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Mittwoch, 26. November 2014
Spinningmarathon ist langweilig?
Ich fand Spinningmarathons immer bescheuert. Wenn so ein Event bei uns im Fitnessstudio stattgefunden hat und ich zufällig da war, weil ich arbeiten musste, habe ich mich immer gefragt, wie man es so lange auf einem verdammten stationären Rad aushalten kann. Wieso man so lange in der Halle hockt. Wieso man so ätzende Musik erträgt und stundenlang das gleiche macht. Naja. Am letzten Samstag bin ich meinen ersten Spinningmarathon gefahren. Fünf Stunden.
Warum? Keine Ahnung. Vielleicht, weil es das Event zu Ehren eines ganz tollen Trainers war, der uns verlässt. Vielleicht auch, weil ich es einfach mal wissen wollte. Fünf Stunden finde ich ziemlich lang. Ich bin vorher schon ein paar mal zwei hintereinander gefahren, aber mehr noch nie. Ich war mir sicher, wer zwei schafft, schafft auch drei. Und dann mal sehen. Ich hab mir also vorher nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht, ob ich die fünf Stunden schaffe oder nicht - ich hatte einfach gar keine Ahnung, wie mein Körper reagieren würde. Am Tag selbst war mir dann aus irgendeinem Grund klar, dass ich das jetzt mache. DNF is no option und so.
Stunde 1: Easy. Sehr lockeres Intervall, super zum Reinkommen und auf keinen Fall zu anstrengend. Trotzdem auch nicht langweilig!
Stunde 2: Unter dem Motto "Zick Zack" und im Team Teach. Ich weiß nicht mehr genau, was wir gefahren sind, war auf jeden Fall deutlich härter als der Anfang, aber hat Spaß gemacht. Danach erst mal T-Shirt und Handtuch wechseln und zum ersten Mal was essen: zwei Stücke Banane und einen Rohkost-Riegel.
Stunde 3: Wieder ein Intervall, ein bisschen härter als das erste. Die größte Herausforderung war hier aber eindeutig mental: Bei Opernarien möchte ich im Normalfall eigentlich nur weglaufen. Oder die Lautstärke runter drehen. Oder aus machen. Oder schreiend im Kreis laufen. Jetzt musste ich auf dem Rad strampeln und mich ziemlich zusammenreißen. Eine Pipipause habe ich mir gegönnt, auch als Erholung für die Ohren. Nach der Hälfte der Stunde haben die Beine etwas rumgemoppert, aber gut.
Stunde 4: Ein Höllenritt auf dem Hexenbesen. War super und hat Spaß gemacht! Ich habe so gelacht und auf einmal waren die schmerzenden Beine vergessen. Die Stunde war anstrengend und toll, keine Ahnung, was wir genau gefahren sind. Eigentlich sind wir auch nicht geradelt, sondern um den Blocksberg herumgeflogen und ich kann mich nur an einige Runnings erinnern, die ich eigentlich gar nicht mag, die aber ganz gut waren. Irgendwann ist halt auch alles egal.
Stunde 5: Nach Stunde 4 war klar, dass die letzte jetzt auch noch irgendwie rum geht. Nochmal T-Shirt wechseln, zweiten Riegel halb essen und noch etwas Banane. Besser wars, denn die Stunde hatte es in sich. Wie ein Best-Of der schönsten Stunden mit dem verabschiedeten Trainer. Schon ziemlich zu Beginn kam ein Song, den ich definitiv als Finale vermutet hätte - das motiviert auch nach mehr als 4 Stunden nochmal! Das Ganze war eigentlich eine Stunde voller Zugaben - zu einem Zeitpunkt, als dem Körper schon alles egal war: Fahr du mal. Ich mach das schon.
Geschafft. War gar nicht so schlimm! Als Belohnung gabs zwei große Portionen Nudeln mit Tomatensauce und zwei Stunden Beine hochlegen. Und dann noch eine kleine Schwimmeinheit... Dafür war Sonntag Ruhetag. Der erwartete Muskelkater blieb aus - die Beine waren ein bisschen schwer, aber das wars. Ich habe von 10 bis 15 Uhr auf dem Spinningbike gehockt und irgendwie fünf Stunden Belastung überstanden - unterbrochen jeweils zwischen den Stunden durch Pipipausen und Trinkflaschen auffüllen. Die richtige Balance zwischen trinken und schwitzen ist offenbar ein schmaler Grat...
Danke Cathrin, Sabrina, Gudula, Anita und Carsten! Hat irgendwie doch Spaß gemacht!
Warum? Keine Ahnung. Vielleicht, weil es das Event zu Ehren eines ganz tollen Trainers war, der uns verlässt. Vielleicht auch, weil ich es einfach mal wissen wollte. Fünf Stunden finde ich ziemlich lang. Ich bin vorher schon ein paar mal zwei hintereinander gefahren, aber mehr noch nie. Ich war mir sicher, wer zwei schafft, schafft auch drei. Und dann mal sehen. Ich hab mir also vorher nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht, ob ich die fünf Stunden schaffe oder nicht - ich hatte einfach gar keine Ahnung, wie mein Körper reagieren würde. Am Tag selbst war mir dann aus irgendeinem Grund klar, dass ich das jetzt mache. DNF is no option und so.
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| Klein, aber fein. |
Stunde 2: Unter dem Motto "Zick Zack" und im Team Teach. Ich weiß nicht mehr genau, was wir gefahren sind, war auf jeden Fall deutlich härter als der Anfang, aber hat Spaß gemacht. Danach erst mal T-Shirt und Handtuch wechseln und zum ersten Mal was essen: zwei Stücke Banane und einen Rohkost-Riegel.
Stunde 3: Wieder ein Intervall, ein bisschen härter als das erste. Die größte Herausforderung war hier aber eindeutig mental: Bei Opernarien möchte ich im Normalfall eigentlich nur weglaufen. Oder die Lautstärke runter drehen. Oder aus machen. Oder schreiend im Kreis laufen. Jetzt musste ich auf dem Rad strampeln und mich ziemlich zusammenreißen. Eine Pipipause habe ich mir gegönnt, auch als Erholung für die Ohren. Nach der Hälfte der Stunde haben die Beine etwas rumgemoppert, aber gut.
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| Zwei verrückte Hexen. |
Stunde 5: Nach Stunde 4 war klar, dass die letzte jetzt auch noch irgendwie rum geht. Nochmal T-Shirt wechseln, zweiten Riegel halb essen und noch etwas Banane. Besser wars, denn die Stunde hatte es in sich. Wie ein Best-Of der schönsten Stunden mit dem verabschiedeten Trainer. Schon ziemlich zu Beginn kam ein Song, den ich definitiv als Finale vermutet hätte - das motiviert auch nach mehr als 4 Stunden nochmal! Das Ganze war eigentlich eine Stunde voller Zugaben - zu einem Zeitpunkt, als dem Körper schon alles egal war: Fahr du mal. Ich mach das schon.
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| Zahlen, die ich nicht so oft auf der Uhr stehen habe. |
Danke Cathrin, Sabrina, Gudula, Anita und Carsten! Hat irgendwie doch Spaß gemacht!
Mittwoch, 27. August 2014
Gabi die Bergziege
Nun also der Rest der letzten Woche, wird Zeit, endlich mal wieder auf den aktuellen Stand zu kommen!
Schwimmen
Samstag war ich den ganzen Tag im Fitness-Studio - ihr ahnt es schon - natürlich zum Arbeiten. Leider hat das Wasserballtraining noch immer Sommerpause, deshalb bin ich abends einfach so ins Schwimmbad gefahren. Mit Null Bock, denn das Wetter war so mittel und Eintritt zahlen nervt auch. Das Gute am Allwetterbad: Es hat auch ein Becken drinnen. Das schlechte: Es hat auch ein Becken drinnen. Und das geht gar nicht. Es ist immer voll, auf der "Sportbahn" dümpelt eine Omi neben der anderen und plötzlich geht ein Aquafitness-Kurs mitten im Becken los, ohne dass man es hätte ahnen und flüchten können. Also bin ich trotz eher herbstlichen Temperaturen lieber nach draußen gestiefelt - nicht ohne den Gedanken im Hinterkopf, dass es am 14. September mit etwas Pech noch kälter sein könnte. Und siehe da: Ich hatte das Becken komplett für mich allein. Auf einmal kam sogar die Sonne nochmal raus, als wollte sie mir das Ganze noch etwas angenehmer machen. Hach!
Das Wasser war frisch, aber nicht zu kalt. Ich aber scheinbar schon, denn ich war grandios langsam. Für die 500 Meter hab ich tatsächlich an die 13 Minuten gebraucht. Ich glaube letztes Mal ohne Pulsuhr (nur grob mit Minutenzeiger) etwas um die 10 Minuten gemessen zu haben. Das kann doch nicht sein? Na gut, 13 Minuten sind immer noch weit unter der 20-Minuten-Grenze, allerdings waren das hier schöne kurze 25er-Bahnen und die hatte ich wie gesagt ganz für mich allein. Vielleicht hab ich mich auch bei den Bahnen verzählt, schön wärs!
Das Brust-Schwimmen funktioniert ansonsten soweit wunderbar, nichts zieht oder tut weh, aber besonders flott bin ich damit eben nicht. Im Anschluss bin ich zwei Bahnen gekrault - ja, es geht noch und ja, das schnelle Vorwärtskommen macht irgendwie Spaß. Aber eben nur bis zum nächsten Beckenrand, denn dann ist Schluss. Kondition, wo bist du? Ich hab nochmal alles mögliche über die Theorie beim Kraulschwimmen gelesen: Beinschlag, Armzug, Wasserlage, Atmung... Und das ist auf jeden Fall die nächste Baustelle. Ich werde das nicht in den nächsten 2 1/2 Wochen (what?!) so gut drauf haben, dass ich mich trauen würde, das im Wettkampf zu testen. Bis dahin heißt es: schneller Brustschwimmen und ab Mitte September Kraulen üben. Üben, üben, üben. Rückenkraul kann ich übrigens ganz gut. Aber hilft ja nichts.
Rennradeln + Laufen
Sonntagmorgen, Sonnenschein, freie Straßen. Nur Gabi und ich. Anstrengend, aber toll! Dieses Mal habe ich die Runde andersrum begonnen, damit ich auch mal den Rückweg der Triathlon-Strecke kennenlerne. Und siehe da: andersrum ist sehr gut! Der Berg ist viel kürzer und weniger hart als auf dem Hinweg, die Abfahrt danach umso länger (logisch, irgendwie). Was mich auch sehr beruhigt, ist das Ende der Strecke: Während der Start am Schwimmbad extrem nervt und eine Gerade ewig lange gaaaanz langsam steigt, ist das gleiche auf dem Rückweg sehr angenehm. Super zum Rollen lassen und aufs anschließende Laufen einstellen, behaupte ich einfach mal.
Was mir allerdings ziemliche Sorgen bereitet, ist der letzte und steilste Anstieg auf dem Hinweg der Runde. Eigentlich sind das zwei fiese steile Abschnitte, dazwischen eine kurze Ebene. Ja, den Weg gehts danach auch wieder runter, klar, aber leider muss ich da insgesamt zwei mal hoch. Statt dem Rennrad brauche ich eine Bergziege. Oder zumindest ein Pony. Denn obwohl ich im niedrigsten Gang gefahren bin, war ich ziemlich am Pusten. Ich muss mir noch irgendwas Tolles einfallen lassen, woran ich denke, damit ich nicht ständig im Kopf habe "scheiße, du musst da später nochmal rauf!". Jemand Vorschläge?
Weil mir irgendwie danach war, hab ich noch einen Schlenker eingebaut und die Runde etwas vergrößert. Die Gegend ist dort etwas hügelig (ja, für rheinische Verhältnisse schon! Grenzt ja beinahe ans Bergische!), aber komischerweise waren die Anstiege nicht mehr so schlimm. Dafür hatte ich bergab mächtig Schiss, obwohl inzwischen endlich mein Helm angekommen ist (ich habe einen anderen bestellt, der teurer war, aber weniger als drei Monate Lieferzeit hatte...dafür ist er weiß-rosa. Ich wollte das nicht. Wirklich.). Wenn die Straße ein paar kleine Schäden hat und ich da mit knapp 40 km/h auf der wackeligen Gabi entlang sause, finde ich das irgendwie überhaupt nicht witzig. Deshalb hatte ich die Finger auch an der Bremse und wurde natürlich promt bergab überholt, ja, ganz stark. Sah ziemlich profimäßig aus der Typ, aber an der übernächsten Ampel hatte ich ihn locker wieder. Ha!
Mein Plan sah vor, direkt im Anschluss laufen zu gehen. Koppeltraining und so. Laufen war ich dann auch, allerdings nur sehr kurz und nicht die ganze Runde, die ich wollte. Irgendwie war der Kopf nicht frei und wollte nicht. Außerdem haben die Waden mächtig gezwickt (ich schätze, das verdanke ich der Jump-Stunde vom Freitag...). Zu allem Überfluss war der Tag stressig, weil ich schon spät dran war und im Anschluss sofort zum Sommerfest im Fitness-Studio musste. So sind es nur knapp 2 Kilometer geworden, die aber in ner für mich normalen Zeit und natürlich ohne Gehen. Obwohl ich viel lieber gegangen wäre. Sehr viel lieber.
Krafttraining
Montagabend, Regen. Wäre eigentlich gern nochmal richtig gelaufen, aber wieder hat es nicht einfach mal ein bisschen geregnet, sondern ziemlich geschüttet. So macht das doch keinen Spaß! Laufband fand ich auch eine blöde Alternative und deshalb bin ich zwar im Studio gelandet, aber erst mal an den Geräten. Gabi hat mir ordentliche Nackenschmerzen bereitet, deshalb werde ich zum einen nochmal was an der Lenker-Einstellung ändern und zum anderen ein paar Übungen machen. Wer trainiert sonst schon den Nacken? Kann mich jedenfalls erinnern, dass der bei den Bauch-Übungen immer am meisten weh tat. Manchmal echt noch vor dem Bauch. Deshalb mache ich jetzt so eine Art Schulterzucken mit 10-kg-Hanteln (wtf?!) und andere Späße. Danach war ich auf dem Crosser, allerdings nicht besonders lange. Trotzdem schön zu sehen, dass bei gleichbleibender Belastung über die Zeit auch der Puls endlich mal gleich bleibt. Den Punkt möchte ich gern mal beim Laufen erreichen - und zwar nicht konstant bei 90% der maximalen Herzfrequenz!
Spinning
Dienstagabend bedeutet Spinning. Den ganzen Tag über ging es mir überhaupt nicht gut, ich habe keinen blassen Schimmer, was ich dieses Mal falsches gegessen habe - auf jeden Fall hat der Magen ordentlich rebelliert. Nachdem der Nachmittag im Büro eine echt Quälerei war, wurde es gegen Abend besser. Obwohl ich mich am liebsten ins Bett gepackt hätte, bin ich zum Studio gefahren. Raceday. Na prima. Zum Glück nicht die ganze Stunde, sondern nur die zweite Hälfte. Vorher gings auch zur Sache, allerdings eher Intervall-mäßig. Die Waden haben immer noch ordentlich gezwickt (war auch eine hervorragende Idee, den Tag auf Schuhen mit Absatz zu verbringen) und irgendwie war ich nicht ganz bei der Sache. Lief aber trotzdem irgendwie und der Zielsprint hat sogar Spaß gemacht. Im Nachhinein jedenfalls ;-) Den wirds beim Triathlon zwar nicht geben - ich hab ja schon beschrieben, wie schön sich das Ende der Radstrecke zum langsam ausrollen lassen eignet - aber was solls. Läuft.
Schwimmen
Samstag war ich den ganzen Tag im Fitness-Studio - ihr ahnt es schon - natürlich zum Arbeiten. Leider hat das Wasserballtraining noch immer Sommerpause, deshalb bin ich abends einfach so ins Schwimmbad gefahren. Mit Null Bock, denn das Wetter war so mittel und Eintritt zahlen nervt auch. Das Gute am Allwetterbad: Es hat auch ein Becken drinnen. Das schlechte: Es hat auch ein Becken drinnen. Und das geht gar nicht. Es ist immer voll, auf der "Sportbahn" dümpelt eine Omi neben der anderen und plötzlich geht ein Aquafitness-Kurs mitten im Becken los, ohne dass man es hätte ahnen und flüchten können. Also bin ich trotz eher herbstlichen Temperaturen lieber nach draußen gestiefelt - nicht ohne den Gedanken im Hinterkopf, dass es am 14. September mit etwas Pech noch kälter sein könnte. Und siehe da: Ich hatte das Becken komplett für mich allein. Auf einmal kam sogar die Sonne nochmal raus, als wollte sie mir das Ganze noch etwas angenehmer machen. Hach!
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| Ist das nicht ein wundervoller Anblick? |
Das Wasser war frisch, aber nicht zu kalt. Ich aber scheinbar schon, denn ich war grandios langsam. Für die 500 Meter hab ich tatsächlich an die 13 Minuten gebraucht. Ich glaube letztes Mal ohne Pulsuhr (nur grob mit Minutenzeiger) etwas um die 10 Minuten gemessen zu haben. Das kann doch nicht sein? Na gut, 13 Minuten sind immer noch weit unter der 20-Minuten-Grenze, allerdings waren das hier schöne kurze 25er-Bahnen und die hatte ich wie gesagt ganz für mich allein. Vielleicht hab ich mich auch bei den Bahnen verzählt, schön wärs!
Das Brust-Schwimmen funktioniert ansonsten soweit wunderbar, nichts zieht oder tut weh, aber besonders flott bin ich damit eben nicht. Im Anschluss bin ich zwei Bahnen gekrault - ja, es geht noch und ja, das schnelle Vorwärtskommen macht irgendwie Spaß. Aber eben nur bis zum nächsten Beckenrand, denn dann ist Schluss. Kondition, wo bist du? Ich hab nochmal alles mögliche über die Theorie beim Kraulschwimmen gelesen: Beinschlag, Armzug, Wasserlage, Atmung... Und das ist auf jeden Fall die nächste Baustelle. Ich werde das nicht in den nächsten 2 1/2 Wochen (what?!) so gut drauf haben, dass ich mich trauen würde, das im Wettkampf zu testen. Bis dahin heißt es: schneller Brustschwimmen und ab Mitte September Kraulen üben. Üben, üben, üben. Rückenkraul kann ich übrigens ganz gut. Aber hilft ja nichts.
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| Nützliches Zeug und der Beweis, dass die Sonne schien. |
Sonntagmorgen, Sonnenschein, freie Straßen. Nur Gabi und ich. Anstrengend, aber toll! Dieses Mal habe ich die Runde andersrum begonnen, damit ich auch mal den Rückweg der Triathlon-Strecke kennenlerne. Und siehe da: andersrum ist sehr gut! Der Berg ist viel kürzer und weniger hart als auf dem Hinweg, die Abfahrt danach umso länger (logisch, irgendwie). Was mich auch sehr beruhigt, ist das Ende der Strecke: Während der Start am Schwimmbad extrem nervt und eine Gerade ewig lange gaaaanz langsam steigt, ist das gleiche auf dem Rückweg sehr angenehm. Super zum Rollen lassen und aufs anschließende Laufen einstellen, behaupte ich einfach mal.
Was mir allerdings ziemliche Sorgen bereitet, ist der letzte und steilste Anstieg auf dem Hinweg der Runde. Eigentlich sind das zwei fiese steile Abschnitte, dazwischen eine kurze Ebene. Ja, den Weg gehts danach auch wieder runter, klar, aber leider muss ich da insgesamt zwei mal hoch. Statt dem Rennrad brauche ich eine Bergziege. Oder zumindest ein Pony. Denn obwohl ich im niedrigsten Gang gefahren bin, war ich ziemlich am Pusten. Ich muss mir noch irgendwas Tolles einfallen lassen, woran ich denke, damit ich nicht ständig im Kopf habe "scheiße, du musst da später nochmal rauf!". Jemand Vorschläge?
Weil mir irgendwie danach war, hab ich noch einen Schlenker eingebaut und die Runde etwas vergrößert. Die Gegend ist dort etwas hügelig (ja, für rheinische Verhältnisse schon! Grenzt ja beinahe ans Bergische!), aber komischerweise waren die Anstiege nicht mehr so schlimm. Dafür hatte ich bergab mächtig Schiss, obwohl inzwischen endlich mein Helm angekommen ist (ich habe einen anderen bestellt, der teurer war, aber weniger als drei Monate Lieferzeit hatte...dafür ist er weiß-rosa. Ich wollte das nicht. Wirklich.). Wenn die Straße ein paar kleine Schäden hat und ich da mit knapp 40 km/h auf der wackeligen Gabi entlang sause, finde ich das irgendwie überhaupt nicht witzig. Deshalb hatte ich die Finger auch an der Bremse und wurde natürlich promt bergab überholt, ja, ganz stark. Sah ziemlich profimäßig aus der Typ, aber an der übernächsten Ampel hatte ich ihn locker wieder. Ha!
Mein Plan sah vor, direkt im Anschluss laufen zu gehen. Koppeltraining und so. Laufen war ich dann auch, allerdings nur sehr kurz und nicht die ganze Runde, die ich wollte. Irgendwie war der Kopf nicht frei und wollte nicht. Außerdem haben die Waden mächtig gezwickt (ich schätze, das verdanke ich der Jump-Stunde vom Freitag...). Zu allem Überfluss war der Tag stressig, weil ich schon spät dran war und im Anschluss sofort zum Sommerfest im Fitness-Studio musste. So sind es nur knapp 2 Kilometer geworden, die aber in ner für mich normalen Zeit und natürlich ohne Gehen. Obwohl ich viel lieber gegangen wäre. Sehr viel lieber.
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| Beim Radeln ist fotografieren echt schwierig. Deshalb lieber das hier: Nach dem Schwimmen noch kurz in der Abendsonne liegen. Hach. |
Montagabend, Regen. Wäre eigentlich gern nochmal richtig gelaufen, aber wieder hat es nicht einfach mal ein bisschen geregnet, sondern ziemlich geschüttet. So macht das doch keinen Spaß! Laufband fand ich auch eine blöde Alternative und deshalb bin ich zwar im Studio gelandet, aber erst mal an den Geräten. Gabi hat mir ordentliche Nackenschmerzen bereitet, deshalb werde ich zum einen nochmal was an der Lenker-Einstellung ändern und zum anderen ein paar Übungen machen. Wer trainiert sonst schon den Nacken? Kann mich jedenfalls erinnern, dass der bei den Bauch-Übungen immer am meisten weh tat. Manchmal echt noch vor dem Bauch. Deshalb mache ich jetzt so eine Art Schulterzucken mit 10-kg-Hanteln (wtf?!) und andere Späße. Danach war ich auf dem Crosser, allerdings nicht besonders lange. Trotzdem schön zu sehen, dass bei gleichbleibender Belastung über die Zeit auch der Puls endlich mal gleich bleibt. Den Punkt möchte ich gern mal beim Laufen erreichen - und zwar nicht konstant bei 90% der maximalen Herzfrequenz!
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| Folterinstrumente. |
Spinning
Dienstagabend bedeutet Spinning. Den ganzen Tag über ging es mir überhaupt nicht gut, ich habe keinen blassen Schimmer, was ich dieses Mal falsches gegessen habe - auf jeden Fall hat der Magen ordentlich rebelliert. Nachdem der Nachmittag im Büro eine echt Quälerei war, wurde es gegen Abend besser. Obwohl ich mich am liebsten ins Bett gepackt hätte, bin ich zum Studio gefahren. Raceday. Na prima. Zum Glück nicht die ganze Stunde, sondern nur die zweite Hälfte. Vorher gings auch zur Sache, allerdings eher Intervall-mäßig. Die Waden haben immer noch ordentlich gezwickt (war auch eine hervorragende Idee, den Tag auf Schuhen mit Absatz zu verbringen) und irgendwie war ich nicht ganz bei der Sache. Lief aber trotzdem irgendwie und der Zielsprint hat sogar Spaß gemacht. Im Nachhinein jedenfalls ;-) Den wirds beim Triathlon zwar nicht geben - ich hab ja schon beschrieben, wie schön sich das Ende der Radstrecke zum langsam ausrollen lassen eignet - aber was solls. Läuft.
Dienstag, 26. August 2014
Wieso Spinning nach dem Rennradtraining die beste Idee der letzten Woche war
Nachdem es in den letzten Monaten nicht viel zu berichten gab (möglicher Zusammenhang: ich war auch kaum bis gar nicht laufen), habe ich im Moment das Gefühl, ich könnte ständig etwas erzählen. Letzte Woche habe ich vom
Lauftreff berichtet, davor von der ersten Fahrt mit Gabi und vom Schwimmen. Ich fasse mal zusammen, was seitdem passiert ist:
Laufen
Letzten Mittwoch wollte ich laufen, es hat aber übel geschüttet und ja, da habe ich gekniffen und war im Fitness-Studio. Hab vom Crosser aus das Wetter beobachtet und als es nur noch nieselte, habe ich beschlossen, dass draußen immer besser ist als drinnen - also Laufschuhe an und los. Dass ich 5 Kilometer am Stück schaffe, hatte ich ja bereits in der Woche davor gelernt. Also bin ich die 4,7-km-Runde ums Studio komplett gelaufen, ganz ohne gehen und inklusive einiger Hüpfer über riesige Pfützen. Läuft.
Rennradeln
Donnerstag war ich wieder mit Gabi unterwegs. Sie hat jetzt Klickpedale und das ist eine verdammt gute Sache! Mein Vater hat sich eine Strecke ausgedacht und ist mit seinem komischen Rad wieder mitgefahren. Ich weiß gar nicht, was das ist. Es hat zwei Räder und ist weder ein Rennrad noch ein Mountainbike, aber auch kein Citydingsbums. Irgendwas eben. Die Strecke war prima, weil es kaum Ampeln gab. Und so sind wir die ersten Kilometer einfach mal unter 2 Minuten gefahren. Wie gesagt: In der Ebene macht das echt Spaß!
Wir haben wieder ein Stück der Triathlon-Radstrecke eingebaut,
allerdings den eher harmlosen Teil. Trotzdem hab ich gemerkt, dass bergauf noch
sehr viel Luft nach oben ist… Sehr, sehr viel. Insgesamt haben wir 22 Kilometer
zurückgelegt und dafür gut 55 Minuten gebraucht. Macht einen Schnitt von knapp 24
km/h. Auf den letzten Metern hab ich Gabi nochmal etwas getreten, als es leicht
bergab ging – 41 km/h. Fühlt sich ziemlich gut an!
Spinning
Freitag stand dann Radeln in der Halle auf dem Plan. Nicht sehr abwechslungsreich, nachdem wir Donnerstag ja schon draußen waren, ich weiß. Aber freitags (und dienstags) sind leider die einzigen Abend-Kurse, zu denen ich es schaffe und daher wollte ich die Punkte mitnehmen. Es sind ja schließlich immer noch Sommerspiele!
Die Ankündigung zu dieser Spinning-Stunde war leider gar nicht nach meinem Geschmack: „Intervall – Flat is beautiful“. Intervall ist super. Ich liebe Intervalle (zumindest beim Spinning), weil die Aussicht auf wenige Minuten Pause mich immer wunderbar durch die echt anstrengenden Teile bringt. Kurz die Seele aus dem Leib strampeln und anschließend erholen? Läuft. Mit einer Bergstunde braucht es dagegen keiner zu versuchen, mich zu begeistern… Das ist ja einfach mal die ganze Zeit anstrengend. So, unter Intervall in der Ebene konnte ich mir jedenfalls nichts vorstellen. Es waren Jumps. Viele Jumps. Sehr viele. Schönen Gruß an Gudi (wichtig: nicht Gabi!), die bereits angedroht hat, mit uns eines grauenvollen Tages mal eine 1000-Jump-Stunde zu fahren. Ich werde dann krank sein. Ich hasse Jumps. Für alle, die noch nie auf einem Spinning-Bike saßen, aber vielleicht auf einem Pferd: jumpen ist so ähnlich wie leichttraben. Nur, dass es das Ganze nicht leichter macht, sondern viel anstrengender. Der Rhythmus, in dem man aufsteht und sich wieder hinsetzt, ist auch nicht durch die Gangart des Vierbeiners vorgegeben (wie auch?), sondern durch den Takt der Musik und die Laune des Trainers. Horror: 1er-Jumps (kurz stehen, sofort wieder sitzen und von vorn).
Wir durften 4er fahren. Jeweils ein komplettes Lied lang. Dann gabs die „Pause“ in der Ebene und dann erneut ein ganzes Stück Jumps. 3 Minuten, 4, 5 – je nachdem wie lange so ein verdammtes Lied eben dauert. Die ganze Stunde lang abwechselnd. Ich hasse Jumps wirklich sehr. Und ich hasse es, ständig das Gleiche zu machen. Und jetzt kommts: Ich fand die Stunde kein bisschen schlimm. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie hab ichs geschafft, den Kopf auszuschalten und zu machen. Und zwar Jump um Jump. Am Ende waren es angeblich um die 250 Stück. Es gibt diesen Punkt, den man überwindet und dann einfach macht, ohne zu denken. Ich kenne das von früher vom Schwimmen (ja, von ganz früher). Ich bin sicher, das gibts auch beim Laufen. Und beim Radfahren. Schnellmerker: Ich schätze, in jeder Ausdauersportart. Und genau deshalb war diese Stunde ausgerechnet jetzt für mich genau richtig: Ich habe etwas Anstrengendes und Monotones gemacht, was ich nicht leiden kann. Und zwar ziemlich lange. Und es war okay.
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| Diese Hanteln werde ich niemals heben! |
Letzten Mittwoch wollte ich laufen, es hat aber übel geschüttet und ja, da habe ich gekniffen und war im Fitness-Studio. Hab vom Crosser aus das Wetter beobachtet und als es nur noch nieselte, habe ich beschlossen, dass draußen immer besser ist als drinnen - also Laufschuhe an und los. Dass ich 5 Kilometer am Stück schaffe, hatte ich ja bereits in der Woche davor gelernt. Also bin ich die 4,7-km-Runde ums Studio komplett gelaufen, ganz ohne gehen und inklusive einiger Hüpfer über riesige Pfützen. Läuft.
Rennradeln
Donnerstag war ich wieder mit Gabi unterwegs. Sie hat jetzt Klickpedale und das ist eine verdammt gute Sache! Mein Vater hat sich eine Strecke ausgedacht und ist mit seinem komischen Rad wieder mitgefahren. Ich weiß gar nicht, was das ist. Es hat zwei Räder und ist weder ein Rennrad noch ein Mountainbike, aber auch kein Citydingsbums. Irgendwas eben. Die Strecke war prima, weil es kaum Ampeln gab. Und so sind wir die ersten Kilometer einfach mal unter 2 Minuten gefahren. Wie gesagt: In der Ebene macht das echt Spaß!
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| Schnell ist anders, aber der Plan, für die 20 km auf jeden Fall weniger als eine Stunde zu brauchen, dürfte klappen. Fotos von Gabi gibts das nächste Mal wieder. |
Spinning
Freitag stand dann Radeln in der Halle auf dem Plan. Nicht sehr abwechslungsreich, nachdem wir Donnerstag ja schon draußen waren, ich weiß. Aber freitags (und dienstags) sind leider die einzigen Abend-Kurse, zu denen ich es schaffe und daher wollte ich die Punkte mitnehmen. Es sind ja schließlich immer noch Sommerspiele!
Die Ankündigung zu dieser Spinning-Stunde war leider gar nicht nach meinem Geschmack: „Intervall – Flat is beautiful“. Intervall ist super. Ich liebe Intervalle (zumindest beim Spinning), weil die Aussicht auf wenige Minuten Pause mich immer wunderbar durch die echt anstrengenden Teile bringt. Kurz die Seele aus dem Leib strampeln und anschließend erholen? Läuft. Mit einer Bergstunde braucht es dagegen keiner zu versuchen, mich zu begeistern… Das ist ja einfach mal die ganze Zeit anstrengend. So, unter Intervall in der Ebene konnte ich mir jedenfalls nichts vorstellen. Es waren Jumps. Viele Jumps. Sehr viele. Schönen Gruß an Gudi (wichtig: nicht Gabi!), die bereits angedroht hat, mit uns eines grauenvollen Tages mal eine 1000-Jump-Stunde zu fahren. Ich werde dann krank sein. Ich hasse Jumps. Für alle, die noch nie auf einem Spinning-Bike saßen, aber vielleicht auf einem Pferd: jumpen ist so ähnlich wie leichttraben. Nur, dass es das Ganze nicht leichter macht, sondern viel anstrengender. Der Rhythmus, in dem man aufsteht und sich wieder hinsetzt, ist auch nicht durch die Gangart des Vierbeiners vorgegeben (wie auch?), sondern durch den Takt der Musik und die Laune des Trainers. Horror: 1er-Jumps (kurz stehen, sofort wieder sitzen und von vorn).
Wir durften 4er fahren. Jeweils ein komplettes Lied lang. Dann gabs die „Pause“ in der Ebene und dann erneut ein ganzes Stück Jumps. 3 Minuten, 4, 5 – je nachdem wie lange so ein verdammtes Lied eben dauert. Die ganze Stunde lang abwechselnd. Ich hasse Jumps wirklich sehr. Und ich hasse es, ständig das Gleiche zu machen. Und jetzt kommts: Ich fand die Stunde kein bisschen schlimm. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie hab ichs geschafft, den Kopf auszuschalten und zu machen. Und zwar Jump um Jump. Am Ende waren es angeblich um die 250 Stück. Es gibt diesen Punkt, den man überwindet und dann einfach macht, ohne zu denken. Ich kenne das von früher vom Schwimmen (ja, von ganz früher). Ich bin sicher, das gibts auch beim Laufen. Und beim Radfahren. Schnellmerker: Ich schätze, in jeder Ausdauersportart. Und genau deshalb war diese Stunde ausgerechnet jetzt für mich genau richtig: Ich habe etwas Anstrengendes und Monotones gemacht, was ich nicht leiden kann. Und zwar ziemlich lange. Und es war okay.
Samstag, 5. Juli 2014
Warum ich seit drei Wochen nicht gelaufen bin und ich mich so gut fühle wie nie
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| Mein neuer Trainingsplan. Hat nicht viel mit Laufen zu tun. Ich hasse ihn trotzdem. Mehr dazu unten. |
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| Links Feuerwerk bei Casper, oben rechts die Fahrradgarderobe in der Abendsonne, unten rechts: Crew-Bändchen sind hässlich und aus Papier, aber dafür pink. |
Dann die dämliche Idee: Wenn das Krafttraining zu einfach ist, wie wärs mit einem neuen Trainingsplan? Also Termin gemacht, Freitagabend. Kein gut besuchter Abend im Studio, wunderbar. Wieder erst zum Spinning – dann zur Folter. Witzig auch irgendwie, dass allein die eine Stunde Spinning bei den letzten Sommerspielen für mich schon Folter genug war – so sehr, dass ich danach niemals auf die Idee gekommen wäre, noch etwas anderes zu tun, als unter die Dusche zu kriechen.
Freitagabend scheint also ein hervorragender Tag für neue Trainingspläne zu sein – jedenfalls hatten gleich zwei Trainer Zeit für mich (oder einfach nichts Besseres zu tun) und haben sich deshalb gemeinsam Folterübungen für mich ausgedacht. Schönen Gruß an Cathrin und Chris an dieser Stelle.
Kurz zusammengefasst: Es war hart. Ich hab viel gejammert.
Es ging irgendwann zu Ende. Ich bin mit zitternden Armen und Beinen nach Hause
gewankt, keiner weiß, wie ich es vier Etagen nach oben geschafft habe. Samstag
war ich bewegungsunfähig, Sonntag ein Zombie. Muskelkater aus der Hölle.
Schmerzen von der Kniekehle bis zum Hintern, die normales Laufen völlig
unmöglich gemacht haben. Kindergeburtstag allerdings gegen das, was im Trizeps
los war. Dips sind Mist. Samstag war es schon zu anstrengend, den Fön zu
halten. Sonntag war gar nicht mehr daran zu denken, die linke Hand in die Nähe
des Kopfes zu bringen – super zum Haare waschen oder Zopf binden. Für den
Zombie-Look sind schlaff herunterhängende Arme allerdings wirklich toll.
Das war wirklich schlimm. Aber kein Grund, Samstagnachmittag
nicht eine Stunde auf dem Crosser rumzuhampeln. Ja, in Level 1 – aber hey, eine
Stunde! Die Schmerzen haben dabei sogar nachgelassen – es war wirklich
auszuhalten. Allerdings nur so lange ich in Bewegung war. Ungünstig, dass man
irgendwann mal von dem Ding runter muss.
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| Crosstrainer-Actionfoto |
Noch viel ungünstiger, was Sonntag auf
dem Programm stand: eine Stunde Cardio im Studio (an Kraftübungen war ja nicht
im Ansatz zu denken), eine Stunde Spinning, danach: Bonusaufgabe. Fun Fact 1:
Beim Spinning taten die Arme viel viel mehr weh als die Beine. Muss man auch
erst mal schaffen. Im Prinzip hätte der Tag an dieser Stelle wegen mir gut auf
der Couch weitergehen können. Dann also die Bonusaufgabe: 3 Punkte für eine
Stunde Zirkeltraining. 16 Stationen, 45 Sekunden Belastung, 20 Sekunden Pause.
Alles Kraftübungen: von sämtlichen Späßen mit Kurz- und Langhanteln über
Liegestütz bis zu Sprüngen auf Kästen und wieder runter – volles Programm.
Als die einzelnen Stationen vorgestellt wurden, wollte ich
weinen oder schreiend im Kreis laufen oder beides. Beim Aufwärmen (als ob das
nötig gewesen wäre!) habe ich die Arme nicht waagerecht auf Schulterhöhe bekommen.
Und dann habe ich irgendwie diese zwei Runden durch den Zirkel überlebt. Fun
Fact 2: Am Montag wurde die ganze Misere besser. Und zwar stündlich, so dass
man fast zugucken konnte. Magic.
So. Dienstag war ich wieder beim Spinning und hab
anschließend zum ersten Mal allein meinen neuen Trainingsplan durchgezogen. Bis
auf die Ausfallschritte, bei denen direkt nach dem Radeln die Oberschenkel doch noch übel gezogen haben, konnte ich alle Übungen machen. Und habe sogar viel
mehr Wiederholungen beim Bauch geschafft als beim ersten kläglichen Versuch am
Freitag. Das Beste an der ganzen Geschichte: der Muskelkater am Mittwoch verdient
den Namen eigentlich kaum, das war mehr so ein wohliges Ziehen. Donnerstagabend gings weiter, heute auch. Läuft.
Das Schlechte bei der ganzen Sache: Keine Zeit mehr, auch
noch zu laufen. Also – ich hätte am Wochenende schon Zeit gehabt – aber da war
ja schon jeder Gang zum Kühlschrank oder zum Klo oder wo man sonst zwangsläufig
eben mal so hin muss eine Qual. Aber: Mir gehts super. Das schlechte Gewissen
hält sich in Grenzen. Vielleicht bringt das Crossen ja ausdauermäßig ein
bisschen was, vielleicht trau ich mich demnächst auch mal aufs Laufband. Im
Moment bin ich bei der Punkte-Sache zu ehrgeizig, als dass ich draußen laufen
würde. Stand Dienstag: Teamwertung Platz 3, Einzelwertung Platz 4. Männchen und
Weibchen gemischt, 20 Teams = 40 Leute. Ha! Das muss aber erst mal gehalten
werden – echt schwierig, wenn ständig Deutschlandspiele sind, der Teampartner seit heute für 3 Wochen im Urlaub ist und man selbst nächste Woche auch 5
Tage weg ist. Und wenn man gegen Studenten und Abiturienten antritt, die
einfach mal genug Zeit haben, um jeden Tag 2 Punkte zu holen. Ich muss auch
noch arbeiten! Aber: Ich gebe mein Bestes. Und es macht Spaß. Meistens.
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