Samstag, 28. Februar 2015

Saison 2015 - das habe ich mir vorgenommen

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Ich habe mir da mal ein paar Gedanken gemacht. Direkt nach dem Finish der ersten Volksdistanz im letzten September habe ich ja irgendwoher gewusst, dass das nicht das letzte Mal war. Den Chip habe ich behalten, so dass ich dieses Jahr auf jeden Fall nochmal ran muss, auch wenn mir Zweifel kommen sollten. Mit der Saisonplanung habe ich mir trotzdem etwas Zeit gelassen. Ich habe in Ruhe wieder angefangen zu trainieren und dabei ein kleines Ziel schon aus Versehen erreicht: ich bin 10 Kilometer gelaufen. Beim Schwimmen habe ich bei Null angefangen und lerne das Kraulen nochmal neu. Trotzdem habe ich gemerkt, dass ich ein größeres Ziel brauche. Eines, dass mir ein bisschen Angst macht, auf das ich mich aber auch freuen kann.

Da waberten gleich mehrere Sachen durch meinen Kopf. Immer wieder. Könnte ich vielleicht...? Ich würde ja schon gerne...? Aber schaffe ich das denn? Vielleicht doch lieber...? Grübeln ist ja wie schaukeln, es geht immer vor und zurück, auf und ab. Ich bin jetzt am höchsten Punkt angekommen und springe von der Schaukel ab.

Ich möchte dieses Jahr eine Kurzdistanz finishen.

Und zwar in Ratingen, denn die Vorteile überwiegen hier den Nachteil der sehr hügeligen Radrunde, die dann gleich 4x zu bewältigen ist. Die Schwimmstrecke ist nur einen statt wie üblich 1,5 Kilometer lang. Es wird auf 50m-Bahnen im Freibad geschwommen. Der Termin liegt im September, bleibt sehr viel Zeit zum Training - insgesamt kommen 1 km Schwimmen, 40 km Rad und 10 km Laufen auf mich zu. Bestes Argument: hier bin ich zum ersten Mal an einen Triathlon-Start gegangen und freue mich schon auf das Heimspiel. Seit heute bin ich angemeldet!
Auf dem Weg dahin liegt noch ein Zwischenziel, dass mir fast genauso großen Respekt einflößt: Die Sprintdistanz beim T3 in Düsseldorf. 750 m Freiwasserschwimmen. Es ist ein großes Event, aber es ist in meiner Stadt. Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich mir das zutraue, weil ich mächtig Schiss vor dem Schwimmen im Hafenbecken habe. Ich überlege auch immer noch ein bisschen, deshalb bin ich noch nicht angemeldet. Aber fast. Außerdem ist die Radstrecke mit 18,7 km zwar ein bisschen kürzer, aber mit zwei schwierigen Kurven wohl auch nicht ganz einfach. Aber es wäre ja keine Herausforderung, wenn beim Gedanken daran nicht diese Vorfreude-Bauchschmerzen wären. Wie wird das? Kann ich das schaffen?

Das sind also die beiden großen Ziele, Düsseldorf am 28. Juni und Ratingen am 13. September. Ich möchte vorher noch eine nette, kleine Volksdistanz einbauen. Dafür habe ich mir den ELE Triathlon in Gladbeck am 4. Juni ausgeguckt. Leider ist die Anmeldung schief gelaufen und ich bin auf der Warteliste, obwohl ich eine ganz normale Bestätigungsmail bekommen habe und auch bereits bezahlt habe. Ob ich hier starten kann, weiß ich also noch nicht - schön blöd! Ich bin dabei!

Wer bis jetzt das Spielen im Schlamm vermisst (zur Erinnerung: ich hatte mit dem Laufen ja überhaupt erst angefangen, weil Tough Mudder mich reizt) - stimmt. Der NRW-Termin ist schon im Mai, utopisch bis dahin die 16-18km zu schaffen, selbst ohne Hindernisse. Auch Herbst hätte nicht so bombastisch in die Planung gepasst, von daher stelle ich diesen Spaß nochmal hinten an. Außerdem sprießen diese Schlamm-Hindernis-Geschichten ja zurzeit wie Pilze aus dem Boden und ich hatte auch kurz mit Mud Masters in Weeze geliebäugelt, aber irgendwie überzeugt mich das alles nicht. So viel Geld bezahlen, um nass und dreckig zu werden? Nicht jetzt.

Tja, und weil ich ja jetzt trotzdem bis Herbst weitere Strecken laufen muss, hab ich mich gleich mal für einen 10er angemeldet: TG81 Frühjahrslauf am 29. März. In Düsseldorf. Auf meiner Hausrunde, durch meinen Park. Wunderbar! Für den Sommer bräuchte ich dann auch nochmal einen 10km-Lauf, da habe ich mir aber noch nichts rausgesucht. Der Benrather Schlosslauf kollidiert leider ein bisschen mit Gladbeck. Mal sehen.

Überhaupt kollidiert so einiges miteinander. Die sportliche und die musikalische Terminplanung sind nicht so einfach unter einen Hut zu bekommen. Genau deshalb gibt es dieses Jahr für mich sehr wahrscheinlich auch kein Hurricane Festival. Das wunderbare Open Source Festival findet am Tag vor dem T3 statt, auch nicht gerade optimal, aber immerhin in Düsseldorf. Und da das Line-Up schon jetzt stärker ist als die letzten zwei Jahre zusammen, werde ich mir das nicht entgehen lassen (Death Cab For Cutie, Kakkmaddafakka, Honig). Meine Ambitionen bewegen sich genau wie ich weiter im Turtlerunner-Tempo und somit in der Kategorie: finishen und Spaß dabei haben. Ich sehe das genauso wie Katrin, die etwas Tolles zum Thema Herzblut geschrieben hat. Und genau deshalb will ich mir nicht allzu viel Stress machen, sondern vernünftig trainieren, trotzdem noch Zeit für andere schöne Dinge haben und darauf vertrauen, dass es schon irgendwie werden wird. Erinnert mich bitte daran, wenn ich vor dem ersten Freiwasserschwimmen einen Panikanfall kriege.

Der bisherige Plan in der Übersicht - mal sehen, was da noch zu kommt und was ich tatsächlich später abhaken kann:

29. März
TG81 Düsseldorf Frühjahrslauf 10 km

4. Juni
ELE Triathlon Gladbeck Volksdistanz

wahrscheinlich:
28. Juni
T3 Triathlon Düsseldorf Sprintdistanz

13. September
Stadtwerke Ratingen Triathlon Kurzdistanz

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