkasseler Brücke dorthin, wo ich das Stimmungsnest vermute: Leostraße. La Bici. Natürlich. Die Straße ist vollgestopft mit Fans, der Asphalt bemalt - genau so habe ich mir das vorgestellt!


Alle warten gespannt auf ihre Helden. Da sind so viele Gesichter, in die ich schaue und die alle sagen: Ja, das war eine gute Entscheidung, die Tour nach Deutschland, nach Düsseldorf zu holen. Wir empfangen euch mit offenen Armen. Wir haben Bock auf Radsport. Für die sowieso schon Radsportverrückten war diese Woche wie Geburtstag, Weihnachten, Heiraten, Kinderkriegen - alles zusammen, eine gigantische Party, für die man wahrscheinlich nur einmal im Leben ein Ticket bekommt. Ich bin aber sicher, dass es neben den Fahrrad-Ultras seit dem letztem Wochenende noch einige weitere gibt, die angefixt sind. Die auf Klappstühlen an der Strecke gesessen haben, Pavillons aufgebaut haben, Freunde auf den Balkon eingeladen haben. Achja, Wetter. Hatten wir auch, spielt aber echt keine Rolle. Wie schön das ist, wenn die Begeisterung einfach überschwappt.



So wehmütig ich bin, dass die Tour schon wieder weg ist, wo wir sie hier gerade so ins Herz geschlossen haben: Ich hoffe und wünsche mir, dass Düsseldorf viel davon mitnimmt. Danke an alle, die sich dafür eingesetzt haben, die das möglich gemacht haben. Diese Woche bleibt in Köpfen und Herzen. Danke!
Und: Für mich ist die Tour noch nicht ganz weg, denn ich reise ihr hinterher. Nächste Woche geht's los, mehr wird noch nicht verraten. Außer: Ich bräuchte da noch so ein gewisses T-Shirt ...

Fotos für diesen Artikel stammen von Christian Siedler, von Annette Feldmann und von mir.