Sonntag, 27. September 2015

Was soll das eigentlich mit der Lauferei?

Jetzt, wo mir das schon so viele andere Leute beantwortet haben, stelle ich mir auch selbst die Frage: wieso läufst du eigentlich? Hasst du das Laufen eigentlich noch? Wenn ja, wieso lässt du es nicht bleiben?


Das Thema kam auch beim Workshop mit Felix Klemme zur Sprache. Mit "ich hasse laufen" würde ich mir selbst etwas einreden, was gar nicht mehr stimmt. Und mich unter Druck setzen, denn ich "muss" es ja trotzdem machen. Ich sollte den Blog umbenennen.

Dazu habe ich mir Gedanken gemacht. Ich finde den Namen prima. Denn er drückt genau aus, wie es ist, wenn du mit dem Laufen anfängst: scheiße. Es ist anstrengend, nervt, tut vielleicht auch weh, du kommst kaum von der Stelle und bist sofort aus der Puste. Das ist doch blöd. Niemand kann mir erzählen, dass ihm das Laufen von ersten Minute an Spaß gemacht hat. Es sagt dir ja auch keiner, dass der Anfang so hart ist. Ich finde, das kann man ruhig mal hassen. So ist dann wenigstens gleich auch etwas Leidenschaft im Spiel. Und dass man etwas nicht mag, bedeutet ja nicht, dass man es nicht machen muss.


Stimmt es denn noch? Hasse ich das Laufen immer noch? Jein. Ich denke, mittlerweile ist es eine Art Hassliebe geworden. Wenn ich 10 km locker durch die Gegend trabe und mich das zwar anstrengt, es mir aber nicht schwer fällt, dann freue ich mich darüber. Das fühlt sich gut an. Weil ich noch sehr genau weiß, wie es sich am Anfang angefühlt hat und dass ich es NIE für möglich gehalten hätte, dass es leichter wird. Wirds aber. Nur halt nicht immer. Es gibt immer noch Läufe, die einfach scheiße laufen - und ich bin sicher, das geht jedem so. Läufe, bei denen ich langsamer bin als sonst, alles anstrengend finde und die Runde vielleicht sogar verkürzen muss. Wo ich mich über jede rote Ampel freue oder einfach so mal eine Gehpause einlege. In diesen Momenten hasse ich wieder. Ich fühle mich nicht fürs Laufen gemacht, ich möchte spazieren oder sehne mir ein Fahrrad herbei.

Aber ich laufe ja trotzdem. Überwiegen die schönen Läufe? Ja, vielleicht. Ich zähle nicht mit und wiege das nicht auf, denn das Laufen gehört mittlerweile einfach zu mir dazu. Es kribbelt mir in den Fingerspitzen (eigentlich müssten es die Füße sein, oder?), wenn es eine kleine Laufpause gab und dann auf einmal prima Laufwetter ist. Mir fehlen der Park, der Wald, der Rhein, die Enten, die Kaninchen, die Eichhörnchen, die Gänse, das Gras, der Schotter, die Tannen, das Laub auf dem Boden, die Sonne im Gesicht, wenn ich ein paar Tage nicht laufen war.

Ich war barfuß auf der Bahn: mal ein schönes anderes Gefühl.
Ich bin nicht ganz sicher, ob ich dabei geblieben und weiter gelaufen wäre, wenn ich nicht entdeckt hätte, dass Triathlon mir Spaß macht. Schwimmen und Radeln sind super, das Laufen gehört halt auch dazu. Trotzdem habe ich mir unabhängig davon auch Lauf-Ziele gesteckt: Anfang des Jahres bin ich bei meinen beiden ersten 10-km-Läufen gestartet. Am 8. November soll in Düsseldorf der Halbmarathon folgen. Ich hätte niemals gedacht, mich mal für sowas anzumelden - auch aktuell bin ich noch nicht wieder in der Form wie vor dem Triathlon und zweifle hin und wieder, ob das denn wohl so eine gute Idee war mit den 21 Kilometern. Die Läufe fallen mir im Moment schwer, auch wenn sie kurz und langsam sind. Im Hinterkopf weiß ich aber, dass das wieder besser wird, wenn der Fokus auf dem Laufen liegt - weniger radeln und weniger schwimmen sind dann zeitweise auch mal ok.

Ich habe heute den ganzen Morgen und Vormittag damit verbracht, beim Berlin-Marathon mitzufiebern. Den Start und die Zieleinläufe der Profis habe ich im Fernsehen bewundert. Ich habe Anna Hahners Gesicht gesehen, das auf den letzten Kilometern nicht mehr ihr schönes Strahlen gezeigt hat, sondern vor Anstrengung verzerrt war. Sie hat am Ende gewusst, dass sie ihr großes Ziel, die Qualifikation für Rio 2016, nicht erreichen würde. Sie ist weiter gerannt. Eine Reihe von Läufern, die ich entweder im echten Leben oder nur von Twitter kenne (oder beides), habe ich in den Ergebnislisten als Favoriten markiert und so im Liveticker ihre Splitzeiten verfolgt. Ich habs mitgefühlt, wenn einer aus der Liste etwas eingebrochen ist, der eine mehr, der andere weniger. Und ich habe mich aus der Ferne vor dem PC unheimlich mitgefreut, wenn jemand die Pace doch tatsächlich noch steigern konnte. Und im Hintergrund von all diesen Einzelheiten: über 40.000 Leute, die einen beschissenen Marathon laufen. Das ist doch krass.

Die Schafe auf der Düsseldorfer Brückenrunde sind relativ unbeeindruckt davon, ob es gerade gut läuft oder nicht. 
Dass ich da so mitfiebere, zeigt mir, dass die Sache mit dem Laufen so verkehrt nicht sein kann. Ich habe allergrößten Respekt vor allen Finishern, sei es beim Marathon oder beim 10er. Und genau deshalb will ich auch weiter Rennen laufen - jeder Wettkampf (auch wenn er nur gegen sich selbst ist, und das trifft auf die meisten von uns zu), gibt dir etwas, das du im Training nicht bekommen kannst. Die Atmosphäre ist anders, das Gefühl ist anders und am Ende hast du etwas geschafft, worauf du stolz sein kannst. Und wenn nicht, hast du auf jeden Fall was dazu gelernt. Ich bin niemand, der x-mal 10-km-Läufe läuft, um jedes Mal die Zeit zu verbessern. Ich möchte etwas Neues schaffen, was ich noch nie gemacht habe - der nächste logische Schritt ist deshalb jetzt der Halbmarathon. Und zumindest bei der Anmeldung habe ich mir ja zugetraut, das zu packen - in sechs Wochen zeige ich mir selbst, ob ich Recht damit hatte.

Nach dieser Logik müsste ich nach der halben als nächstes die komplette Distanz auf der To-Do-Liste haben. Habe ich nicht. Aber wir reden nach dem 8.11. weiter. Auch im Triathlon weiß ich, dass nächstes Jahr definitiv nicht die nächste Stufe ansteht - das wäre eine Mitteldistanz und das ist absurd. Ist in näherer Zukunft nicht drin und ich weiß auch nicht, ob das für mich überhaupt irgendwann mal in Frage kommt. Ich habe unheimlich Bock auf Hindernisläufe, auf nasse Schuhe, Matsch und Klettern - und das war ja damals der Grund, weshalb ich überhaupt mit dem Laufen angefangen habe.

Falls du dich also gerade fragst, ob dieses Laufen was für dich wäre, fang einfach an. Wer weiß, was sich daraus ergibt. Wenn du schon dabei bist und es wie bei mir gerade nicht so läuft - bleib dran. Ich verspreche, es wird wieder besser. Mit Hass und auch ohne. Ganz sicher!

Donnerstag, 24. September 2015

8 Fragen an... Mandy von Go Girl! Run!

Nach dem Triathlon-Trubel kann die Interview-Reihe endlich weitergehen. Als ich die Aktion gestartet und schon mal langsam überlegt habe, wer auf keinen Fall fehlen darf, stand Mandy von Go Girl! Run! sofort auf der Liste. Und sie macht mit, hurra! Kurze Zeit später haben wir uns in Hamburg beim ITU World Triathlon auch mal im richtigen Leben getroffen - ich habe selten eine auf der Stelle so sympathische Person kennengelernt. Wir haben gleich den ganzen Tag gequatscht, als würden wir uns schon ewig kennen. Lest unbedingt ihre Antworten, schaut mal bei ihrem E-Book vorbei und folgt ihr auf allen Kanälen, sofern noch nicht geschehen. Liebe Mandy, ich danke dir und hoffentlich bis bald! Los gehts:


Kannst du dich an deinen ersten Lauf erinnern?
Oh ja! An meinen ersten Lauf kann ich mich zu gut erinnern. Es war Ende März 2013. Bis dahin hatte ich schon etliche Male meinen „ersten Lauf“ hinter mir nach dem ich regelmäßig die Laufschuhe schnüren wollte. Doch dieses Mal war etwas anders: Ich hatte einen Trainingsplan und eine Freundin, die mich unterstützte und den Plan für mich zusammengestellt hatte. Er begann mit einem 1-Kilometer-Lauf. Ich hatte vorher bei Google Maps rausgesucht, wo ich genau lang laufen musste, um auf 1000 Meter zu kommen und ich hatte gelesen, dass ich entspannt laufen sollte. Entspannt war anders… Die ersten Meter war es okay, aber dann war es echt anstrengend rund zehn Minuten am Stück zu laufen. Natürlich verging die Zeit super fix und ich dachte: Okay, das war es jetzt? Aber ich wusste, dass ich mich langsam steigern sollte und so trat ich zwei Tage später wieder für einen Kilometer an und das Gefühl verbesserte sich. Gleich blieb, dass ich am Ende stolz war, vor die Tür gegangen zu sein!

Warum läufst du?
Als ich mit dem Laufen begann, war mein Hauptanliegen fitter zu werden. Ich wollte nicht mit Mitte 30 die ersten Wehwehchen haben. Zu der Zeit arbeitete ich in einer Werbeagentur, mehr als 40 Stunden die Woche vor dem Rechner, eingezwängt auf einem Bürostuhl. Bewegung war Mangelware, stattdessen hatte ich dauernd Rückenschmerzen. Ich radelte zwar regelmäßig zur Arbeit, aber das war einfach nicht genug. Mit der Zeit kamen weitere Ziele hinzu. Als ich für meinen ersten Halbmarathon trainierte, war klar, dass ein paar Kilos weniger hilfreich und auch gesünder sein würden. Mittlerweile ist Laufen aber auch Ausgleich und Entspannungsphase für mich. Da ich mich gerade in einer Aufbruchphase befinde und sich vieles in meinem Leben ändert, hilft mir Laufen die Balance zu halten. Über allem steht aber immer noch die Motivation, gesund und fit zu bleiben.

Mandy und ich beim Triathlon in Hamburg
Welches Ziel möchtest du als nächstes erreichen und was ist momentan dein wöchentliches Pensum?
Dieses Jahr steht bei mir ganz im Zeichen des Triathlons. Nachdem ich im letzten August meinen ersten Halbmarathon lief, ereilte mich ein kleines Läufertief. Im Winter verletzte ich mich, war lange krank. Der Wiedereinstieg war zäh. Und so brauchte ich eine neue Herausforderung, da ich mich nur schwerfällig wieder für Laufevents begeistern konnte. Triathlon schwirrte schon lange in meinem Kopf. Und so meldete ich mich für die Super-Sprintdistanz in einem kleinen Ort nahe Berlin an. Beim Kallinchen Triathlon startete ich Ende August über 300 Meter Schwimmen, 13,3 Kilometer Fahrradfahren und 3 Kilometer Laufen. Das hört sich erst mal gar nicht so viel an, aber mir war wichtig, ohne Probleme ins Ziel zu kommen. Herausforderung war es, dass ich Angst vorm Freigewässer hatte. Mein wöchentliches Trainingspensum sah daher so aus, dass ich einmal die Woche für 30 bis 60 Minuten zum Schwimmtraining gegangen bin, ein oder zwei Mal 60 Minuten intensiv Fahrrad gefahren bin und zwei Mal die Woche gelaufen bin. Oft habe ich Fahrrad und Laufen auch im Koppeltraining trainiert, d.h. direkt hintereinander wie es am Ende auch im Wettkampf abläuft. Und so war Mandys erster Triathlon.

Muss Training Spaß machen oder weh tun? 
Training sollte Spaß machen, tut es aber nicht immer. Keine Trainingseinheit gleicht der anderen. Es gibt Tage, da ist Sport kein Problem. An anderen möchtest Du gar nicht erst vor die Haustür. Solange es alles in allem Spaß macht, ist es gut. Merkst Du jedoch, dass Du Dich immer wieder zum Laufen zwingen musst, solltest Du mal nachdenken, ob es Sinn macht. Wehtun sollte Sport jedoch keineswegs. Klar, musst Du auch an Deine Grenzen gehen, um besser zu werden. Aber alles in allem bin ich der Meinung, geht’s nicht darum sich bis zum Erbrechen zu triezen.


Was ist das Schöne an deiner Lieblings-Laufstrecke? 
Mittlerweile habe ich gar keine richtige Lieblingslaufstrecke mehr, sondern viele. Ich liebe es neue Laufstrecken zu entdecken. Gerade, wenn ich auf Reisen bin oder zu Besuch in einer anderen Stadt, liebe ich es, die Gegend laufend zu entdecken. Am liebsten laufe ich in der Natur und genieße dort die Ruhe. Da ich mitten in Berlin wohne, ist das gar nicht so einfach. Daher versuche ich oft an der Rummelsburger Bucht und um die Halbinsel Alt-Stralau zu laufen, wenn nicht so viel los ist. Dort findet man zeitweise Ruhe zum Abschalten. Aber ich brauche auch Wasser um mich herum, das mich beruhigt. Das liegt mir als Ostseekind irgendwie im Blut.

Wie fühlst du dich, wenn du eine Ziellinie überquert hast? 
Mittlerweile ist mir die Ziellinie nicht mehr so wichtig. Letztes Jahr war das anders. Da bin ich von einem Ziel zum nächsten. Nichtsdestotrotz: Das Überqueren der Ziellinie ist die Belohnung aller Mühen. Für mich bedeutet ein Laufevent wochenlange Vorbereitung. Nur selten laufe ich so spontan mit, dass es keines Trainingsplans bedarf. Daher wartet am Ende immer der große Topf des Glücks, wenn ich es geschafft habe. Aber ich kenne auch Momente in denen ich enttäuscht war, weil ich beispielsweise die Leistung, die ich bringen wollte, nicht erreichen konnte. Einmal musste ich sogar ins Sanitäterzelt, weil ich mich einfach übernommen hatte. Das ist kein cooles Gefühl und war auch der Grund, warum ich dieses Jahr zeitweise auf Triathlon umgesattelt bin und auch weniger an Laufevents teilgenommen habe.

Weils so schön war: Nochmal zwei Honigkuchenpferde in Hamburg
Wie bringst du den Schweinehund zum Schweigen? 
Der ist mal mehr, mal weniger laut. Und ich kämpfe zu oft und ungerne mit ihm. Es gibt so ein paar kleine Tipps ihn auszutricksen. Um morgens zu laufen lege ich mir am Abend vorher die Sachen raus und programmiere meinen Kopf so, dass ich einfach aufstehe und nicht nachdenke, bevor ich loslaufe. Überhaupt ist morgens zu laufen super, damit man nicht den ganzen Tag den Gedanken ans „ich muss heute Abend noch laufen“ mit sich rumschleppt.

Was würdest du Anfängern raten? 
Mir ist vor allem wichtig, dass Menschen, die erst mit den Laufen beginnen, sich bewusst werden, warum sie Laufen möchten. Dieser Grund wird sie nämlich bei Wind und Wetter auf die Straße bringen und sie bei Laune halten. So war es bei mir. Ein weiterer Rat ist, dass sie das für sich tun sollen und Laufen auch als Quality Time mit sich selbst sehen sollten. Darüber schreiben Carina von TRAVEL RUN PLAY und ich auch in unserem ersten gemeinsamen E-Book GET READY TO RUN – Dein Guide zum erfolgreichen Laufeinstieg. Alles Infos dazu gibt’s auf der Website www.getreadytorun.de.

Dienstag, 15. September 2015

Raceday No. 6 - Ratingen Triathlon Kurzdistanz

Da ist er plötzlich, der Saisonhöhepunkt. Meine erste Kurzdistanz wollte ich unbedingt in Ratingen absolvieren, genau wie den ersten Triathlon überhaupt exakt ein Jahr zuvor. Heimspiel also. Angemeldet bin ich seit Februar, es liegt also ein gutes halbes Jahr Training hinter mir. Das lief nicht immer ganz optimal, so dass dann in den letzten Tagen vor dem Start auch die Zweifel immer größer werden: Wäre so eine überschaubare Volksdistanz nicht vielleicht besser gewesen? Musst du wirklich in einem Jahr den Umfang gleich verdoppeln? Kurzdistanz bedeutet: 1000 m schwimmen, 40 km radeln, 10 km laufen. Alles einzeln kein Problem. Aber das hilft dir ja nicht beim Triathlon.


Seit Tagen beobachte ich die Wettervorhersage, sie schwankt zwischen 65 und 85 % Regenwahrscheinlichkeit. Die Radstrecke ist mit 400 hm recht anspruchsvoll, es gibt drei 180° und mehrere 90° Kurven - ich fühle mich total unsicher bei nassen Straßen und möchte einfach nicht im Regen radeln. Samstagabend, Dauerregen. Nach drei Portionen Nudeln mit sehr leckerem roten Pesto liege ich im Bett und versuche, mir den Ablauf im Rennen zu visualisieren. Dabei schlafe ich mehrfach ein. Dann eben nicht. Nach dem Aufwachen geht die erste Frage an meine Schwester, die gerade vom Nachtdienst nach Hause gekommen ist: Regnet es noch? Oder ist es endlich trocken draußen? Ist es. Und das wird es auch bleiben, bis ich im Ziel bin - eine Sorge weniger.


Ich will drei Stunden vor dem Start frühstücken. Dieses Mal nicht nur mein erprobtes Marmeladentoast, sondern lieber etwas mehr. Oatmeal mit Früchten ist der Plan. Das Zubereiten macht noch Spaß, nach den ersten Bissen ist der Hunger dahin. Trotzdem rein damit. Ich bin früh fertig und weil ich nicht mehr zuhause auf heißen Kohlen sitzen will, fahre ich los. Ohne Probleme bekomme ich einen Parkplatz und einen Spind im Schwimmbad. Perfekt. Beim Rad-Check-in gibts eine kurze überflüssige Diskussion: "Du musst die Startnummer anziehen." - "Ich habe sie doch hier in der Hand." - "Nein, anziehen." - "Das Startnummernband ist irgendwo ganz unten in der Tasche, ich will bloß eben das Rad abstellen." - "Wenn du rein willst, muss die Nummer angezogen sein. So sind die Regeln." - "Ist das jetzt nicht ein bisschen kleinlich?" Schließlich darf ich rein, kann Bruno abstellen und auch noch das Chaos mit den Startzeiten klären. Im Heftchen aus dem Starterbeutel steht nämlich was ganz anderes als online, über beiden Listen steht aber "vorläufig". Prima. Immerhin hat sich an meiner Zeit nichts geändert.


Nachdem die Wechselzone eingerichtet ist, setze ich mich auf die Tribüne und starre auf das noch leere Schwimmbecken. So viel Zeit zum Sammeln ist dann aber doch nicht, denn schon bald sind die Starter der Sprintdistanz im Wasser. Nach und nach trudeln mein kleiner Fanclub und meine beiden Mit-Starterinnen Anja und Cathi ein. Auf einmal ist es Zeit, mich umzuziehen, dabei habe ich noch gar nicht allen richtig hallo gesagt. Leider verpasse ich den Start der NRW-Liga-Herren und dann gehts ganz schnell: eben noch den Polar-Sender unter den Trisuit friemeln und schon stehe ich in der Wettkampfbesprechung, mitten unter NRW-Liga-Damen und "normalen" Kurzdistanz-Damen. Was erzählt wird, ist soweit alles nicht neu, außer: "Es gibt auf der Radstecke einen Blitzer Tempo bei 70, der wurde letztes Jahr 4x ausgelöst. Wäre doch schön, wenn das dieses Mal auch eine Frau schafft!" Äh ja. Aber ganz bestimmt nicht ich!





Eine halbe Bahn hin und eine halbe zurück reicht mir völlig zum Einschwimmen. Die Arme sind nicht schwer, wie sonst so oft zu Beginn beim Schwimmen. Alles gut. Nur Kraulschwimmer auf der Bahn, das ist auch gut. Die Diskussion über Zielzeiten geht los und ich sortiere mich etwas zu weit hinten ein. Startschuss. Die Schwimmerin direkt vor mir überhole ich lieber mal gleich. Bei der nächsten bin ich unsicher und hänge mich lieber erst mal hinten dran. Die ersten sind schon über alle Berge, schnell wird die Lücke von uns beiden zum Rest immer größer. Ich habe die Wahl zwischen überholen und dann selber arbeiten oder einfach gemütlich hinten dran hängen und dafür ein bisschen langsamer sein, als ich eigentlich könnte.




Ich entscheide mich fürs Dranbleiben. Nach 500 m, also 10 Bahnen, reichts mir langsam - nicht von der Kraft oder Kondition her, aber das ist einfach stinklangweilig in diesem Schwimmbecken! Ich gebe mir größte Mühe, mich nicht zu verzählen. Deshalb geht in meinem Kopf jeweils eine Bahn lang eine Zahl vor: "Elf. Elf. Elf. Elf. Elf. Elf. Elf. Elf. Elf. Zwölf. Zwölf. Zwölf. Zwölf." Und so weiter. Bei 16 reichts mir und ich überhole endlich, und zwar rechts, weil die Dame vor mir das mit dem rechts halten irgendwie nicht so richtig gebacken kriegt. Die letzten vier Bahnen sind also schneller, aber natürlich auch anstrengender. Insgesamt komme ich aber sehr gut durch, kann die ganze Zeit locker kraulen und wechsele nur für 1-2 Züge ab und an auf Brust, wenn das Gesicht mal wieder zu nah an die Füße der Vorderfrau kommt.




Nach 26:42 min bin ich aus dem Wasser und hopse über die nasse Wiese zum Rad. Nasse Füße, überall Gras zwischen den Zehen, halbherzig abtrocknen, währendessen Helm anziehen, Socken an, Radschuhe an, Sonnenbrille auf und los gehts. Seit ich in Hamburg zugeschaut habe, weiß ich, was eine lange Wechselzone ist, aber die paar Meter hier reichen mir auch schon. Ich will radeln, nicht laufen!


Es sind vier 10-km-Runden zu fahren. Und ich weiß, dass die Strecke mit ihren Höhenmetern nicht ohne ist, deshalb will ich es langsam angehen. Trotzdem bekomme ich in der ersten Runde den Puls einfach nicht runter. Ich kann nicht 40 km bei 95 % HF fahren. Also mal ein bisschen rausnehmen jetzt. Auf einmal sind da Kopfschmerzen, von der ganz fiesen stechenden Sorte. Ich krieche den Anstieg nach Eggerscheidt zum höchsten Punkt der Strecke rauf. Nichts los hier! Einen Kommentator gibts aber trotzdem, er nennt meinen Namen und dass ich für Laufen gegen Leiden starte und: "Hier kommt das bisher schönste Fahrrad!" Beschwingt sause ich mit Bruno den Hügel wieder runter. In Runde zwei lösen die Kopfschmerzen sich zum Glück in Luft auf, dafür meldet sich auf einmal die rechte Schulter mit einem ebenfalls stechenden Schmerz. Bisher hatte ich noch nie irgendwelche Beschwerden an der Stelle, deshalb verstehe ich überhaupt nicht, was los ist. Ich versuche, den Lenker anders zu greifen, lasse die Schulter kreisen, drücke mit der anderen Hand darauf rum, nichts hilft. Bis zum Ende der vierten Runde fährt die stechende Schulter mit.



Auf der Strecke sind nur noch ein paar Sprint-Distanzler, die Liga-Herren, die Liga-Damen und die wenigen Kurzdistanz-Damen, die mit mir gestartet sind. Das bedeutet, ich werde permanent überholt. In was für einem Affenzahn vor allem die Herren an mir vorbei knallen, ist unglaublich. Ich weiß, das sollte mich nicht beeinflussen, aber wenn dich einer nach dem anderen überholt und du nicht einen einzigen einsammelst, ist das auf Dauer ein klein wenig frustrierend. Wo sind denn hier die Normalos? Schließlich ziehen die Regionalliga-Damen an mir vorbei, die eine halbe Stunde später gestartet sind. Danach kommen die "normalen" Kurzdistanz-Herren mit auf die Strecke und mit ihnen der einzige Radfahrer, den ich heute überholen werde. Er fährt ein gigantisches MTB und eiert im größten Gang bergauf.


Ich krieche die Berge auch rauf (nicht im größten Gang) und habe keine Lust mehr. Da kommt es gerade recht, dass Lena an mir vorbei düst und eindringlich "Treten, Maren!" ruft. Auch über Svenjas gute Zurufe freue ich mich und finde noch mal die eine oder andere Reserve. Trotzdem leide ich bergauf. Und bin bergab der glücklichste Mensch der Welt. Ist das schön! Wenn ich Cathi oder Anja sehe, winken wir uns kurz zu. Ab Runde drei beschweren sich dann so langsam die Beine. Und die Zehen sind schon lange taub. Außerdem ist mir kotzübel. Und zwar von der Sorte, dass ich drüber nachdenke, ob ich anhalten muss. Puh. Also wieder Tempo raus. Bergab nur noch rollen. Ich freue mich auf die letzte Runde. Das vierte Mal klettere ich den höchsten Anstieg rauf und der Sprecher attestiert mir, dass mein Rad noch immer das schönste sei. Haha! Vielen Dank!


Nach gut eineinhalb Stunden komme ich wieder an der Wechselzone an. Absteigen, schieben, gehen. Ich will mir hier bewusst keinen Stress machen, ich muss gleich noch genug laufen. Die Helfer beklatschen mich trotzdem. Rad abstellen, Helm ab, Radschuhe aus, Laufschuhe an, Gel rein - igitt, das schmeckt wie Apfelkorn! - mit Wasser nachspülen und los gehts. Die Radzeit mit beiden Wechseln ist 1:37:52, damit kann ich bei der Strecke mit den ganzen Wehwehchen und dem Trödeln beim zweiten Wechsel sehr gut leben.


Sehr einladend begrüßt mich die Helferin Steffi: "Herzlich Willkommen auf unserer Laufstrecke!" und weist mir den Weg. Diese Sache mit dem Heimspiel hat doch Vorteile. Den Lauf würde ich aber jetzt doch zu gern an irgendwen anders abgeben. Irgendwie müssen diese Füße jetzt auftauen. Ich habe mir vorgenommen, nicht 10 km zu laufen, sondern 4 x 2,5 km und jeweils am Getränkestand ein paar Meter zu gehen. Schon in der ersten Runde werfe ich den Plan über den Haufen und gehe vorher. Seitenstiche und ein Puls, der munter nach oben klettert, sind der Grund. Was zur Hölle. Ich weiß, wie sich die Beine anfühlen, wenn man nach dem Radeln läuft. Wie Pudding. In den Oberschenkeln. Nur ist da jetzt gar kein Pudding, sondern Waden und Schienbeine tun übertrieben weh. Vielleicht sind die Hügel Schuld. Svenja zieht vorbei und ruft: "Erste Kurzdistanz fast geschafft, Maren!" - ich muss noch mehr als 3 1/2 Runden laufen, aber was solls!


Ich muss auch noch was anderes: aufs Klo. Eigentlich schon seit dem Wechsel, aber die Toiletten im Schwimmbad sind am anderen Ende und Dixis habe ich keine gesehen. Das wird auch nicht besser. Ich liebäugele mit dem Gebüsch, finde aber keines, das sich eignet und kann mich danach sowieso nicht wieder alleine anziehen - mit halb offenem Trisuit durch die Gegend rennen wäre doch auch mal was. Während die Blase so vor sich hin drückt, meldet sich der rechte Knöchel. Boah, was soll denn der Mist? Eben die Schulter, jetzt der Knöchel? Der hatte auch noch nie was! Ich wechsele zwischen Gehen, Humpeln und Laufen. Obwohl ich so dringend muss, nehme ich mir am Getränkestand ein Wasser. Und wandere damit um die kleine Kurve neben dem Zieleinlauf. Hier gehts für mich auf die zweite Runde, während Lena gerade ins Ziel taumelt.


Wie Runde zwei und drei vorbei gehen, weiß ich nicht. Wenn Anja oder Cathi mir entgegen kommen, klatschen wir ab. Immer wieder sehe ich andere Leute am Streckenrand stehen, die mich anfeuern. Von einigen weiß ich, dass sie da sind, von anderen nicht. Und bestimmt übersehe ich auch irgendwen, denn diese Lauf-Geh-Nummer ist nicht allzu spaßig. Schließlich geht es für mich auf die letzte Runde, Cathi überholt mich, als ich gerade mit meinem Wasserbecher durch die Gegend spaziere und ruft: "Komm, wir laufen den Rest zusammen!" Ich will nicht. Ich will doch, laufe ihr nach und beschließe nach ein paar Metern, ich will doch nicht. Ich würde sie nur aufhalten, also sage ich ihr, sie soll alleine weiter laufen, ich muss langsamer machen. Der Abstand vergrößert sich nicht sonderlich, irgendwie bleibe ich doch dran, ein paar Kurven später dreht sie sich erstaunt um und wundert sich, dass ich noch da bin. Wir schaffen es sogar kurz, uns zu unterhalten, ich weiß nicht mehr worüber, ich glaube es hatte mit dem Radeln zu tun, vielleicht waren es auch die Hügel auf der Laufstrecke. Ich will jetzt extra nicht erzählen, was mir gerade alles weh tut und trabe so vor mich hin. Das ist die einzige Runde, die ich fast komplett laufe, aber kurz vor Ende nach einem doofen kleinen Hügel will ich dann doch nochmal eben Luft schnappen und lasse Cathi ziehen.

Es geht auf die Straße am Schwimmbad, bergauf, hier sind die meisten Zuschauer. Ich biege um die Kurve, laufe wieder und denke darüber nach, dass es gleich vorbei ist. Ich habe kein Mal ernsthaft ans Aufgeben gedacht, es war immer irgendwie klar, dass ichs ins Ziel komme. Nur wie, das wusste ich nicht so genau. Aber jetzt weiß ich es, in wenigen Metern bin ich da. 1:11:20 hat der Lauf gedauert - wenn ich überlege, wie viel ich gegangen bin, ist das gar nicht mal so übel.

Cathi, Anja, ich - mit euch beiden würde ich sofort nochmal starten! Ah, vielleicht doch nicht sofort. Nächstes Jahr ;-)
Nach 3:15:54 bin ich im Ziel und das erste was ich mache ist ganz kurz Anja drücken, weil sie ein paar Minuten vorher angekommen ist und noch im Zielbereich steht, und dann zum Klo gehen. Es gibt nichts, was ich jetzt dringender machen möchte, zum Glück ist keine Schlange mehr davor und jetzt bin ich endlich in jeder Hinsicht erleichtert. Geschafft!

Der Schmerz geht, der Stolz bleibt? Nach dem Finish überwiegt der Schmerz. So gut wie kein Körperteil hat heute nicht weh getan. Außer beim Schwimmen, da war die Welt noch in Ordnung. Nach dem Rennen habe ich echt doofe Rückenschmerzen, bei jedem Einatmen sticht es, als wäre da irgendetwas eingeklemmt. Ich will mich nicht bei der Dusche anstellen, sondern einfach nur nach Hause, in Ruhe duschen und dann eine Portion Pommes essen. Die kriege ich auch. Mit veganer Joppiesaus und Currywurst in der Pommeserei. Verdient!

Für all die Schinderei gabs übrigens eine Medaille aus Holz - letztes Jahr war die wunderschön und aus Metall und ich bekam sie für viel weniger Quälerei!
Fazit: eine Kurzdistanz ist nichts, was ich mal so aus dem Ärmel schütteln kann. Ich bin zufrieden, dass ich angekommen bin und ich finde die Zeiten okay. Beim Schwimmen wäre mehr drin gewesen, aber da habe ich es mir ja bewusst leicht gemacht. Der zweite Wechsel wäre auch schneller gegangen, aber was habe ich davon, wenn am Ende 3:13 statt 3:15 rauskommt? Eben. Ich habe mich unheimlich über den ganzen Support gefreut: Anja und Cathi, es war schön mit euch zu starten! Glückwunsch an euch beide zum Finish! Svenja und Lena, ihr beiden Liga-Mädchen, ihr seid echte Kracher. Ich habe so unendlich viel Respekt und ihr glaubt gar nicht, wie wertvoll eure Zurufe und das auch noch während eures eigenen Rennens waren. Der kleine aber feine Fanclub: meine Eltern, Sara, Cathrin und Kati - dankeschön, dass ihr extra gekommen seid, mitgefiebert habt, Fotos und Videos produziert und so lange ausgeharrt habt! Keine Sorge, im nächsten Jahr steigere ich die Distanz definitiv nicht. Ich werde im Gegenteil versuchen, die Zeit zu verkürzen ;-)

Sara, Cathrin, Kati + meine Eltern + alle anderen Supporter am Streckenrand: ihr habt mir immer wieder ein Lächeln ins angestrengte Gesicht gezaubert. Danke!
Der Ratingen-Triathlon war eine absolut runde Veranstaltung, bis auf die beiden Korinthenkacker beim Rad-Check-in habe ich nur super nette Helfer erlebt. Und außer dem Wirrwarr mit den Startzeiten (9.50 Uhr gabs online, im Heft aber nicht) ist an der Orga nichts auszusetzen, danke Georg, danke Triathlon Team Ratingen und danke ihr vielen, vielen Helfer! Ich bin stolz drauf, dass mein Heimatstädchen so ein großes Event beherbergt.

Fotocredits gehen an Hagen Schink und Raffael Herrmann. Dankeschön!

Samstag, 12. September 2015

#dieDurchstarter - Workshop mit Felix Klemme - Teil 3

Zwischen dem zweiten und dem dritten Workshop-Termin liegen einige Wochen. Anfang September treffen wir uns in netter kleiner Runde mit Felix Klemme ein letztes Mal - wegen Urlaub und Krankheit fallen einige Teilnehmer aus.


Es ist gefühlt der erste Herbsttag: ein bisschen grau und usselig, ich habe Jacke und Schal aus dem Schrank geholt und spaziere quer durch die Stadt zum Tagungsort, weil mein Rad (das olle Stadtrad) ja geklaut wurde. 


Schon beim Reinkommen fällt auf, bei wem sich was verändert hat - nicht unbedingt optisch, aber mit einem Haufen positiver Energie, die einfach spürbar ist. Ich bin gespannt, was sich dahinter verbirgt. Wir bilden kleine Gruppen und sollen uns gegenseitig von unseren Zielen, Erfolgen und Problemen in den letzten Wochen berichten. Wir verschwenden die ersten Minuten, um ein Farbschema für die Kärtchen zu entwickeln ("Ich will rote Probleme!" - "Erfolge müssen aber grün sein!"). Schließlich hat jeder was aufgeschrieben und stellt seine Entwicklung der letzten Wochen allen vor.


Interessanterweise sprechen wir dabei überhaupt nicht über Bewegung oder Ernährung: Alles dreht sich ums Natural Network. Den positivsten Wandel will ich Jürgen attestieren, der durch eine kleine berufliche Veränderung eine Sorge weniger hat - was man ihm absolut anmerkt. Mein Lieblingszitat von ihm: "Wenn da Kuchen da ist, ist da Kuchen da." und "Wenn ich über Gummibärchen stolpere - also, das passiert jetzt nicht soo oft - dann nehme ich die auch." Die Devise: nicht stressen lassen. Das klappt offensichtlich hervorragend.


Wir sprechen viel über Kommunikation, sowohl mit sich selbst als auch mit anderen. Wenn man nämlich A sagt, kann es sein, dass das Gegenüber trotzdem B versteht. Felix empfiehlt, gedanklich das Blitzdings von Men in Black zu benutzen - sich selbst also frei zu machen von Erfahrungen und dem Gesprächspartner neu zu begegnen. Ist einen Versuch wert!

Und dann gibt es da noch diesen Unterschied zwischen sagen und fühlen: Fühlen wir das, was wir behaupten? Oder fühlen wir eigentlich das eine und reden uns das andere ein? Wer sich dabei ertappt, sollte darauf hören, was wirklich los ist und versuchen, sagen und fühlen wieder in Einklang zu bringen.


Ein Thema, das viele von uns betrifft, ist die Sache mit der Perfektion. Wenn man immer 100 % geben will, wird man sein Leben lang Stress haben - weil wir einfach nicht in allen Bereichen jederzeit perfekt sein können. Wenn dieser Anspruch an sich selbst aber da ist und dann nicht erfüllt werden kann, entsteht Frustration - und die lässt uns zu Schokolade greifen. Oder Gummibärchen. Und so weiter. Ich dachte eigentlich, das sei schon lange bei mir angekommen - weil zurzeit Sport und Arbeit recht viel Energie brauchen, stelle ich die gesunde Esserei etwas zurück. Ich kann mich darauf nicht auch noch in dem Maße konzentrieren, in dem ich es gerne würde und finde das dann für einen gewissen Zeitraum auch ok, natürlich nicht für immer. Ob ich das wirklich so sehe oder ob hier wieder der Unterschied mit sagen und fühlen eine Rolle spielt, finde ich noch heraus - wenn die aktuell stressigen Phasen vorbei sind. Was mir laut Felix nämlich gerade fehlt, ist das hier:


Schließlich geht es um Entscheidungen. Wenn wir die einmal gefällt haben, nehmen wir die üblicherweise so an und erkennen nur schwer, dass eine falsch sein könnte. Die Entscheidung: "ich bin ein Stadtmensch" ist erst mal stärker als der Wunsch, aufs Land zu ziehen - schließlich haben wir es mal so beschlossen. Allen Wünschen steht auch immer eine Angst gegenüber, die vom Kopf her kommt und uns in Entscheidungen hemmt. Eine gute Anregung, um hier etwas nachzuforschen: Vielleicht steht dem einen oder anderen ja eine nicht erkannte falsche Entscheidung oder eine Angst im Weg.


Zuletzt noch die Empfehlung von Felix für alle, die abnehmen wollen (das erste Mal heute, dass wir über Ernährung und Bewegung sprechen): drei Workouts pro Woche, die Spaß machen und keinen Stress bedeuten. Und das seit meinen beiden letzten Berichten viel diskutierte Dinner Skipping 2x pro Woche. Nicht jeden Tag, na immerhin!

Nach drei Workshops, von denen vor allem der letzte sehr intensiv und persönlich war, haben wir alle Impulse mitgenommen und auch schon Veränderungen angestoßen. Felix wünscht uns für die Zukunft, dass wir zufrieden sind, unseren Gefühlen vertrauen und uns vor Ängsten nicht verschließen. Klingt wie ein Masterplan. Und noch eine Floskel: Mut wird immer belohnt. Mehr aufs Gefühl zu hören (und nicht aufs sagen) ist auch mein Ziel auf dem Weg zu mehr Leichtigkeit. Außerdem nehme ich ein paar ganz tolle Bekanntschaften mit, bei denen ich mich freue, auf dem Laufenden zu bleiben. Vielleicht schaffen wir ja nächstes Jahr die Reunion, mal sehen, wen wir dann noch wieder erkennen ;-) Hat Spaß gemacht mit euch! Vielen Dank an die AOK Rheinland/Hamburg und vor allem an Felix - wir haben nicht die gleiche Meinung, was Ernährung betrifft, aber ich habe trotzdem andere Anregungen bekommen, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Dankeschön!

Samstag, 5. September 2015

#dieDurchstarter - Workshop mit Felix Klemme - Teil 2

Ich bin im Workshop Bewegung und Ernährung bei Felix Klemme gelandet. #dieDurchstarter heißt die Aktion der AOK und meine Gedanken zum ersten Workshop-Tag könnt ihr hier nachlesen. Durchgestartet bin ich bisher nicht so recht - die Empfehlung, nur zwei Mal am Tag zu essen und dann auch noch weniger Kohlenhydrate, ist bei mir auf taube Ohren gestoßen. Trotzdem bequatschen wir beim zweiten Treffen erst mal, wie die letzten beiden Wochen so gelaufen sind. Das Frühstück haben viele umgesetzt, ich auch. Ob ich Porridge mit Obst esse oder Obst mit Nüssen, ist irgendwie egal, funktioniert beides. Also dann Obst mit Nüssen. Auch am Wochenende erscheint es mir mittlerweile wie eine total absurde Idee, Brötchen zu frühstücken. Sogar nur mit Obst habe ich es schon geschafft, bis zum Mittagessen satt zu bleiben - das ist aber bei mir nicht um 15 Uhr, sondern unter der Woche eher so gegen 13 Uhr. Schokolade scheint bei einigen immer noch ein Problem zu sein, genauso wie mein Abendessen. Ich sehe es nicht ein, abends zu hungern, vor allem nicht nach dem Training - das kanns doch nicht sein.


Wir reden noch einmal über Kohlenhydrate und Glykogenspeicher, Fett und Eiweiß. Weil wir von Kohlenhydraten keine großartige Menge speichern können, sondern überschüssige Anteile in Fett umgewandelt werden, sollten wir lieber gleich weniger davon essen. Das bedeutet für mich: abends kein Brot mehr schmieren. Felix revidiert seine Ansage mit den zwei Mahlzeiten am Tag ein kleines bisschen: drei sind auch noch besser als zehn. Ist irgendwie klar. Also ist abends essen jetzt doch wieder erlaubt, aber bitte kein Brot. Hm.

Vor Fructose müssen wir übrigens keine Angst haben, wir sollen so viel Obst essen, wie wir wollen - enthaltene Faser- und Ballaststoffe sorgen für eine natürliche Sättigung. Ich denke an diese Ladys auf Instagram, die tagelang nichts anderes als Bananen essen - ok, das könnte mir nicht passieren. Dafür enthält meine Müslischüssel morgens jetzt Obstsalat.

Einfach nur hier sitzen ist auch ganz schön.
Dann das Eiweiß-Thema. Als pflanzliche Eiweiß-Lieferanten stehen an der Tafel nur Nüsse und Samen. Ich ringe mit mir, ob ich diese Diskussion jetzt tatsächlich führen möchte und entscheide mich dann dafür: Soll das alles sein? Was ist mit Hülsenfrüchten? Die Antwort: Ja, die enthalten auch Eiweiß. Aha! Aber hier steht eben nur der Idealfall an der Tafel. Oh weia. Die Sache mit den Aminosäuren und der biologischen Wertigkeit ist hier erklärt - wie immer findet man wahrscheinlich Studien, die "hü" und andere, die "hott" sagen. In einer Liste mit Eiweißlieferanten Hülsenfrüchte einfach mal komplett zu unterschlagen und nur Fleisch, Fisch, Milch und Ei zu empfehlen - und Nüsse und Samen, versteht sich - ist einfach nicht vollständig. Es gibt inzwischen echt genug Beispiele für Sportler, die ohne tierisches Eiweiß auskommen - "Idealfall" hin oder her: Ausdauersportler wie der Ultramarathonläufer Scott Jurek genauso wie Kraftsportler wie Patrik Baboumian, stärkster Mann Deutschlands 2011 - um mal nur die bekanntesten zu nennen. Ich will keine Flugzeuge durch die Gegend ziehen und nicht mal einen Marathon laufen - ich bin ganz sicher, dass für mein bisschen Triathlon pflanzliches Eiweiß hervorragend ausreicht. Und für jeden anderen auch. Für mehr Hülsenfrüchte in Eiweiß-Listen!


Und wo wir schon bei Eiweiß sind, kommt auch Gluten auf den Tisch. Das kann nämlich auch bei Nicht-Glutenunverträglichen ein negative Wirkung haben: Wer zum Beispiel wenige Darmbakterien hat, macht Gluten den Weg in die Darmzellen frei. So ist das Immunsystem damit beschäftigt, das irrtümlich eingedrungene Gluten zu bekämpfen und provoziert Entzündungsreaktionen. Deshalb: Darmflora aufbauen, Übersäuerung vermeiden, durch Bewegung gesund halten und die Aufnahme von Gluten reduzieren. Bedeutet konkret: vor allem weniger Weizen essen.


Wir sprechen über Stress, und was bei mir hängen bleibt, ist: Du hast die Wahl, deine Sicht zu ändern. Du kannst vielleicht nicht jede Situation ändern, aber deine Einstellung dazu. "Um dich aus der Ruhe zu bringen, muss schon einiges passieren, oder?" Da liegt Felix ganz richtig. Klar stressen und belasten mich einige Dinge, aber das Grundrauschen ist bei mir nicht Hektik, sondern Ruhe. Und so kann ich ganz gut damit umgehen. Ich rege mich zum Beispiel furchtbar gern und leidenschaftlich über Autofahrer auf. Zwei Stunden am Tag sitze ich mindestens im Auto, und wenn du mich fragst: alle bekloppt. Besonders bei Regen. Oder alte Männer mit Hut. Oder Frauen. Ja, Frauen! Viele jedenfalls. Oder diese Volltrottel, die konstant 45 fahren, wenn 50 ist. Oder die auf der Autobahn nicht gucken, einfach mal blinken, dann doch noch eben gucken und doch nicht rausziehen. Oder die einfach mal gar nicht blinken und trotzdem rüberziehen. Alle bekloppt! Da kann ich mich drüber aufregen. Aber nur im Auto. Wenn ich aussteige, bin ich wieder die alte.

Es gibt ja auch diese Leute, die alles immer irgendwie schlimm finden. Das Wetter, die Jahreszeit, die Arbeit, das Fernsehprogramm, dieses oder jenes. Ich kann das nicht mehr hören. Ich meine, ich kann auch sehr gut über irgendwas meckern, zum Beispiel beim Laufen. Die Wade zwickt, das Knie tut weh, ganz schön anstrengend alles heute. Ich will dann aber kein Mitleid, sondern höchstens einen Arschtritt - irgendwie muss man sich ja bei Laune halten und am Ende bin ich trotzdem gelaufen. Solange die Grundeinstellung eine positive ist, kann man sich auch ruhig mal aufregen.


Nach dem Mittagessen, bei dem ich mir wieder das Gemüse zusammenklaube, gehts nach draußen. Yay, endlich Bewegung! Und weil Felix der Gründer vom Outdoorgym ist, erwartet uns natürlich ein Zirkeltraining im Park. Zirkel finde ich gar nicht so übel. Ich mache ja nur nie Krafttraining, also ist es für mich immer ziemlich anstrengend. Felix verteilt munter Hütchen, Seile und allen möglichen anderen Schnickschnack auf der Wiese und an Bäumen. Als er uns alle Stationen erklärt hat, kann ich mich schon längst nicht mehr daran erinnern, was bei der ersten zu tun ist.


Auf jeden Fall ist so einiges für uns zu tun. Weil manche Übungen für zwei Leute gedacht sind, bilden wir Teams. Ausdauer- und Kraft-Übungen wechseln sich ab, genauso wie Belastung und Pausen. Unglaublich, wie lang auf einmal ein paar Sekunden sein können, während man um Hütchen sprintet - und wie kurz, wenn man zur nächsten Station wechselt und einmal durchschnauft ...

Ich bleib einfach hier liegen!
Am Ende bin ich geschafft, aber zufrieden. Es hätte schlimmer sein können und ich weiß genau, dass mir einige Übungen letztes Jahr noch deutlich schwerer gefallen wären. Trotzdem ist natürlich noch ganz viel Luft nach oben. Outdoorgym würde ich gerne öfter einbauen, aber zurzeit passt es einfach weder in meinen Trainings- noch in den Finanzplan... Es ist ja auch nicht so, als würde ich mich zu wenig bewegen - mal abgesehen von den Stunden im Büro und im Auto. Ich könnte das Ganze nur noch etwas zielgerichteter angehen. Und dann ist da ja noch diese Baustelle mit den Kohlenhydraten. Wir werden sehen.




Wieder vielen Dank an Britta Montenbruck für einige der Fotos!
Hier gehts zu Teil 3.

Dienstag, 1. September 2015

#dieDurchstarter - Workshop mit Felix Klemme - Teil 1

Die AOK hat die Durchstarter-Wochen ausgerufen und drei Workshops verlost: mit einer Achtsamkeitstrainerin, einem Laufcoach und einem Ernährungs- und Bewegungsberater. Einen Laufkurs habe ich ja schon hinter mir, jetzt hat mich das Komplett-Programm gereizt - und so bin ich im Workshop Bewegung und Ernährung bei Felix Klemme gelandet. Felix ist Gründer vom Outdoor Gym und ist - zumindest wenn man hin und wieder RTL II einschaltet - bekannt durch die Sendung "Extrem schwer". Er ist Sportwissenschaftler und hat eine Ausbildung in Psychoneuroimmunologie. Hatte ich vorher auch noch nie gehört, bekommen wir aber im Laufe des Workshops noch öfter aufs Brot geschmiert. Wir sind nur 7 Teilnehmer und treffen uns für drei Samstage im Seminarraum eines Hotels in Düsseldorf. Die ersten beiden Termine liegen nur zwei Wochen auseinander, der dritte folgt einige Wochen später. Weil es doch etwas länger wird, als ich dachte, starte ich mal mit Teil 1:


Der erste Tag findet komplett im Seminarraum statt - Bewegung ist also gleich Null, Ernährung gibt es dafür in Theorie und auch Praxis beim Mittagessen. Der Workshop startet mit gegenseitigem Kennenlernen: Die Gruppe ist so klein, dass sogar ich es schaffe, mir alle Namen zu merken. Mütter sind hier, die in ihren stressigen Alltag gerne mehr Sport und weniger Schokolade integrieren würden. Eine Altenpflegerin, die gesund und fit bleiben möchte (und die ich leider auf dem Foto verdecke - entschuldige!). Ein Mann, den ich überhaupt nicht dick finde, der aber trotzdem schon sämtliche Diäten ausprobiert hat und von seiner Frau für den Workshop angemeldet wurde. Und eine jüngere Teilnehmerin ohne Kinder in einer ähnlichen Lebenssituation wie ich.

Ich bin hier, weil ich die Disziplin, die ich beim Sport habe, auch auf die Ernährung übertragen möchte. Felix kommentiert sofort: "Uuh Disziplin. Ein hässliches Wort." Hm. Durch das Pendeln bin ich bei einem 8-Stunden-Arbeitstag mindestens 11 Stunden unterwegs. Danach gehts meist zum Training und wenn ich abends um 9 oder 10 nach Hause komme, habe ich auch keine Lust mehr zu kochen. Dann gibts meist geschmierte Brote oder irgendwas, das schnell fertig ist. Sehr schnell. Morgens esse ich Porridge mit Früchten, mittags oft Salat - eigentlich alles kein Problem. Vegetarisch bin ich schon ewig und seit einer Weile mehr oder weniger vegan - ich glaube, es gibt viele Leute, die ungesünder essen als ich. Trotzdem. Die Baustelle ist das Abendessen. Das langfristige Ziel ist leichter zu laufen - denn alle Kilos, die unnötig mitgeschleppt werden wollen, sind nur zusätzlicher Ballast.

Wir sollen erst mal definieren, was Gesundheit bedeutet. Nicht krank sein. Das ist nicht genug: Wenn es nach Felix geht, muss das Zusammenspiel aus Bewegung, Ernährung und dem sogenannten Natural Network funktionieren. Das Natural Network versteht er als inneres und äußeres Netzwerk des Menschen: also sowohl unser Körperinneres wie Organe und das Immunsystem als auch unser Umfeld wie Familie, Freunde, Beruf. Hier ist das ganz gut erklärt (unten in der zweiten Navigation auf Natural Network). Es reicht also nicht, gesund zu essen und sich zu bewegen, wenn etwas anderes nicht stimmt. Auch wenn ich in den Achtsamkeitskurs gar nicht wollte - so ganz ohne kommen wir wohl doch nicht aus.


Und so wir schon bei Definitionen sind: Was ist eigentlich eine Mahlzeit? Für mich ist das etwas, das man morgens, mittags oder abends isst und das länger satt macht als ein Snack. Also kein Schokoriegel, sondern ein Müsli. Diese Sichtweise kann ich mir direkt wieder abschminken, denn: Alles ist eine Mahlzeit. Jedes Kaugummi und sogar jede Cola Light. Denn sobald wir etwas essen, kauen oder das Signal "süß" im Körper ankommt - egal ob durch Zucker oder Süßstoffe - wird Insulin ausgeschüttet. Essen wir viele Mahlzeiten am Tag, steigt und sinkt der Blutzuckerspiegel ständig - das sollen wir vermeiden. Insulin hemmt nämlich grob gesagt den Abbau von Fettgewebe. Felix empfiehlt uns daher zwei Mahlzeiten am Tag. ZWEI. Am besten Frühstück morgens um 10 und Mittagessen um 15 Uhr. Ende. Als dann noch der Vorschlag kommt, das Frühstück könne ja aus Obst mit Nüssen oder Öl bestehen, bin ich raus. What? Nur zwei Mal am Tag essen? Und einmal davon nur Obst?!

Ich bin ziemlich gut darin, nebenbei zu essen. Nüsse, Trockenfrüchte, Schokolade. Chips. Wahlweise auf der Arbeit oder auf der Couch. Kaugummi kauen. Wenn ich unterwegs bin, habe ich immer mindestens irgendeinen Frucht-Riegel dabei - es könnte ja sein, dass ich Hunger bekomme. Und das ist dann für alle Beteiligten wirklich nicht schön. Ich denke, das alles nebenbei könnte ich wohl aufhören (Vorräte würde ich trotzdem mit mir rumschleppen - sicher ist sicher!) - aber abends habe ich nun mal Hunger. Wenn ich nach der Arbeit zum Training fahre, esse ich auf dem Weg schon mal (mindestens) Mahlzeit Nummer drei: eine Banane, ein paar Feigen oder irgendetwas anderes, was nicht belastet und schnell Energie liefert. Direkt nach einer Trainingseinheit habe ich meistens gar keinen Hunger, sondern nur Durst - ziemlich genial im Sommer sind dann Wassermelone oder Kokoswasser. Und etwas später will ich dann was essen. Also was richtiges. Als ich die 100 km geradelt bin, wollte ich danach keinen Salat. Sondern eine verdammte Pizza. Ausnahmsweise mit Käse. Zum Glück radele ich nicht so oft 100 km.

Und nun?
Das ist eine wundervolle kleine Gruppe, die die AOK da zusammengestellt hat. Vielen Dank, dass ich dabei sein darf! Von Tag 1 nehme ich mit: Felix ist ein netter Kerl. Mit drastischen Einstellungen. ALLES ist eine Mahlzeit. Idealerweise gibt es davon am Tag nur zwei, also überleg dir gut, was und wann. Abends gibts nix. Auch nicht nach dem Training (Nachbrenneffekt).
Ich finde das alles erst mal ziemlich krass und verabschiede mich ein kleines bisschen früher, weil ich auf dem Open Source Festival verabredet bin. Ironie des Schicksals: nach dem Frühstück und dem etwas spartanischen veganen Teil des Hotel-Mittagessens gibts für mich kein Abendessen. Das Festival hat zwar sogar einen veganen Grillstand, allerdings ist die Schlange gefühlt jedes Mal, wenn ich dort vorbei komme, noch länger geworden. Ich hab keine Lust mich stundenlang anzustellen und nachher noch Death Cab For Cutie oder sonst wen zu verpassen - irgendwann bin ich so genervt, dass mir der Hunger vergangen ist. Die Sache mit den zwei Mahlzeiten am Tag hat also zum ersten Mal geklappt.

Danke für die Fotos an Britta Montenbruck!
Hier gehts zu Teil 2.