Sonntag, 22. März 2015

Die Baustelle Schwimmen

Kommentare :
Der Blog erweckt mal wieder den Eindruck, ich würde nur laufen. Das stimmt nicht. Laufen ist im Moment nicht mehr ganz so eine Quälerei, ich bin zurzeit 2x, manchmal auch 3x die Woche zwischen 6 und 9 km unterwegs. Läuft. Gestern Morgen, Samstag, 8 Uhr, Nebel und Nieselregen. Ich hatte schlecht geschlafen und habe beschlossen: Nö. Laufen fällt aus. Das schlechte Gewissen war gar nicht so groß, weil ich weiß, dass ich die letzten Wochen ganz gut trainiert habe. Nächsten Sonntag ist der 10km-Lauf in meinem Park und den werde ich schon irgendwie ins Ziel bringen. Da ich noch nie einen 10er im Wettkampf gelaufen bin, habe ich auch keine Zeit, die zu unterbieten wäre. Über eine Stunde wird es auf jeden Fall, und ob da am Ende 1:10 oder 1:15 steht, ist mir im Moment relativ schnuppe. Ich will den Quatsch nur mal in einer Wettkampfsituation am Stück laufen und nicht zwischendurch an Ampeln oder für Fotos anhalten wie im Training. Ähm.

Radeln vernachlässige ich im Moment viel zu sehr, das Wetter schreit nicht wirklich danach Gabi auszufahren und die Spinningkurse sind zu so doofen Terminen, dass ich es nicht regelmäßig schaffe. Da gehts also erst mal wieder an die Grundlagen, sobald es etwas schöner ist.
Das Schöne am Schwimmbad nur für Vereine und Schulen: es ist so leer. Meistens.
Die Riesenbaustelle ist weiterhin das Schwimmen. Im Urlaub lief es so super, aber davon ist leider nicht mehr viel übrig. Zwei Wochen wegen einer dicken Erkältung nicht im Schwimmbad gewesen und schon habe ich das Gefühl, wieder von vorne anzufangen. Eine Bahn Kraul ist drin und danach glaube ich, bald zu ertrinken. Deshalb schwimme ich zurzeit eine Brust und eine Kraul abwechselnd und komme so auf 1000 Meter. Immerhin inzwischen 1000! Das sind 40 Bahnen. 40! Nicht sehr abwechslungsreich und ich verhuddele mich trotzdem ständig mit dem Mitzählen - man hat ja sonst nichts zu tun und könnte sich ganz wunderbar darauf konzentrieren, aber ich schmeiße das ständig durcheinander. War das jetzt Bahn 24? Oder 26? Vielleicht muss ich demnächst Papas V800 ausleihen.

Gestern war so ein Tag, an dem ich echt absolut keine Lust mehr hatte. Nach Bahn 30 habe ich deshalb beschlossen, den Spaß zu beenden und die letzten 10 Bahnen mit Flossen zurückzulegen. In Bauch- und Rückenlage, mit Arme und ohne Arme. Es ist einfach so schön, so schnell durchs Wasser zu pflügen! Nicht so schön ist es, wenn die Beine schwer sind, danach noch eine Dreiviertelstunde Wasserball auf dem Plan steht und man eigentlich schon vom Schwimmen hinüber ist - aber egal, die Bewegung dabei wird ja auch irgendwie die Kondition verbessern. Will ich ja wohl hoffen.
Die Sonne ruft laut: "Freibad!" aber bei 4° Außentemperatur ist man im Hallenbad wohl besser aufgehoben. Schade eigentlich.
Nicht nur das Radeln, auch das Krafttraining im Studio habe ich in den letzten Wochen schleifen lassen. Ich hatte mir ja einen extra Plan mit vielen Übungen fürs Schwimmen erstellen lassen. Und ich war der Meinung, das hätte auch geholfen und meine Arme seien im Wasser nicht mehr so schlapp. Blödeste Idee überhaupt: damit aufhören. Orrrr. Wie gesagt, schwimmen fühlt sich gerade wieder so an wie im Herbst. Alles für die Katz! Ich starte also wieder mit dem Krafttraining. Freitag gings los - ich fand die Übungen schwer, hatte aber keinen Muskelkater. Also nächstes Mal vorsichtig Gewichte erhöhen. Einmal die Woche schaffe ich es auf jeden Fall ins Fitnessstudio, eigentlich müsste ich zweimal unterbringen. Ob ich das möchte, verhandele ich gerade noch mit mir selbst...

Was die Schwimmerei betrifft, bin ich echt unsicher, was für die Kondition mehr bringt: Kraul und Brust auf jeder Bahn abwechseln und immer in Bewegung bleiben? Oder doch lieber ganz langsam Kraulen und nach jeder oder jeder zweiten Bahn eine kurze Pause einlegen? Wenn hierzu jemand Tipps loswerden möchte: immer her damit!

Kommentare :

  1. Den besten Tipp, den ich dir geben kann ist: dran bleiben. Egal was die Arme sagen. Ich verspreche dir, die werden immer und immer wieder jammern. Egal wie oft, wie schnell und wie lang du schwimmen gehst...

    Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, das Training abwechslungsreich zu gestalten. Ich gehe zwei bis drei Mal in der Woche zum Schwimmen. Ich wechsele immer zwischen Ausdauereinheiten und Kraft- bzw. Tempoeinheiten. Wobei diese Einheiten aber auch variieren. Mit Pausen oder Weiterschwimmen erreichst du immer etwas anderes. Ich persönlich lege Pause ein, wenn ich schnell schwimme, wenn ich Intervalle auf dem Plan. Durchschwimmen muss ich nur bei Ausdauereinheiten.

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    1. Ich finds irre, wie sehr man die Arme unterschätzt - ich bin früher wohl nie richtig geschwommen...

      Das Abwechseln Brust/Kraul bringt mir nichts, ich habe mich jetzt für den Weg mit den kurzen Pausen entschieden, lege die Zeit dafür genau fest und fahre damit ganz gut. So bin ich letztes Mal immerhin 2x4x50m + 2x50m gekrault = 500 m ;-) Jetzt gehts ans Pausen verkürzen (und Technikübungen nicht vernachlässigen).

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    2. Wir schwimmen ausschließlich ausgerichtet auf Technik und Intervalle. Die ersten 30min dienen der Verbesserung der Technik, danach wird geballert mit entsprechenden Pausen... Ausdauereinheiten schwimmen wir eigentlich nie, außer vielleicht mal im See...

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